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Rostock

Wer bin ich, dank dir? – Trauer (er)leben im 21. Jahrhundert

Vom 03.10.2026 bis 29.11.2026 lädt die Kunsthalle Rostock zu einer besonderen Ausstellung ein, die sich einem der wichtigsten und zugleich schwierigsten Themen unseres Lebens widmet: der Vergänglichkeit.

 

Unter dem Titel »Wer bin ich dank dir?« rückt die Ausstellung den Umgang mit Sterben, Tod und Trauer in den Mittelpunkt, jedoch stets mit einer sinnstiftenden Ausrichtung auf das Leben. Sie macht die Bedeutung von Abschied und Trauer im modernen Kontext sichtbar und eröffnet neue Perspektiven auf Verlust, Erinnerung und Verbundenheit.

 

Die Ausstellung zeigt unterschiedliche Ansätze und Erfahrungen, wie Menschen heute mit Verlusten umgehen und Trauer verarbeiten. Dabei wird deutlich, dass das Bewusstsein für die eigene Endlichkeit helfen kann, dem Sinn des eigenen Lebens näherzukommen.

 

Freuen Sie sich auf eine vielfältige Mischung aus Kunst, persönlichen Geschichten und interaktiven Elementen. Die Ausstellung schafft Raum für Reflexion, Begegnung, neue Gedanken und lädt dazu ein, den Blick bewusst auf das Leben im Hier und Jetzt zu richten.

 

Unser Leben ist geprägt von Veränderung, Herausforderungen und Wachstum. Wie hoffnungsvoll ist es, den Blick von der Frage »Wer bin ich ohne dich?« hin zu »Wer bin ich dank dir?« zu lenken. Bewusstes Abschiednehmen und heilsame Trauerprozesse können uns die Augen dafür öffnen, was unser Leben wertvoll macht und wie sehr wir durch andere Menschen geprägt werden.

 

Die Ausstellung entsteht in Kooperation mit den Trauerbegleiterinnen Anika Bull von Emotionsbewegung® und Andrea Schürgut von Feuermale sowie dem Bestatter Paul Bruhn.
Sie suchen Informationen und Anregungen für Ihren eigenen Abschied oder für den Umgang mit einer Verlusterfahrung? Kommen Sie vorbei und lernen Sie Rostocker Trauerbegleiter, Hospizdienste, Vereine, Pastoren und Seelsorger kennen! Beteiligen Sie sich an Gesprächsrunden oder finden Sie gemeinsam mit uns ein kreatives Ventil für Ihre Gefühle! Das umfangreiche Rahmenprogramm aus Vorträgen, Workshops und Filmvorführung enthält interessante Formate für Groß und Klein.
Ein breitgefächertes Angebot an Broschüren und Büchern bietet Ihnen die Möglichkeit, weitere Informationen zu bekommen.

Sie haben keine Zeit zu warten? Nehmen Sie bereits jetzt Kontakt zu unserem Trauernetzwerk auf.

 

Förderung und Unterstützung
Die Ausstellung entsteht in Kooperation mit den Trauerbegleiterinnen Anika Bull von Emotionsbewegung® und Andrea Schürgut von Feuermale sowie dem Bestatter Paul Bruhn. Unterstützt wird die Ausstellung durch Andere Zeiten e.V., das Onkologische Zentrum des Klinikums Südstadt Rostock sowie die Klinik und die Poliklinik für Hämatologie, Hämostaseologie, Onkologie, Stammzelltherapie und Palliativmedizin der Universitätsmedizin Rostock.

Diese Ausstellung endet in
38
Tage
8
Std
30
Min
13
Sek
Termine
Start03.10.2026
Ende29.11.2026
Öffnungszeiten
Montaggeschlossen
Dienstag11:00–18:00
Mittwoch11:00–18:00
Donnerstag11:00–18:00
Freitag11:00–18:00
Samstag11:00–18:00
Sonntag11:00–18:00
Veranstaltungsort
Kunsthalle Rostock
Kunsthalle RostockHamburger Straße 40, 18069 Rostock

Die Kunsthalle war ursprünglich als reiner Ausstellungspavillon für die Präsentation der Biennale der Ostseeländer, Norwegens und Islands, welche ab 1969 alle zwei Jahre zur Rostocker Ostseewoche ausgerichtet wurde, vorgesehen. Der Gründungsdirektor, Dr. Horst Zimmermann, begann entgegen dieser Konzeption bereits im Jahr 1964 damit, eine eigene Sammlung für die Kunsthalle anzulegen, um das Haus in den darauffolgenden Jahren auch als Kunstmuseum zu etablieren. Die für ein Museum typischen Aufgabenbereiche des Sammelns, Bewahrens, Forschens und Vermittelns gehörten (und gehören auch heute noch) zu den Kernkompetenzen der Kunsthalle. Neben der Biennale der Ostseeländer, Norwegens und Islands waren pro Jahr drei wissenschaftliche und sechs Kabinettausstellungen vorgesehen. Die Besonderheit des Ausstellungsprogramms zu Zeiten der internationalen Kunstausstellung der Ostseeländer war die weitestgehend unzensierte Präsentation von Kunst auch aus nicht-sozialistischen Ländern. Rostock galt in der ehemaligen DDR aufgrund seines Tourismus- und Industriehafens als »Tor zur Welt«. Abseits der internationalen Biennale präsentierte die Kunsthalle eine Vielzahl von thematisch vielfältigen Expositionen. Die Schwerpunkte lagen im Bereich Kunst der Ostdeutschen Moderne (sprich Kunst aus der DDR) sowie auf den Arbeiten von skandinavischen und regionalen Künstlern. Graphik, Plastik, Design und Malerei wurde ausgestellt. Internationale Kooperationen mit Institutionen und Künstlern aus Japan, Mexiko oder Frankreich wurden vereinzelt durchgeführt. Die Kunsthalle war stark in das gesellschaftliche Leben der Stadt Rostock eingebunden. Die Sammlung der Kunsthalle bestand bis zum Jahr 1990 vorwiegend aus Graphiken, Plastiken und Malereien. Der Großteil des Bestands wurde zwischen den Jahren 1964 und 1990 erworben oder der Sammlung durch Schenkungen angegliedert. Schwerpunkte dieser Sammlung bilden regionale Kunst, Werke der Ostdeutschen Moderne und aus den Ostseeanrainerstaaten. Das Konvolut der Sammlung zählte bis zum Jahre 1990 gut 500 Gemälde, 200 Plastiken und 7.000 Grafiken. In der Sammlung befinden sich bis heute auch druckgrafische Werke von Otto Dix, Max Liebermann, Ernst Barlach, Käthe Kollwitz und Emil Orlik sowie Werke finnischer Künstler. Im Bereich Plastik sind beispielhaft Werke von Joachim Jastram, Fritz Cremer, Felix Droese, Hermann Glöckner und Werner Stötzer zu nennen. Selbstportraits, Landschaftsmalerei und die Abbildung des täglichen Arbeiterlebens dominieren die Werke im Malereibestand. Darunter befinden sich Gemälde von Oskar und Otto Manigk, Kate Diehn-Bitt, Rudolf Austen, Susanne Kandt-Horn und Carl Lohse.