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Rendsburg

Wie geht es dir? Zeichner:innen gegen Antisemitismus, Hass und Rassismus

In eindringlichen Bildern und persönlichen Erzählungen versammelt die Ausstellung »Wie geht es dir?« 60 Comics von 48 renommierten Künstler:innen. Sie basieren auf Gesprächen mit Menschen, deren Leben durch den Hamas-Überfall auf Israel am 7. Oktober 2023 und die anhaltende humanitäre Katastrophe im Gaza-Streifen in unterschiedlicher Weise geprägt ist.

 

Die Ausstellung eröffnet einen vielstimmigen Raum. Die künstlerischen Arbeiten erzählen von jüdischen Perspektiven, von Verunsicherung und Bedrohung in Deutschland ebenso wie von wachsender Muslimfeindlichkeit und anderen Formen von Rassismus. Sie thematisieren eine Gegenwart, in der gesellschaftliche Spannungen zunehmen und zugleich oft Sprachlosigkeit herrscht.

 

»Wie geht es dir?« setzt genau hier an. Das Projekt versteht sich als bewusster Versuch, diese Sprachlosigkeit zu überwinden. Die beteiligten Zeichner:innen, wie beispielsweise Barbara Yelin oder Elke Renate Steiner, hören zu, führen Gespräche und übersetzen das Gehörte in Comics. Zeichnung wird hier zum Medium des Dialogs: sensibel, respektvoll und zugleich unmittelbar. Renommierte gesellschaftliche Akteur:innen wie Jouanna Hassoun, Mirjam Wenzel, Meron Mendel, und Burak Yilmaz waren bereit ihre Perspektive zu erzählen.

 

Die Ausstellung lädt dazu ein, hinzusehen, zuzuhören und Ambivalenzen auszuhalten. Sie versteht sich als Beitrag zu einem offenen gesellschaftlichen Gespräch: gegen Antisemitismus und Islamfeindlichkeit, Hass und Ausgrenzung und für Empathie, Dialog und gegenseitiges Verständnis.

 

Obwohl die Ausstellung bereits 2024 entstanden ist, hat sie nicht an Aktualität verloren. Im Gegenteil wird die Situation durch die fortgesetzten kriegerischen Auseinandersetzungen im Nahen Osten sowohl für die Menschen vor Ort, als auch für Betroffene in Deutschland immer bedrohlicher und komplizierter.

 

Initiiert wurde das Projekt von den Zeichner:innen Hannah Brinkmann, Nathalie Frank, Michael Jordan, Moritz Stetter, Birgit Weyhe und Barbara Yelin. Fachlich begleitet wird es von Dr. Véronique Sina (Goethe-Universität Frankfurt), unterstützt vom Internationalen Comic-Salon Erlangen sowie der Stadt Erlangen.

Diese Ausstellung endet in
10
Tage
19
Std
27
Min
16
Sek
Termine
Start18.06.2026
Ende31.07.2026
Öffnungszeiten
Montaggeschlossen
Dienstag11:00–16:00
Mittwoch11:00–16:00
Donnerstag11:00–16:00
Freitag11:00–16:00
Samstag11:00–16:00
Sonntag11:00–16:00
Veranstaltungsort
Jüdisches MuseumPrinzessinstraße 7–8, 24768 Rendsburg

Die 1999 gegründete Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen ist der bedeutendste Museumsverbund des Landes Schleswig-Holstein. In die Stiftung ist das Zentrum für Baltische und Skandinavische Archäologie (ZBSA) als außeruniversitäre Forschungseinrichtung integriert. Mit ihren Schwerpunkten Archäologie, Kunst und Kulturgeschichte sowie Volkskunde erzählen die Museen der Stiftung die Geschichte Schleswig-Holsteins und seiner Menschen von der Steinzeit bis in die Gegenwart. Die Vielfalt ihrer Häuser und Abteilungen ist ein lebendiges Abbild des Landes, dessen reiches Erbe hier gesammelt, erforscht, bewahrt, vermittelt, ausgestellt und verwaltet wird. Hierzu gehören: – das Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte auf Schloss Gottorf – das Archäologische Landesmuseum in Schleswig auf Schloss Gottorf, – das Zentrum für Baltische und Skandinavische Archäologie (ZBSA), – das Wikinger Museum Haithabu bei Schleswig, – das Eisenkunstguss-Museum Büdelsdorf, – das Freilichtmuseum Molfsee – Landesmuseum für Volkskunde, – das Jüdische Museum Rendsburg, – das Kloster Cismar