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Basel

Wenn ich hier bin – Sammlung Gegenwart

»Und würde, wenn ich hier bin, die Welt mich anblicken«, lautet der Satz, der auf einem Bild von Rémy Zaugg aus den Jahren 1995/98 zu lesen ist. Er richtet sich an sein Gegenüber – an uns. Ein Kunstwerk hat seine eigene Geschichte, doch jede Begegnung mit ihm findet im Hier und Jetzt statt. Während das Werk selbst scheinbar dasselbe bleibt, betrachten es immer wieder andere Menschen – in einem neuen Kontext, zu einem anderen Zeitpunkt.

 

Wenn ich hier bin versammelt Werke aus den Jahren 1970 bis 2026 von mehr als fünfzig Künstler:innen, von denen fast die Hälfte in Basel lebt. Die Arbeiten stehen für eine große Bandbreite künstlerischer Arbeitsweisen und Zusammenhänge und stammen aus drei unterschiedlichen Basler Sammlungen: der Öffentlichen Kunstsammlung Basel, der Emanuel Hoffmann-Stiftung und dem Kunstkredit Basel-Stadt.
Die Ausstellung präsentiert Werke in wechselnden thematischen Konstellationen. Mal rückt der Raum in den Vordergrund, in dem wir uns als Betrachtende befinden. Mal liegt das Augenmerk auf Körpern und Porträts, auf Alltagsgegenständen und gesellschaftlichen Strukturen und mal auf der Landschaft, die vor uns liegt. Immer wieder geht es um das, was zwischen Vertrautem und Unbekanntem liegt.

 

Ausgehend von Zauggs poetischer Setzung fragt Wenn ich hier bin danach, was es bedeutet, von einem Ort zu kommen oder sich an einem Ort zu befinden. Zugleich richtet die Ausstellung den Blick darauf, wie Kunstwerke durch ihr gesellschaftliches Umfeld geprägt sind und wie sie sich zueinander verhalten.

 

Kuratiert von Team Gegenwart

Diese Ausstellung beginnt in
58
Tage
11
Std
52
Min
51
Sek
Termine
Start28.11.2026
Ende21.03.2027
Öffnungszeiten
Montaggeschlossen
Dienstag11:00–18:00
Mittwoch11:00–18:00
Donnerstag11:00–18:00
Freitag11:00–18:00
Samstag11:00–18:00
Sonntag11:00–18:00
Veranstaltungsort
Kunstmuseum Basel
Kunstmuseum BaselSt. Alban-Rheinweg 60, 4052 Basel (Gegenwart)

Der stetige Ausbau der Öffentlichen Kunstsammlung Basel, die mit dem 1661 angekauften Amerbach-Kabinett ihren Anfang nahm, machte über die Jahrhunderte hinweg mehrmals Umzüge der Sammlung innerhalb Basels erforderlich. 1936 wurde der Hauptbau am St. Alban-Graben eröffnet. 1980 fand mit dem Kunstmuseum Basel | Gegenwart eine erste Erweiterung statt, 2016 mit dem Neubau eine zweite. Der Hauptbau des Kunstmuseums Basel aus dem Jahr 1936 wurde von dem Basler Architekten Rudolf Christ zusammen mit dem Stuttgarter Baumeister Paul Bonatz, beide Vertreter einer konservativen Moderne, entworfen. Er war als reines Sammlungshaus konzipiert worden, eine Bestimmung, die er seit der Eröffnung des Neubaus im Frühjahr 2016 mit dessen speziell für Sonderausstellungen konzipierten Oberlichträumen wieder voll wahrnehmen kann. Im Erdgeschoss präsentiert sich heute die Sammlung Basler Kunst, im Zwischengeschoss die Werke der Sammlung Im Obersteg. Im ersten Obergeschoss finden sich die Sammlungen mit Kunst aus dem Mittelalter und der Renaissance sowie des 17., 18. und 19. Jahrhunderts. Werke der Klassischen Moderne und der Europäischen Nachkriegsmoderne werden im 2. Obergeschoss präsentiert. Schliesslich beherbergt der Hauptbau im Zwischengeschoss auch das Kupferstichkabinett sowie im Erdgeschoss den Shop und das Bistro Kunstmuseum. Im April 2016 eröffnete gegenüber dem Hauptbau und unterirdisch mit diesem verbunden ein drittes Haus: der Neubau, entworfen vom ortsansässigen Architekturbüro Christ & Gantenbein. Er ist sowohl für Sonderausstellungen als auch für Sammlungspräsentationen konzipiert. In den Oberlichtsälen im 2. Obergeschoss werden die grossen Sonderausstellungen präsentiert. Die anderen Geschosse sowie der unterirdische Verbindungstrakt zum Hauptbau sind für Sammlungswerke ab 1950 vorgesehen – mit Ausnahme des zeitgenössischen Kunstschaffens, das im Kunstmuseum Basel | Gegenwart gezeigt wird. Im Erdgeschoss des Neubaus befindet sich zudem eine zusätzliche Verkaufsstelle des Shops im Hauptbau. 1980 fand mit der Eröffnung des Museums für Gegenwartskunst am St. Alban-Rheinweg – eines der weltweit ersten Museen für zeitgenössische Kunst – eine erste Erweiterung des Kunstmuseums Basel statt. Heute trägt es den Namen Kunstmuseum Basel | Gegenwart. Das Kunstmuseum Basel | Gegenwart zeigt Werke zeitgenössischer Kunst aus den Beständen des Kunstmuseums Basel und der Emanuel Hoffmann-Stiftung sowie Sonderausstellungen. Neben wechselnden Sammlungspräsentationen, die stets in einen Dialog mit der Ausstellungstätigkeit treten, finden regelmäßig Vorträge und Diskussionen zu Themen aktueller Kunst statt sowie Werkbetrachtungen und Führungen.