Worpswede
Museum

Der Worpsweder Museumsverbund

Im Schluh 35–37, 27726 Worpswede

Die Worpsweder Museumslandschaft hat sich über viele Jahrzehnte als ein Nebeneinander unterschiedlicher, zumeist aus privater Initiative entstandener Institutionen entwickelt.

 

Zwischen 2007 und 2012 nutzten die bis dahin unabhängig voneinander arbeitenden Worpsweder Museen Barkenhoff, Große Kunstschau, Haus im Schluh und Worpsweder Kunsthalle die einmalige Chance, sich in einem gemeinsamen Projekt unter Federführung des Landkreises Osterholz und der Gemeinde Worpswede baulich und konzeptionell grundlegend zu erneuern. Sie modernisierten und erweiterten ihre Häuser und arbeiten seit 2010 im »Worpsweder Museumsverbund« eng zusammen. Innerhalb des Museumsverbundes leistet jedes Haus mit seiner Geschichte und seinem Profil einen unverwechselbaren Beitrag zum Gesamterlebnis des Künstlerdorfes Worpswede.

 

Im Zentrum dieser Zusammenarbeit steht seitdem neben der gegenseitigen internen Abstimmung und Unterstützung in allen Bereichen der Museumsarbeit die regelmäßige Realisierung von großen Gemeinschaftsausstellungen in allen vier Museen. Zu den bisherigen Höhepunkten dieser Zusammenarbeit zählen die Ausstellungen »Heinrich Vogeler. Künstler, Träumer, Visionär« (2012), »Mythos & Moderne« und »INPUT/OUTPUT« zum 125-jährigen Jubiläum der Künstlerkolonie Worpswede 2014 und »Kaleidoskop Worpswede« – der Beitrag der Worpsweder Museen zum 800-jährigen Ortsjubiläum 2018.

Veranstaltungen und Ausstellungen

07.02.26 - 01.11.26

ANGEWANDT. Frau + Design (Impuls Paula – Zum 150. Geburtstag von Paula Modersohn-Becker)

Am 8. Februar 2026 wäre Paula Modersohn-Becker 150 Jahre alt geworden. Zu ihren Lebzeiten verkaufte die Künstlerin kaum eines ihrer Gemälde. Erst in den Jahrzehnten nach ihrem Tod erkannte die Kunstwelt die Magie, die in ihrem ganz eigenen Stil steckt. Heutzutage gelten die Bilder als Meilensteine des Expressionismus. Mit ihrem Schaffen und auch ihrem Leben war Paula Modersohn-Becker Vorbild und Inspirationsquelle zugleich. Zeitgenössische Künstler:innen, wie beispielsweise die französische Malerin Inès Longevial, lassen sich von ihr beflügeln.

 

Welche dieser Anregungen sind in der Kunst anderer sichtbar? Jedes der vier Worpsweder Museen folgt einer anderen Spur. Im Zentrum steht jeweils eines der Werke Paula Modersohn-Beckers. Sie geben die Impulse, die sich wie rote Fäden durch die Ausstellungen ziehen. Mal ist es der Blick auf sich selbst, mal ist es der Blick auf andere. Mal ist es die Haltung zum Gegenüber, die sich im Gemälde zeigt, und mal ist es ein Ausflug in ganz andere Sparten der Kunst. Aber immer ist es eine spannende Fährte, der die Besucherinnen und Besucher folgen können.

 

Paula Modersohn-Becker ist als Malerin bekannt und berühmt. Kaum jemand weiß, dass sie um 1900 einen künstlerischen Ausflug unternahm: in das Textildesign. Es entstand ein Bildteppich im Jugendstil mit dem Titel Apfelbaum. Sie fertigte in dieser Zeit für ihre Freundin Martha Vogeler auch die Entwurfsskizze Martha und Paula Schafe hütend an. Ein halbes Jahrhundert später, 1957, setzte Martha Vogler diese Skizze in ihrer Weberei im Haus im Schluh in einen Bildteppich um. Dieses kleine Werk gab den Impuls zu einer Ausstellung, die sich ganz der angewandten Kunst von Frauen widmet – von 1920 bis heute.

 

Textilkunst und Mode, Arbeiten aus Porzellan und Keramik, Stücke aus Silber und Messing, Werbegrafik und Fotografie: ›ANGEWANDT. Frau + Design‹ präsentiert Arbeiten von 15 Künstlerinnen und Designerinnen, die sich erfolgreich in diversen Sparten verwirklichten und verwirklichen, und deren Schaffen auch im Kontext Worpswedes gesehen werden kann.

 

Die mexikanische Künstlerin Claudia A. Cruz, GEDOK Bremen, bereichert und reflektiert die Ausstellung mit ihrem Werk Ode an die Kettfäden von 2024.

 

 

Ausgestellte Künstlerinnen

 

Erna Bertelsmann, Claudia A. Cruz, Ruth Dodenhoff, Lotte Heidelbach, Sofia Hermens Fernandez, Eva Kausche, Käthe Kruse, Beate Leonards, Julia Meiners, Paula Modersohn-Becker, Alen Müller-Hellweg, Ingrid Ripke-Bolinius, Martel Schwichtenberg, Martha Vogeler, Mieke Vogeler, Heide Weichberger

07.02.26 - 01.11.26

ich bin/du bist. Menschenbilder (Impuls Paula – Zum 150. Geburtstag von Paula Modersohn-Becker)

Am 8. Februar 2026 wäre Paula Modersohn-Becker 150 Jahre alt geworden. Zu ihren Lebzeiten verkaufte die Künstlerin kaum eines ihrer Gemälde. Erst in den Jahrzehnten nach ihrem Tod erkannte die Kunstwelt die Magie, die in ihrem ganz eigenen Stil steckt. Heutzutage gelten die Bilder als Meilensteine des Expressionismus. Mit ihrem Schaffen und auch ihrem Leben war Paula Modersohn-Becker Vorbild und Inspirationsquelle zugleich. Zeitgenössische Künstler:innen, wie beispielsweise die französische Malerin Inès Longevial, lassen sich von ihr beflügeln.

 

Welche dieser Anregungen sind in der Kunst anderer sichtbar? Jedes der vier Worpsweder Museen folgt einer anderen Spur. Im Zentrum steht jeweils eines der Werke Paula Modersohn-Beckers. Sie geben die Impulse, die sich wie rote Fäden durch die Ausstellungen ziehen. Mal ist es der Blick auf sich selbst, mal ist es der Blick auf andere. Mal ist es die Haltung zum Gegenüber, die sich im Gemälde zeigt, und mal ist es ein Ausflug in ganz andere Sparten der Kunst. Aber immer ist es eine spannende Fährte, der die Besucherinnen und Besucher folgen können.

 

Mit ihren Porträts zeigte Paula Modersohn-Becker Menschen auf eine neue Art und Weise. Ihre Menschenbilder stellen Schönheitsideale auf den Kopf. Statt das Gegenüber detailgetreu und vielleicht sogar idealisiert wiederzugeben, fangen sie das Wesen ein. Sie reduzieren die Menschen auf das Essenzielle und überraschen mit psychologischer Tiefe.

 

Diese Herangehensweise war ein vollkommen neuer Ansatz für die Porträtmalerei. Deshalb stellt der Barkenhoff Paula Modersohn-Beckers Mädchen mit Perlenkette ins Zentrum der Ausstellung und erkundet davon ausgehend die Entwicklung von Porträts aus mehr als einem Jahrhundert. In der Gegenüberstellung historischer und zeitgenössischer Werke wird sichtbar, wie sich der Blick auf den Menschen wandelt – und welche Rollen der Zeitgeist, Individualität und Selbstinszenierung dabei spielen.

 

 

Gegenwartskünstler:innen in der Ausstellung

 

Heike Kati Barath (http://heikekatibarath.de)

David Didebulidze

Margarete Hecker 

Andrea Lühmann

Insook Ju und  Sukyun Yang (https://yangjubang.de)

Wiebke Mertens (www.wiebkemertens.com)

Sibylle Springer (https://sibyllespringer.com)

 

 

Historische Künstler:innen in der Ausstellung

 

Marie Bock, Carl Eeg, Bernhard Hoetger, Horacio Butler, Hans am Ende, Bernhard Hoetger, Alfred Kollmar, Rudolf, Kortokraks, Annelise Kretschmer, Paula Modersohn-Becker, Ottilie Reylaender, Rainer Maria Rilke, Clara Rilke-Westhoff, Albert Schiestl-Arding, Paul Schroeter, Georg Tappert, Tetjus Tügel, Bram van Velde, Heinrich Vogeler

07.02.26 - 01.11.26

Respekt! (Impuls Paula – Zum 150. Geburtstag von Paula Modersohn-Becker)

Am 8. Februar 2026 wäre Paula Modersohn-Becker 150 Jahre alt geworden. Zu ihren Lebzeiten verkaufte die Künstlerin kaum eines ihrer Gemälde. Erst in den Jahrzehnten nach ihrem Tod erkannte die Kunstwelt die Magie, die in ihrem ganz eigenen Stil steckt. Heutzutage gelten die Bilder als Meilensteine des Expressionismus. Mit ihrem Schaffen und auch ihrem Leben war Paula Modersohn-Becker Vorbild und Inspirationsquelle zugleich. Zeitgenössische Künstler*innen, wie beispielsweise die französische Malerin Inès Longevial, lassen sich von ihr beflügeln.

 

Welche dieser Anregungen sind in der Kunst anderer sichtbar? Jedes der vier Worpsweder Museen folgt einer anderen Spur. Im Zentrum steht jeweils eines der Werke Paula Modersohn-Beckers. Sie geben die Impulse, die sich wie rote Fäden durch die Ausstellungen ziehen. Mal ist es der Blick auf sich selbst, mal ist es der Blick auf andere. Mal ist es die Haltung zum Gegenüber, die sich im Gemälde zeigt, und mal ist es ein Ausflug in ganz andere Sparten der Kunst. Aber immer ist es eine spannende Fährte, der die Besucherinnen und Besucher folgen können.

 

Paula Modersohn-Becker malte häufig Frauen aus bäuerlichen Verhältnissen oder aus dem Armenhaus in Worpswede. Ihre Werke zeigen die intensive Auseinandersetzung mit dieser Situation. Man spürt zugleich Nähe, aber auch Distanz, man sieht Anteilnahme, aber auch Beobachtung. Die junge Malerin war sich des sozialen Gefälles zu ihren Modellen bewusst und äußerte darüber auch ihr Unbehagen.

 

Die Ausstellung stellt Paula Modersohn-Beckers eindrucksvollen Halbakt einer sitzenden Bäuerin in den Mittelpunkt und fragt nach eben dieser Auseinandersetzung. Wie verhalten sich eigentlich Künstlerinnen und Künstler zu den Menschen, die sie porträtieren? Welche Haltungen spiegeln sich in den Darstellungen, damals wie heute?

 

Seit dem Porträt der Bäuerin hat sich der künstlerische Blick auf soziale Rollen, auf Machtgefüge und auch auf das Verhältnis des Menschen zur Natur verändert. Die Ausstellung macht diese Wandlungen auf spannende Weise sichtbar – und sogar hörbar.

 

 

Gegenwartskünstler:innen in der Ausstellung

 

Anna Bart (https://www.instagram.com/annaaabart)

Annemirl Bauer

Monica Bonvicini (https://monicabonvicini.net)

Anna und Bernhard Blume

Cihan Çakmak (https://www.cihancakmak.com)

Ulrich Conrad

Lucila Pacheco Dehne (https://lucilapachecodehne.com)

Lisa Domin (www.lisadomin.com)

Jeanne Faust

Simone Haack (https://www.simone-haack.com)

Regina Hennen

Heini Linkshänder (https://www.heini-linkshaender.de)

Wiebke Mertens (https://www.wiebkemertens.com)

Frauke Migge 

Pit Morell (https://www.pitmorell.de)

Orlan (https://www.orlan.eu/en)

Gabriela Oberkofler (https://gabrielaoberkofler.de)

Christine Prinz

Anahita Razmi (https://anahitarazmi.de)

Cordula Schmidt

Ngozi Ajah Schommers (https://www.instagram.com/ngozischommers)

Marina Schulze

Sibylle Springer (https://sibyllespringer.com)

Marie S. Ueltzen (https://marie-ueltzen.de)

Jost Wischnewski (https://www.jost-wischnewski.de)

 

 

Historische Künstler in der Ausstellung

 

Bernhard Hoetger, Fritz Mackensen, Otto Modersohn, Paula Modersohn-Becker, Fritz Overbeck, Ottilie Reylaender, Clara Rilke-Westhoff, Carl Vinnen, Heinrich Vogeler

 

 

Zeitweilig ausgestellte Künstler:innen

 

Marion Bösen (https://www.instagram.com/bosenmarion/)

Claudia Piepenbrock (https://www.claudia-piepenbrock.de)

Timm Ulrichs, Martina Werner

07.02.26 - 01.11.26

Hautnah. Inès Longevial (Impuls Paula – Zum 150. Geburtstag von Paula Modersohn-Becker)

Am 8. Februar 2026 wäre Paula Modersohn-Becker 150 Jahre alt geworden. Zu ihren Lebzeiten verkaufte die Künstlerin kaum eines ihrer Gemälde. Erst in den Jahrzehnten nach ihrem Tod erkannte die Kunstwelt die Magie, die in ihrem ganz eigenen Stil steckt. Heutzutage gelten die Bilder als Meilensteine des Expressionismus. Mit ihrem Schaffen und auch ihrem Leben war Paula Modersohn-Becker Vorbild und Inspirationsquelle zugleich. Zeitgenössische Künstler:innen, wie beispielsweise die französische Malerin Inès Longevial, lassen sich von ihr beflügeln.

 

Welche dieser Anregungen sind in der Kunst anderer sichtbar? Jedes der vier Worpsweder Museen folgt einer anderen Spur. Im Zentrum steht jeweils eines der Werke Paula Modersohn-Beckers. Sie geben die Impulse, die sich wie rote Fäden durch die Ausstellungen ziehen. Mal ist es der Blick auf sich selbst, mal ist es der Blick auf andere. Mal ist es die Haltung zum Gegenüber, die sich im Gemälde zeigt, und mal ist es ein Ausflug in ganz andere Sparten der Kunst. Aber immer ist es eine spannende Fährte, der die Besucherinnen und Besucher folgen können.

 

Seit 2013 lebt Inès Longevial (*1990) als freischaffende Künstlerin in Paris. Das Porträt wird zu ihrem bevorzugten Genre und Experimentierfeld. Gesichter, zarte Gesten oder nachdenkliche Stimmungen prägen ihre oft großformatigen Arbeiten. Die Haut steht im Mittelpunkt ihrer Überlegungen. Sie wird zur Karte, zur Erinnerung, zur Projektion: eine poröse Oberfläche, auf der sich individuelle und kollektive Erzählungen ablagern.

Schon seit frühester Kindheit zeichnet sie. Vorbilder findet sie zu- nächst in Büchern über Picasso, Matisse und Modigliani. Später ist es die Biografie und das Werk von Paula Modersohn-Becker, die sie fasziniert und in der sie Parallelen zu ihrer eigenen Kunst entdeckt.

 

Mit ihrer Kunst versteht es Inès Longevial, die Betrachter:innen in ihren Bann zu ziehen. Nach Ausstellungen in Paris, New York und Shanghai werden ihre Werke zum ersten Mal in einer Einzelausstellung in Deutschland in Worpswede präsentiert.

 

 

Ausgestelle Künstlerin:

 

Inès Longevial

 

 

Dazu:

 

Hans am Ende, Heini Linkshänder, Karl Krummacher, Fritz Mackensen, Jeanne Mammen, Emmy Meyer, Otto Modersohn, Paula Modersohn-Becker, Lisel Oppel, Richard Oelze, Fritz Overbeck, Hermine Overbeck-Rothe, Ottilie Reylaender, Albert Schiestl-Arding, Paul Schroeter, Heinrich Vogeler, Helmuth Westhoff

Standort
Worpsweder Kunsthalle
Bergstraße 17, 27726 Worpswede
Öffnungszeiten
Montaggeschlossen
Dienstag10:00–18:00
Mittwoch10:00–18:00
Donnerstag10:00–18:00
Freitag10:00–18:00
Samstag10:00–18:00
Sonntag10:00–18:00
Teilen