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Berlin

Unsere Münzen! Gedenkprägungen der Bundesrepublik Deutschland (2006–2026)

Kunst fürs Portemonnaie! Wir besitzen sie, wir geben sie aus, viele von uns sammeln sie: Geldstücke begleiten uns jeden Tag. Aber wie gut kennen wir sie eigentlich? Das Münzkabinett lädt ab Dezember 2026 dazu ein, »Unsere Münzen« neu zu erkunden, zu kommentieren und zu diskutieren. Wer möchte, kann eigene Münzentwürfe zeichnen und teilen.

 

 

»Unsere Münzen«

 

Ob »Teuro«, »Euronen«, »Ocken«, »Para« oder »Penunsen« – mit Münzen machen wir uns Zeitgeschichte zu eigen. Diese kleinen Metalldenkmäler wollen Begehren wecken, erforscht und im Alltag bewegt werden. Denn Münzgeld lebt davon, zu wandern, zu kreisen und zu fließen. Bilder und Texte der Euros sprechen zu uns, sprechen über uns, sprechen aber auch für uns. Gedenkprägungen werden überall auf der Welt beachtet, dies gilt noch mehr seit dem Erfolg der sozialen Medien. Unser Geld zirkuliert weit über Deutschland hinaus. Sie sind »Unsere Münzen« und dabei globale Europäerinnen.

 

 

Das Münzkabinett als Archiv »Unserer Münzen«

 

Auch Museen sammeln Münzen, um sie für die Nachwelt zu bewahren. Das Münzkabinett im Berliner Bode-Museum auf der Museumsinsel hütet Schätze aus 28 Jahrhunderten und aller Welt. Über eine halbe Million Objekte erzählen hier Geschichte und dienen der weltweiten Forschung. Unsere heutigen Münzen setzen diese Tradition fort. Das Münzkabinett bekennt sich gerne zu diesem Sammelgebiet, verwahrt und überliefert diese Zeitzeugnisse für die kommenden Generationen. Ausstellung, Katalog und Begleitprogramm zählen zu diesem Einsatz für Unsere Münzen. Denn Gedenkprägungen sind kompakte, unvergängliche Kunstwerke, die unsere Kultur und Werte verewigen. Sie sind Zeugnisse unserer Demokratie. Mit ihnen erzeugen wir ein Echo, das noch in Jahrtausenden von uns erzählen wird. Deshalb ist es alles andere als egal, wie unser Geld aussieht – wir alle tragen Verantwortung für dieses Kulturgut.

 

 

Die Ausstellung

Personen, Ereignisse, Orte, Kultur, Natur: Große Themen werden auf Münzen extrem verdichtet – Geschichte für die Hosentasche. Das Münzkabinett präsentiert eine Auswahl seiner bundesrepublikanischen Münzen der letzten 20 Jahre mit über 200 Themen, begleitet von einem gedruckten Katalog und der digitalen Online-Sammlung. Doch wir wollen nicht nur zurückblicken, sondern hinter die Kulissen schauen: Wer macht eigentlich »Unsere Münzen«? Wer bestimmt die Themen, wer entwirft die Motive und wer entscheidet am Ende über die Prägung? Was macht eine Münze überhaupt gut? Welche verborgenen Geschichten stecken hinter den Bildern, und was denken Sammler darüber? Wie könnte unsere Münzkunst alternativ aussehen?

 

Der Berliner Medailleurkreis hat den begleitenden Wettbewerb »Kunstgeld 2127« für die Ausstellung ins Leben gerufen. Dieses Projekt wagt ein Gedankenexperiment und reist 100 Jahre in die Zukunft: Wie wird die Münz- und Medaillenkunst im Jahr 2127 wohl auf unsere heutige Epoche zurückblicken?

Diese Ausstellung beginnt in
72
Tage
10
Std
19
Min
37
Sek
Termine
Start04.12.2026
Ende17.10.2027
Öffnungszeiten
Montaggeschlossen
Dienstag10:00–17:00
Mittwoch10:00–17:00
Donnerstag10:00–17:00
Freitag10:00–17:00
Samstag10:00–18:00
Sonntag10:00–18:00
Veranstaltungsort
Bode-Museum
Bode-MuseumAm Kupfergraben, Eingang über die Monbijoubrücke, 10117 Berlin

Die Konzeption des als Kaiser-Friedrich-Museum errichteten Gebäudes geht auf Ideen der Kronprinzessin Victoria zurück, die diese in einer Denkschrift von 1883 veröffentlichte. Wilhelm von Bode war es schließlich, der diese bahnbrechenden Ideen in die Praxis umsetzte. 1897 wurde an der Nordspitze der Museumsinsel mit dem Bau des von Eberhard von Ihne entworfenen Renaissance-Museums begonnen, das den Namen des Gemahls der seit 1888 verwitweten Kaiserin Victoria tragen sollte. In dem im Oktober 1904 eröffneten Kaiser-Friedrich-Museum wurden Malerei und Skulptur, die damals so genannten »hohen Künste«, erstmals gleichrangig nebeneinander präsentiert, wobei sich die Art der Inszenierung von traditionellen Museen unterschied. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Museum schwer beschädigt und zwischen 1948 und 1986 sukzessive wiederhergestellt. 1956 erhielt es nach seinem geistigen Schöpfer den bis heute beibehaltenen Namen: Bode-Museum. Nach der Wiedervereinigung auch der Staatlichen Museen zu Berlin folgte eine umfassende Grundinstandsetzung des Hauses nach modernsten museologischen und denkmalpflegerischen Erfordernissen. Anders als ursprünglich vorgesehen beherbergt das Gebäude, das seit Herbst 2006 wieder für die Öffentlichkeit zugänglich ist, nun vor allem die Skulpturensammlung und das Museum für Byzantinische Kunst. Etwa hundertfünfzig Werke aus dem Bestand der Gemäldegalerie, die sich seit 1998 am Kulturforum am Potsdamer Platz befindet, bereichern die Präsentation der Skulpturen. Das Münzkabinett zeigt im Bode-Museum seine metallene Chronik der Menschheitsgeschichte.