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Kiel

Zwischen Sammlung und Sanierung – Die Kunsthalle zu Kiel zu Gast im Landeshaus

Im Rahmen ihrer gemeinsamen Reihe »Kulturland Schleswig-Holstein« präsentieren der Landtag und die Investitionsbank Schleswig-Holstein (IB.SH) eine Gastausstellung der Kunsthalle zu Kiel. Während das Kieler Museum saniert wird, ist eine Auswahl seiner Sammlung im Landeshaus zu sehen.

 

Die Ausstellung verbindet zwei Perspektiven: Sie nimmt die vorübergehende Schließung der Kunsthalle zum Anlass, um auf die wechselvolle Geschichte des 1909 eröffneten Museums am Düsternbrooker Weg und seines Gebäudes zurückzublicken. Historische Fotografien und Dokumente aus den Archiven der Kunsthalle und des Schleswig-Holsteinischen Kunstvereins erzählen die Entwicklung des Hauses von seinen Anfängen bis in die Gegenwart.

 

Diesen Zeugnissen der Museumsgeschichte stehen ausgewählte Gemälde, Skulpturen und Fotografien aus unserer Sammlung gegenüber. Die Werke verfügen über vielfältige Bezüge zu Themen wie Architektur, Konstruktion und Bauen.

 

Sie eröffnen unterschiedliche Perspektiven auf die gebaute Umwelt und die Frage, wie Menschen Räume gestalten und nutzen. Die Auswahl reicht von Kunst des späten 19. Jahrhunderts bis in die Gegenwart und verdeutlicht den Facettenreichtum der Sammlung. So verbindet die Ausstellung historische Einblicke mit einem Streifzug durch rund hundert Jahre Kunstgeschichte.

 

 

Künstler:innen


Oswald Achenbach, Carl Arp, Bettina von Arnim, Martin Assig, August Gaul, Albert Johannsen, Andreas M. Kaufmann, Franz Radziwill, Erich Reusch, Christian Rohlfs, Karl Peter Röhl, Michael Wesely

Diese Ausstellung endet in
61
Tage
4
Std
30
Min
59
Sek
Termine
Start16.09.2026
Ende29.11.2026
Öffnungszeiten
Montag10:00–18:00
Dienstag10:00–18:00
Mittwoch10:00–18:00
Donnerstag10:00–18:00
Freitag10:00–18:00
Samstag10:00–18:00
Sonntag10:00–18:00
Veranstaltungsort
LandeshausDüsternbrooker Weg 70, 24105 Kiel

Die Kunsthalle zu Kiel ist eine für Schleswig-Holstein und darüber hinaus einzigartige Einrichtung in besonderer Lage an der Kieler Förde. Sie gehört zur Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und ist außerdem Sitz des 1843 gegründeten Schleswig-Holsteinischen Kunstvereins. Ihre Sammlung zeichnet sich unter anderem durch Schwerpunkte in der Kunst des 19. Jahrhunderts, im Expressionismus und in der internationalen Gegenwartskunst aus. Die Kunsthalle bietet eine rege Sonderausstellungstätigkeit. An ihrem heutigen Standort verdankt sich die Kunsthalle dem Vermächtnis von Charlotte Hegewisch, genannte Lotte Hegewisch (Kiel, 1822–1903). Das Haus beherbergt unter eigener Leitung auch die Antikensammlung. Die Kunsthalle liegt erhöht oberhalb der Förde am Schlossgarten. In ihrer unmittelbaren Nachbarschaft gruppieren sich mit dem Zoologischen Museum und dem Haus der Medizinhistorischen Sammlung weitere universitäre Museen um den Schlosspark. Außenskulpturen, u.a. von Per Kirkeby, erweitern die Ausstellungsfläche der Kunsthalle bis in den Schlosspark hinein. Kunsthalle und Christian-Albrechts-Universität zu Kiel Die Kunsthalle ist seit 1971 eine eigenständige Einrichtung der Christian-Albrechts-Universität (CAU). Zuvor leitete der jeweilige Lehrstuhlinhaber für Kunstgeschichte das Haus. Im Rahmen der universitären Lehre bietet das Haus für Studierende regelmäßig Übungen vor Originalen sowie Einblicke in die musealen Arbeitsgebiete an. Kooperationsprojekte, Tagungen und der wissenschaftliche Austausch gehören zu dem lebendigen universitären Miteinander. Neben der Kunsthalle sind weitere Museen und Sammlungen Teil der CAU. Das Gebäude An dem Entwurf des Gebäudes arbeiten nacheinander verschiedene Architekten. Der Anfangsentwurf stammt von Georg Thür, den Georg Lohr maßgeblich weiterentwickelt. 1909 eröffnet die Kunsthalle am Düsternbrooker Weg. Das Haus erfährt im Zweiten Weltkrieg starke Zerstörungen und ist erst 1958 dem Publikum wieder zugänglich. Rund dreißig Jahre später entwirft der Architekt Diethelm Hoffmann einen Erweiterungsbau, der seit 1986 Raum für weitere Ausstellungsflächen, Vermittlungsangebote und die Fachbibliothek bietet. Seit 2012 öffnet ein neuer, von Sunder-Plassmann Architekten entworfener Eingangsbereich die Kunsthalle zur Kieler Förde. Die charakteristischen Wisente von August Gaul haben die schweren Kriegszerstörungen überstanden und stehen heute wieder vor dem Haus.