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Hannover

unter schwarzer flagge – piraten zwischen nordsee und karibik

Piraten gibt es, seit Menschen Waren über das Meer transportieren. Aber hatten sie wirklich Augenklappe, Holzbein und Schatzkarte in der Hand? Die Ausstellung lädt dazu ein, hinter den Mythos zu blicken und die Wahrheit über Pirat:innen zu erfahren – wissenschaftlich fundiert, überraschend und näher an unserer Gegenwart, als man denkt.

 

Hochkarätige Leihgaben, die teils erstmals in Deutschland zu sehen sind, lassen die Welt der Piraten lebendig werden. Sie erzählen von Überfällen, Alltagsleben an Bord, Gewalt, Reichtum und dem ständigen Risiko, selbst zur Beute zu werden. Gleichzeitig zeugen sie vom Einfluss der Piraterie auf gesamtgesellschaftliche Entwicklungen: Piraten beschleunigten den Transfer von Technologien und Ideen und prägten so die frühe Globalisierung. Und der »Piratenkodex«, der das Leben an Bord der Schiffe regelte, gilt manchen sogar als Keimzelle moderner demokratischer Prinzipien. So wird verständlich, warum das vermeintlich freie Leben jenseits der etablierten Ordnung bis heute fasziniert – und warum die Bewertung, ob Piraten Kriminelle oder rebellische Helden waren, ganz im Auge des Betrachters liegt.

Diese Ausstellung beginnt in
35
Tage
14
Std
19
Min
56
Sek
Termine
Start27.11.2026
Ende02.05.2027
Öffnungszeiten
Montaggeschlossen
Dienstag10:00–18:00
Mittwoch10:00–18:00
Donnerstag10:00–18:00
Freitag10:00–18:00
Samstag10:00–18:00
Sonntag10:00–18:00
Veranstaltungsort
Landesmuseum Hannover – Das WeltenMuseum
Landesmuseum Hannover – Das WeltenMuseumWilly-Brandt-Allee 5, 30169 Hannover

Das Landesmuseum Hannover entstand als »Hannoversches Museum für Kunst und Wissenschaft« aus bürgerlichen Wurzeln: Die »Naturhistorische Gesellschaft Hannover«, der »Historische Verein für Niedersachsen« und der »Verein für die Öffentliche Kunstsammlung« hatten 1852 beschlossen, ihre Sammlungen zusammenzuführen. 1856 konnte sich dann das neue Museum in der Sophienstraße 2, dem heutigen Künstlerhaus, präsentieren, bis es 1902 als Provinzialmuseum seinen neuen Standort am Maschpark erhielt. Seit Anbeginn ein Mehrspartenhaus, ermöglichte der Neubau eine Gliederung in drei Abteilungen: zum einen der historischen mit Sammlungen der Archäologie, aus der Geschichte Hannovers, einer Münzsammlung und völkerkundlichen Exponaten, dazu dem naturhistorischen Teil und schließlich der Kunstabteilung. Mit seinem Namen war das »Museum für Kunst und Wissenschaft« schon zu seiner Gründungszeit den älteren königlichen Kunst- und Wunderkammern weit voraus, heute mutet dieser geradezu zukunftsweisend an. Schon für Wilhelm Leibniz, den großen Aufklärer des Jahrhunderts, waren Museen »Theater der Natur und Kunst«, Räume, in denen sich Kunst und Wissenschaft begegnen. Das neue Konzept, das seit 2013 sukzessive umgesetzt wird, orientiert sich an der Geschichte des Museums mit drei Abteilungen und an der Architektur des Hauses als Abbild der Welt. So findet man jetzt im Erdgeschoss die »NaturWelten« als Verbindung der bisher getrennten Bereiche Vivarium und Naturkunde. Im ersten Stock erlebt man in den »MenschenWelten« die einzigartige Kombination der Fachbereiche Archäologie und Ethnologie, der Alten und der Neuen Welt. Und über allem schweben schließlich die »KunstWelten« mit Gemälden und Skulpturen vom Mittelalter bis in das 20. Jahrhundert.