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Ingolstadt

Valentin Kinkeldei. Farbe im Quadrat!

Die Ausstellung Raw Materials – Vom Baumarkt ins Museum 2012 im Museum für Konkrete Kunst war Valentin Kinkeldeis erste Begegnung mit Konkreter Kunst. Von der Kunstrichtung war der damals erst Vierjährige sofort begeistert. Kurz darauf begann Valentin, auch selbst in ihrem Stil zu malen.

14 Jahre später präsentieren wir an gleicher Stelle eine Auswahl aus dem Schaffen des jungen Künstlers mit Downsyndrom. Wie fast alle seiner inzwischen über 1000 Arbeiten haben auch die hier gezeigten Werke die quadratischen Abmessungen von 25 auf 25 cm. Darüber hinaus zeichnen sie sich durch ihre reduzierte Formensprache und starke Farbigkeit aus. Dabei steht jedes Werk nicht nur für sich selbst. Ähnlich wie bei einem Kaleidoskop ergeben ihre geometrischen Einzelformen im Zusammenspiel übergreifende Muster, die sich je nach Anordnung ändern.     

Valentin Kinkeldeis farbintensive Arbeiten vermitteln nicht nur eine starke Lebensfreude. Sie sind auch ein gutes Beispiel dafür, wie bereichernd Kunst für unser aller Leben sein kann. Mit großer Akribie und Konsequenz malt Valentin fast jeden Tag, ohne sich in seiner Motivik zu wiederholen. 

Eröffnung: 12. September 2026, 19 Uhr im Rahmen der Nacht der Museen

Termine
Start12.09.2026
EndeLäuft auf unbestimmte Zeit
Öffnungszeiten
Montaggeschlossen
Dienstag10:00–17:00
Mittwoch10:00–17:00
Donnerstaggeschlossen
Freitaggeschlossen
Samstag10:00–17:00
Sonntag10:00–17:00
Veranstaltungsort
Museum für Konkrete Kunst
Museum für Konkrete KunstTränktorstraße 6–8, 85049 Ingolstadt

Im Jahr 1981 erwarb die Stadt Ingolstadt die Sammlung von Eugen Gomringer. Gomringer gilt als »Vater der Konkreten Poesie«, der über viele Jahrzehnte mit den wichtigsten Konkreten Künstlern freundschaftlich verbunden war. Der Ingolstädter Siebdrucker Herbert Geier vermittelte bei diesem Ankauf maßgeblich, da auch er für viele der bekannten Künstler arbeitete. Ausgehend von diesem Kernbestand vergrößerte sich die Sammlung stetig. Der erste Museumsdirektor Peter Volkwein konnte wichtige Schenkungen und Ankäufe tätigen und dadurch der Sammlung über die Jahre hinweg wachsende Bedeutung geben. Sein Nachfolger Dr. Tobias Hoffmann erweiterte schließlich den Bestand um Design. Von Anfang an waren Dauerleihgaben ein wichtiger Bestandteil. Seit einigen Jahren besteht beispielsweise eine enge Zusammenarbeit mit dem Münchner Sammlerehepaar Maximilian und Agathe Weishaupt, die auch gezielt für das zukünftige Museum Werke ankaufen. Eine große Sammlungspräsentation fand im Sommer 2015 im Museum für Konkrete Kunst statt. In den letzten Jahren öffnete sich das Haus verstärkt für junge KünstlerInnen und beschränkte sich nicht länger auf die Gattungen Malerei und Plastik. Neue Medien, wie Film und Video, gehören mittlerweile ebenso zur Sammlung wie Installationen. Die Ausstellung »Einfach dreifach: Reto Boller, Martin Pfeifle und Eran Schaerf« (Herbst 2013) zeigte exemplarisch, wie die »Idee Konkret« in der zeitgenössischen Kunst ihre Fortsetzung findet. In regelmäßigen Abständen werden junge KünstlerInnen eingeladen, sich mit der Sammlung und der Kunstrichtung Konkrete Kunst auseinanderzusetzen (z.B. Stephanie Senge, Lars Breuer, Christoph Niemann).