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München

Yalla. Arabisch-jüdische Berührungen

Eine Ausstellung des Jüdischen Museums Hohenems in Kooperation mit dem Jüdischen Museum München

 

Die Geschichte von Jüdinnen und Juden in Nordafrika und Westasien ist von enger kultureller Nähe zu ihrem vielfältigen arabischen Umfeld und von gegenseitiger Bereicherung ebenso geprägt wie von Brüchen, Ausgrenzung und Gewalt. Sie erzählt von Nachbarschaft und Austausch, von gemeinsamen Sprachen, Musik- und Denktraditionen. Diese geteilte Vergangenheit wurde jedoch im Laufe des 20. Jahrhunderts zunehmend ideologisch überformt oder verdrängt. Erst mit dem wachsenden Selbstbewusstsein der »Misrachim«, also Jüdinnen und Juden aus arabisch geprägten Kultur- und Sprachräumen im heutigen Israel, rückte diese Vergangenheit wieder stärker ins öffentliche Bewusstsein.

 

An die Fragen nach Selbstverständnis und historischer Erinnerung knüpft die Ausstellung an. Sieben Künstler:innen jüdischer Herkunft mit familiären Wurzeln in verschiedenen Regionen Nordafrikas und Westasiens erkunden in ihren Arbeiten jüdische Identitäten in diesem Spannungsfeld. Ihre Werke verbinden persönliche Erinnerungen mit historischen Erfahrungen. Sie erzählen von Exil und Verlust, von gesellschaftlicher Marginalisierung und von Brüchen in der Weitergabe von Geschichte. So entsteht ein vielstimmiger Raum, in dem Vergangenheit nicht abgeschlossen ist, sondern bis in die Gegenwart nachwirkt. Zugehörigkeit erscheint dabei als eine bewegliche und oft widersprüchliche Erfahrung − zwischen Kulturen, Sprachen und Erinnerungen.

 

Künstler:innen: Eliyahu Fatal_Eli Petel | Hori Izhaki | Dana Flora Levy | Dor Zlekha Levy | Joseph Sassoon Semah | Mona Yahia | Tamir Zadok | Liron Lavi Turkenich

 

Kurator:innen: Anika Reichwald, Hanno Loewy (Hohenems) | Ulrike Heikaus (München)

 

Kuratorin Kulturvermittlung: Sapir von Abel (München)

 

Ausstellungsgestaltung: atelier roland stecher

Diese Ausstellung endet in
129
Tage
11
Std
30
Min
26
Sek
Termine
Start29.04.2026
Ende28.02.2027
Öffnungszeiten
Montaggeschlossen
Dienstag10:00–18:00
Mittwoch10:00–18:00
Donnerstag10:00–18:00
Freitag10:00–18:00
Samstag10:00–18:00
Sonntag10:00–18:00
Veranstaltungsort
Jüdisches Museum München
Jüdisches Museum MünchenSankt-Jakobs-Platz 16, 80331 München

Das Jüdische Museum München ist ein lebendiger Ort für die Vielfalt jüdischer Geschichte und Kultur, für die Unterschiedlichkeit jüdischer Lebenswelten und Identitäten und die Beschäftigung mit Themen der Migration und Teilhabe. Das Jüdische Museum München vermittelt die Vielfalt jüdischer Geschichte, Kunst und Kultur von der Vergangenheit bis heute. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf München und Bayern. Es versteht sich als Ort der Begegnungen mit und für seine Besucher:innen. Das Museum hat es sich zur Aufgabe gemacht, multiperspektivische Sichtweisen auf jüdische Lebenswelten zu vermitteln. Insbesondere für Schulen und Bildungseinrichtungen gibt es ein spezielles Angebot aus dialogischen Rundgängen und interaktiven Workshops. Das Bildungsprogramm des Museums richtet sich an Kinder ab der 2. Klasse, Jugendliche und junge Erwachsene. Fortbildungen für Lehrkräfte zu jüdischer Geschichte und Kultur sind auf Anfrage und nach Verfügbarkeit möglich. Architektur – Das Jüdische Zentrum am St.-Jakobs-Platz In direkter Nachbarschaft zu Marienplatz und Viktualienmarkt am St.-Jakobs-Platz befindet sich ein einzigartiges architektonisches Ensemble, das in seiner Lebendigkeit und Vielseitigkeit die Münchner Stadtgesellschaft entscheidend prägt: Das Jüdische Zentrum, bestehend aus der 2006 eingeweihten Hauptsynagoge, dem Gemeindezentrum der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern und dem 2007 eröffneten Jüdischen Museum München, das in der Trägerschaft der Landeshauptstadt München liegt. Das Architektenteam Wandel, Hoefer, Lorch konnte mit seinem Wettbewerbsbeitrag – den drei eigenständigen, kubisch gestalteten Gebäuden – überzeugen. Die kunstvolle Schaffung einer architektonischen Einheit trotz dreier voneinander losgelöster Gebäude, gelingt vor allem durch die Verwendung des Travertin-Steins aus der Schwäbischen Alb als verbindendem Baumaterial. Auch wird der Eindruck der Einheitlichkeit durch die miteinander korrespondierende Formensprache unterstützt und durch Blickachsen und Passagen zwischen den drei Gebäuden für die Öffentlichkeit erlebbar gemacht.