demnächst
Osnabrück

Van den Yoden

Ausstellung

Im Jahr 2026 jährt sich das Ende der ersten jüdischen Gemeinde in Osnabrück zum 600. Mal. Die Ausstellung erinnert an diese frühe Phase jüdischer Geschichte in der Stadt, die von etwa 1260 bis 1430 bestand. In dieser Zeit lebten Jüdinnen und Juden über viele Generationen hinweg in Osnabrück und prägten das wirtschaftliche, soziale und religiöse Leben mit – bis ihr Aufenthalt im 15. Jahrhundert ein jähes Ende fand.

 

Auslöser war ein tiefgreifender Wandel: Nachdem das kirchliche Zinsverbot für Christ:innen aufgehoben wurde, verloren jüdische Geldgeber ihre wirtschaftliche Bedeutung. Das Stadtregiment nutzte den Wechsel auf dem Bischofsstuhl, um den Schutz für die jüdische Bevölkerung aufzuheben. 1424 bestätigte der neue Bischof Johann III. von Diepholz schriftlich, dass Osnabrück und die Feldmark künftig »von Juden unbelastet« bleiben sollten – ein Ausdruck der Ausgrenzung und Verfolgung jener Zeit. Der Verzicht wurde 1425 erneuert, 1426 endeten mit den letzten Steuerzahlungen auch die Spuren der ersten jüdischen Gemeinde.

 

Die Ausstellung erinnert an eine von gesellschaftlichen wie religiösen Konflikten geprägte Phase des Nebeneinanders von christlicher Mehrheitsgesellschaft und jüdischer Minderheit in Osnabrück, die knapp zwei Jahrhunderte währte (ca. 1260 bis 1430). Sie veranschaulicht, wie eng religiöse, gesellschaftliche und wirtschaftliche Fragen miteinander verflochten waren – und wie fragile Toleranz und offene Ablehnung nebeneinander bestehen konnten.

 

Anhand von historischen Dokumenten und Objekten eröffnet die Schau einen differenzierten Zugang zu einem wichtigen Kapitel Osnabrücker Stadtgeschichte.

Diese Ausstellung beginnt in
28
Tage
17
Std
47
Min
58
Sek
Start Termin
22.03.2026
Ende Abschluss
30.08.2026
Öffnungszeiten
Montag
geschlossen
Dienstag
11:00–18:00
Mittwoch
11:00–18:00
Donnerstag
11:00–18:00
Freitag
11:00–18:00
Samstag
10:00–18:00
Sonntag
10:00–18:00