München
Museum

Bayerisches Nationalmuseum

Prinzregentenstraße 3, 80538 München

Das Bayerische Nationalmuseum zählt zu den größten Museen Deutschlands. Es wurde 1855 vom bayerischen König Maximilian II. gegründet und entwickelte sich schnell zu einem Leuchtturm in der Museumswelt. Seit 1900 ist es in einem markanten Gebäudekomplex an der Münchner Prinzregentenstraße beheimatet. Ab 1971 entstanden mehrere Zweigmuseen an verschiedenen Orten des Freistaates Bayern, die sich speziellen kunst- und kulturhistorischen Themen widmen.

 

Der historische Kern der Sammlungen basiert auf dem Kunstbesitz der Wittelsbacher, der die europaweiten Verbindungen dieser bayerischen Herrscherdynastie widerspiegelt. Zugleich mehrten Stiftungen, Schenkungen und spektakuläre Erwerbungen den Bestand. Bis heute wird er auf diese Weise fortlaufend erweitert.

 

Die Sammlungen umfassen Meisterwerke der europäischen Kunst vom Mittelalter bis zum Jugendstil, darunter Skulpturen, Gemälde, Goldschmiedekunst und Elfenbeinschnitzerei. Neben Porzellan, Textilien, Möbeln, Waffen und Musikinstrumenten beinhalten sie auch spektakuläre Zeugnisse der Alltagskultur. Weltberühmt ist die Sammlung zur Krippenkunst aus dem 17. bis 20. Jahrhundert.

Veranstaltungen und Ausstellungen

24.07.26 - 15.11.26

Kuckuckseier – Neue Kunst trifft alte Kunst

Aktuelle Werke der bildenden Kunst verwandeln das Museum in einen besonderen Schau- und Denkraum auf Zeit. 25 Mitglieder der traditionsreichen Vereinigung vor allem in Bayern beheimateter Künstlerinnen und Künstler, die von der klassischen Skulptur bis zur Videokunst unterschiedlichste bildnerische Positionen des 21. Jahrhunderts vertreten, kommentieren und konterkarieren das gewohnte Bild des Ausstellungsparcours in mehreren Sälen des Hauptgeschosses. Unter dem provokativen Motto »Kuckuckseier« begegnen zeitgenössische Arbeiten jahrhundertealten Zeugnissen menschlicher Kreativität und eröffnen spannungsreiche Dialoge.

 

Als Bereicherung im Sinne schöpferischer Störfaktoren bilden sie inspirierende Pfeiler spekulativer Brückenschläge zwischen den Epochen, deren künstlerischen Formen und Vorstellungen.

Die Intervention gleicht einer prickelnd aufgeladenen Spannungsstudie und ist zugleich eine originelle Schulung unserer Wahrnehmung: Nachdenklich, tiefgründig oder humorvoll, immer aber treffsicher und unterhaltsam schärft sie den Blick auf Befindlichkeiten des Menschen in Vergangenheit und Gegenwart aus der Perspektive der Kunst.

 

Ausstellende Künstlerinnen und Künstler: Eike Berg, Nicole Frenzel, Anna Frydman, Patricija Gilyte, Baldur Geipel, Esther Glück, Monika Humm, Martin Kargruber, Manfred Mayerle, Elisabeth Mehrl, Daisuke Ogura, Christine Ott, Olaf Probst, Ulrike Prusseit, Maria Rucker, Eva Ruhland, Frauke Sohn, Rose Stach, Thomas Sterna, Kiki Stickl, Cosima Strähhuber, SusanneThiemann, Gottlind Timmermanns, Felix Weinold, Andreas Zingerle

24.09.26 - 17.01.27

Liminal Spaces – Hinterglasmalerei von Fride Wirtl-Walser

Liminal Spaces sind menschenleer empfundene, für einen Moment der Zeit enthobene Räume, mit anderen Worten Nicht-Orte. Zugleich malerisch und unheimlich, markieren sie Übergange zwischen dem, was war, und dem, was kommt. Im Werk von Fride Wirtl-Walser (geb. 1932) sind solche uneindeutigen Raumsituationen allgegenwärtig und bilden eine Art Galerie der Zwischenwelten.

Wirtl-Walser studierte Bildhauerei an der Stuttgarter sowie Malerei und Glaskunst an der Münchner Kunstakademie. Sie lebt im oberbayerischen Peinting und zählt zu den bedeutendsten Vertretern der zeitgenössischen Hinterglasmalerei.

Hinterglaskunst ist die Symbiose aus handwerklicher Präzision und ästhetischem Anspruch, aus Lichtbrechung und Raumtiefe. Sie ist wie geschaffen für eine Ästhetik des Zweifelhaften, Unheimlichen und Schönen. Durch den Farbauftrag auf der Rückseite der Scheibe entsteht eine glatte, kühle Oberfläche, die das Auge distanziert und gleichzeitig tief in das Motiv hineinzieht. Die Brillanz des Glases verleiht den Farben eine fast surreale Leuchtkraft.

Aus der großzügigen Schenkung der Künstlerin an das Bayerische Nationalmuseum im Jahr 2025 sind 38 Bilder zu sehen, die faszinierende Ansichten von natürlichen und künstlichen, konkreten und abstrakten Räumen zeigen. Sämtlich zeugen sie von der Fantasie und Kreativität der Künstlerin, reflektieren ihre innere Haltung, Denkweise und mentale Grundeinstellung. Sie laden zu einer abwechslungsreichen visuellen Expedition ein. 

Standort
Standort
Prinzregentenstraße 3, 80538 München
Öffnungszeiten
Montaggeschlossen
Dienstag10:00–17:00
Mittwoch10:00–17:00
Donnerstag10:00–20:00
Freitag10:00–17:00
Samstag10:00–17:00
Sonntag10:00–17:00
Teilen