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Gießen

Von Barrikaden und Parlamenten – Wilhelm Liebknechts Ideen für die Demokratie

Gießen, als Geburts- und Ausbildungsort Wilhelm Liebknechts, prägte den Politiker und Vordenker und legte den Grundstein für sein späteres Engagement.

 

Anlässlich seines 200. Geburtstags würdigt ihn eine Sonderausstellung als Persönlichkeit und setzt seine politischen und gesellschaftlichen Ideen in einen aktuellen Kontext.

 

Die Ausstellung orientiert sich an Liebknechts Aktivismus: Sie ist partizipativ und interaktiv und reiht sich in die breit gefächerten, niedrigschwelligen Angebote des Liebknecht-Jahres ein.

Diese Ausstellung endet in
102
Tage
0
Std
49
Min
50
Sek
Termine
Start29.05.2026
Ende31.01.2027
Öffnungszeiten
Montaggeschlossen
Dienstag11:00–18:00
Mittwoch11:00–18:00
Donnerstag11:00–18:00
Freitag11:00–18:00
Samstag11:00–18:00
Sonntag11:00–18:00
Veranstaltungsort
Museum für Gießen
Museum für GießenBrandplatz 2, 35390 Gießen

Das Museum erstreckt sich über drei historische Gebäude in der Gießener Innenstadt, deren Geschichten bis ins 14. Jahrhundert zurückreichen: Das Alte Schloss, das Leib’sche Haus und das Wallenfels’sche Haus. Sie gehören zu den ältesten, rekonstruierten Gebäuden und zählen zu den bedeutsamen Relikten der Gießener Stadtwerdung. Die Universalsammlung des Museums für Gießen umfasst eine große Vielfalt an Themen: Von der Stadt- und Kulturgeschichte über die Archäologie und der Kunstgeschichte bis hin zur außereuropäischen Ethnologie. Altes Schloss Im Alten Schloss befindet sich die Gemäldegalerie und das Digitallabor. Zudem werden dort Skulpturen, Fayencen und Teile der Antikensammlung der Justus-Liebig-Universität Gießen ausgestellt. Die großen Sonderausstellungen werden im ersten Obergeschoss gezeigt. Leib'sches Haus und Wallenfels'sches Haus Seit fast 900 Jahren prägen die beiden Häuser, das Leib’sche und Wallenfels’sche Haus am Kirchenplatz, das Stadtbild. Sie gehören in ihrem Ursprung zu den ältesten Gebäuden in Gießen. Derzeit sind sie aufgrund von Umbaumaßnahmen und der Einrichtung einer neuen Dauerausstellung bis voraussichtlich Herbst 2025 geschlossen. Der Ursprung der Häuser Im 14. Jahrhundert entstanden in Gießen viele Häuser innerhalb der ehemaligen Wasserburg. Ein Teil dieser Häuser wurde für so genannte Burgmannen gebaut, die für die militärische Sicherung der Burg und die Stadt zuständig waren. Eines davon war auch das Leib’sche Haus: Es wurde um 1350 erbaut und von der Familie Junkern von Rodenhausen bewohnt. Das Wallenfels’sche Haus wurde erst später im 18. Jahrhundert erbaut, jedoch wurde es auf Kellergewölben von Vorbauten errichtet. Hier wohnten die Herren von Schwalbach, die das Haus über 500 Jahre in Familienbesitz behielten. Die Namensgebung der Häuser Erst in der Mitte des 19. Jahrhunderts gingen die beiden Häuser in Privatbesitz über und kamen dadurch zu ihren heutigen Namen. Sie lassen sich auf die beiden Familien zurückführen, die ihre Läden dort etablierten: Die Leibs und die Wallenfels. Carl Ludwig Leib erwarb 1850 das Haus und eröffnete 1873 eine Vergolderei und Kunsthandlung. J. C. Wallenfels eröffnete 1857 eine Färberei und chemische Reinigung, die bis 1997 am Kirchplatz bestand. Die Häuser werden zu Museumshäusern Das Leib’sche und das Wallenfels’sche Haus wurden während des Bombenangriffs im Zweiten Weltkrieg stark beschädigt. Seit 1970 gehören sie der Stadt Gießen, die die Häuser nach dem Wiederaufbau dem Oberhessischen Museum überließ. Das Leib’sche Haus wurde am 10. September 1978 mit einer stadtgeschichtlichen und volkskundlichen Dauerausstellung eröffnet. Im Wallenfels’sche Haus folgte am 29. November 1987 die Eröffnung mit einer Dauerausstellung zu den Bereichen Archäologie, einer tibetischen Sammlung sowie der Präsentation der Antikensammlung der Justus-Liebig Universität. Seit der Einrichtung der Häuser wurde nicht mehr viel an den Ausstellungen verändert, weshalb sie nicht mehr zeitgemäß und vor allem nicht barrierefrei waren. Dies wird sich mit der neuen Dauerausstellung ändern. Sanierung und Umbau der Häuser Seit 2022 sind die beiden Häuser für Besucher:innen geschlossen und werden mit umfangreichen Sanierungs- und Umbauarbeiten für die neue Dauerausstellung vorbereitet.

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Weiterführende Literatur