Wu Tsang und Enrique Fuenteblanca entwickeln im Rahmen von »ReCollect!« eine Intervention mit Werken aus der Sammlung des Kunsthauses Zürich und einer neuen Soundinstallation. »La montaña invertida« verwandelt den Kuppelsaal in einen Raum des Hörens, Fühlens und Umdenkens.
Wu Tsang, von 2019 bis 2024 Hausregisseurin am Schauspielhaus Zürich, kehrt gemeinsam mit Enrique Fuenteblanca an den Heimplatz zurück. Im Rahmen der Reihe »ReCollect!« präsentieren sie mit La montaña invertida eine Intervention mit Werken aus der Sammlung und einer neuen Soundinstallation.
Ausgangspunkt ist das Motiv des Bergs – ein Symbol für Rückzug, Erhabenheit, Mythos. Tsang und Fuenteblanca kehren die Perspektive um: Was heißt es, aus der Tiefe zu sehen, mit den Ohren zu schauen? Ihre Intervention eröffnet andere Zugänge – jenseits etablierter Sichtweisen.
Klangarchiv der Erinnerung
Im Kuppelsaal trifft eine Klanginstallation – entwickelt in einer künstlerischen Klausur im Klanghaus Toggenburg – auf Werke aus der Sammlung. Das Stück vereint Flamenco, Geräusch und zeitgenössische Komposition; beteiligt waren u.a. Mitglieder von Moved by the Motion, Rocío Márquez und Katia LeDoux.
Die Klanglandschaft wird durch Arbeiten von Marianne von Werefkin, Ernst Ludwig Kirchner oder Nedko Solakov ergänzt. Meisenbachs Aufnahme vom Monte Verità verbindet Bewegung, Körper und Reformkultur.
Ab Frühjahr 2026 wird die Intervention im Grafikraum fortgesetzt. Themen wie Identität, Erinnerung und der Mythos Carmen werden aus neuen Blickwinkeln erfahrbar – eine vielschichtige Geste, kuratiert von Raphael Gygax.
Die Ausstellung wird von The Leir Foundation unterstützt.