Richard Burkart, Manfred Butzmann, Carlfriedrich Claus, Hermann Glöckner, Joachim Jansong, Ingo Kirchner, Janina Kraupe-Swiderska, Wolfgang Petrovsky, Ruth Wolf-Rehfeld u.a.
Schrift ist in der bildenden Kunst neben visuellen Bildelementen längst zu einem gleichberechtigten Teil geworden. Derartige Entwicklungen vollzogen sich international und sind in der deutschen und polnischen zeitgenössischen Kunst gleichermaßen zu beobachten. In der Gruppenausstellung werden Werke aus den Sammlungen von BLMK und Muzeum Sztuki Lodz vergleichend in Beziehung gesetzt sowie ästhetische Parallelen in den beiden Nachbarländern aufgezeigt.
Das Thema Schrift im Bild spielt in der zeitgenössischen bildenden Kunst eine wichtige Rolle. Künstlerinnen und Künstler schreiben Bilder oder malen Schrift. In textbasierter Kunst verschmelzen sprachliche und visuelle Ausdrucksformen zu einer erweiterten Bildsprache. Die Formen der Schriftkunst sind dabei äußerst vielfältig. Schrift kann in klar erkennbaren Buchstaben erscheinen, mit lesbaren Worten auftreten oder den Informationswert der Sprache in Frage stellen durch verrätselte Zeichen, unlesbare Kritzeleien und fragmentierte Schriftzüge.
Inschriften in Kunstwerken fanden sich schon in der Antike. Schrift und Sprache wurden zu wichtigen Komponenten von Avantgarde-Strömungen wie Dadaismus, Kubismus und Surrealismus. Worte sind eigentlich aus dem Bereich der Literatur entliehenes Fremdmaterial. Während Bilder in der Regel schnell und unmittelbar erfassbar sind, muss Text nacheinander gelesen und zeitlich erschlossen werden.
Das Projekt entsteht in Kooperation mit dem Muzeum Sztuki in Lodz und in Zusammenarbeit mit der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder). Es wird im Rahmen des Kooperationsprogramms INTERREG VI A Brandenburg-Polen 2021–2027 aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) gefördert.

