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Waldenbuch

Zwischen Ordnung und Leben – Konstruktive Kunst heute

Wie zeigt sich die konstruktive Kunst heute? Welche Ideen entstehen aus klaren Ordnungsstrukturen und wie werden sie künstlerisch umgesetzt? Die Ausstellung Zwischen Ordnung und Leben. Konstruktive Kunst heute gibt anhand von acht Positionen einen exemplarischen Einblick in aktuelle Entwicklungen. Neben Malereien und Zeichnungen sind zahlreiche Plastiken, Assemblagen und Objekte wie auch einige Installationen zu sehen, die eigens für die Schau konzipiert wurden.

 

Ein geometrisches Formenvokabular und ein planvolles Vorgehen werden in diesen Werken nicht als rein formalistische oder starre Systeme verstanden, sondern als offenes Feld für die Entfaltung neuer künstlerischer Konzepte. Die Ausstellung zeichnet so ein erweitertes und vielschichtiges Bild gegenwärtiger konstruktiver Kunst: Im Mittelpunt stehen Fragen nach Phänomenen des Alltags sowie die Beziehung zur Lebenswirklichkeit, zu ihren sozialen Strukturen und individuellen Erfahrungsräumen. Diese Rückbindung an die Realität entsteht häufig bereits dadurch, dass die Künstlerinnen und Künstler ihre Arbeiten aus Dingen des Alltags wie Möbeln, Zuckerwürfeln oder Fadengardinen gestalten. Manchmal entstehen aus banalen Gebrauchsutensilien – etwa aus Verpackungsmaterialien – utopisch anmutende Architekturen und fantastische Szenarien, in die bisweilen auch Fundstücke aus der Natur einbezogen werden.

 

In einigen Gemälden der Ausstellung wirken kräftige Farben und eine klare Formensprache. Sie bewegen sich an der Schnittstelle von Abstraktion und Gegenständlichkeit. Die Bilder assoziieren zum Beispiel vertraute Landschaften oder verweisen auf indigene Symbolsysteme. Oft haben diese biografisch geprägten Werke einen deutlichen Bezug zur fernen Heimat ihrer Erschafferinnen. Ihnen stehen Arbeiten gegenüber, in denen die Strenge geometrischer Ordnungen bewusst durch einen malerischen Farbauftrag oder durch handgezeichnete Linien, Verschiebungen, Lücken, Knicke oder Falten aufgebrochen und belebt wird. 

 

Mit Werken von Nándor Angstenberger, Doris Erbacher, Clare Goodwin, Erika Hock, Peter K. Koch, Mona Radziabari, Nicola Staeglich, Amalia Valdés

 

Eröffnung: 24. Oktober 2026, 17 Uhr

Diese Ausstellung beginnt in
3
Tage
0
Std
51
Min
2
Sek
Termine
Start25.10.2026
Ende18.04.2027
Öffnungszeiten
Montaggeschlossen
Dienstag11:00–18:00
Mittwoch11:00–18:00
Donnerstag11:00–18:00
Freitag11:00–18:00
Samstag11:00–18:00
Sonntag11:00–18:00
Veranstaltungsort
Museum Ritter
Museum RitterAlfred-Ritter-Straße 27, 71111 Waldenbuch

Das Museum Ritter wurde für die umfangreiche Sammlung geometrisch-abstrakter Kunst von Marli Hoppe-Ritter, der Miteigentümerin der Firma Ritter Sport, gegründet und im September 2005 eröffnet. Mit jährlich drei bis vier Ausstellungen präsentiert es Werke aus der Sammlung zum Thema Quadrat. Daneben werden Einzelausstellungen zu Künstlerinnen und Künstlern der Sammlung sowie Sonderausstellungen zu sammlungsspezifischen Themen gezeigt. Als private Institution widmet sich das Museum Ritter der Präsentation, Förderung und Vermittlung vorwiegend konstruktiv-konkreter Kunst. Getragen wird es von der Marli Hoppe-Ritter-Stiftung zur Förderung der Kunst. Somit handelt es sich nicht um ein Firmenmuseum im klassischen Sinn. Das private Museum ist zudem gänzlich unabhängig von der öffentlichen Hand. Ziel des Museums ist es, die Sammlung Marli Hoppe-Ritter einem breiten Publikum bekannt zu machen und die geometrisch-abstrakte Kunst zu fördern. Neben den Ausstellungen trägt hierzu das abwechslungsreiche Veranstaltungsprogramm bei. Mit vielfältigen Angeboten für unterschiedliche Besuchergruppen laden wir zur Begegnung mit der Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts ein. Eine professionelle und zuvorkommende Betreuung des Publikums und qualitativ hochwertige Vermittlungsangebote sind für uns selbstverständlich. Es ist unser Wunsch, viele Menschen für Kunst zu begeistern, offene und kreative Dialoge zu fördern sowie nachhaltige Impulse zu setzen. Die gezielte Förderung von Kindern und Jugendlichen halten wir dabei für besonders wichtig. Das Museum Ritter ist ein lebendiges Forum für die Begegnung mit Kunst. Die Museumsgründerin Marli Hoppe-Ritter versteht ihre Sammlung als Kulturgut, das sie der Öffentlichkeit zugänglich macht. Somit ist das Museum Ritter eine zukunftsorientierte Investition für die Gesellschaft.