Salzburg
Museum

DomQuartier Salzburg

Residenzplatz 1/Domplatz 1a, 5020 Salzburg

Mit der Gründung des DomQuartiers wurde das historische Zentrum politischer und kirchlicher Macht in Salzburg auf eine Weise wieder erlebbar, die den Gast durch die Brille der Fürsterzbischöfe blicken lässt. Residenz, Dom und Erzabtei haben über Jahrhunderte Stadt und Land Salzburg geprägt und bilden auch in der architektonischen Form eine zeichenhafte Einheit.

 

Dr. Andrea Stockhammer, Direktorin DomQuartier Salzburg schildert: »Heute können die Besucherinnen und Besucher, wie damals nur der Fürsterzbischof und wenige Auserwählte, von einer Sphäre in die andere wandeln: von der weltlichen Pracht der Residenz – mit den bildlichen Erzählungen von den Taten Alexanders des Großen – in die geistliche Sphäre von Dom und Erzabtei. Mit dem Ende des geistlichen Fürstentums 1803 war die Einheit aus Residenz, Dom und Erzabtei obsolet geworden. Über 200 Jahre später wurden die mittlerweile entstandenen baulichen Barrieren im doppelten Sinne des Wortes wieder aufgebrochen und ein Museumsrundgang der besonderen Art geschaffen.«

 

 

Hier ist bereits der Weg das Ziel: Der DomQuartier-Rundgang

 

Der DomQuartier-Rundgang vermittelt ein einzigartiges Zusammenspiel von 1.300 Jahren Salzburger Herrschaftsgeschichte, Kunst, Musik und Architektur. Er eröffnet authentische (früh)barocke Erlebnisräume und ermöglicht eine spannende Entdeckungsreise auf den Spuren der Fürsterzbischöfe zu einer Zeit, als Salzburg ein souveränes Geistliches Fürstentum im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation gewesen ist. 

 

Vor mehr als 400 Jahren begannen die mächtigen und vermögenden Fürsterzbischöfe, Salzburg nach italienischem Vorbild in ein barockes Juwel zu verwandeln. Sie schufen ein städtebauliches Meisterwerk, das heute zum Weltkulturerbe der UNESCO zählt.

 

Die Salzburger Fürsterzbischöfe regierten mit absolutistischem Anspruch über »himmlische und irdische« Belange. Der Gebäudeverbund aus Residenz und Dom war sichtbarer Ausdruck dieser umfassenden geistlichen und weltlichen Macht. Mit der Säkularisation 1803 schlossen sich auch die Verbindungstüren.
Mit der Einrichtung des DomQuartiers wurde die ursprüngliche architektonische und politische Einheit des Dom- und Residenzbereichs – unter Einbeziehung des Benediktinerklosters St. Peter – wiederhergestellt und damit ein international einzigartiges Museumsprojekt geschaffen.

 

Das DomQuartier erzählt aber nicht nur von der großen Geschichte Salzburgs. Es ist auch ein Haus der Kunst. Neben Architektur, Deckengemälden, Stuckarbeiten und dekorativer Innenausstattung werden Schätze aus den reichen Kunstsammlungen des Landes, der Erzdiözese Salzburg und der Erzabtei St. Peter dargeboten. Ergänzt werden die Präsentationen in Residenzgalerie, Dommuseum, Kunst- und Wunderkammer sowie Langer Galerie und Museum St. Peter durch wechselnden Sonderausstellungen. 

 

 

Der DomQuartier-Rundgang

 

Der Rundgang führt durch die vier Institutionen des DomQuartiers und ihren zugehörigen Ausstellungsflächen und Aussichtspunkten:

 

 

Prunkräume der Residenz – Zentrum der weltlichen Macht der Fürsterzbischöfe

 

Die Residenz zu Salzburg diente über Jahrhunderte als Regierungssitz und Wohnort sowie für Repräsentationszwecke. 15 glanzvoll ausgestattete Prunkräume versammeln über 200 Jahre Herrschafts- und Stilgeschichte, von der Renaissance über den Barock bis zum Klassizismus.

 

 

Residenzgalerie – Europäische Malerei von internationalem Rang

 

Im 3. Obergeschoss der ehemals fürsterzbischöflichen Residenz werden im Rahmen von wechselnden Sonderausstellungen  Gemälde des 16. bis 19. Jahrhunderts gezeigt. Schwerpunkte liegen in der niederländischen Malerei des 17. Jahrhunderts, der italienischen, französischen und österreichischen Malerei des 17. und 18. Jahrhunderts sowie in österreichischen Meisterwerken des 19. Jahrhunderts. Bereits unter Fürsterzbischof Hieronymus von Colloredo wurden diese Räumlichkeiten als Gemäldegalerie genutzt. 
Besuchen Sie die Residenzgalerie Salzburg auch online, rund um die Uhr.

 

 

Nordoratorium – Sonderausstellungen mit Barockschwerpunkt

 

In den Räumen des nördlichen Oratoriums im Salzburger Dom werden abwechselnd Sonderausstellungen der Partner präsentiert. Für sich allein  sehenswert ist der letzte Raum, das künstlerisch besonders reich ausgestattete Rupertusoratorium.

 

 

Dommuseum – Kunstschätze aus 1300 Jahren

 

Das Museum im Südoratorium zeigt kirchliche Kunst – Gemälde, Skulpturen und Kunsthandwerk. Wichtigste Exponate sind die liturgischen Geräte aus dem Domschatz. Viele Objekte sind Leihgaben aus Kirchen und Klöstern der Erzdiözese, darunter das berühmte Rupertuskreuz von Bischofshofen.

 

Kunst- und Wunderkammer – Objekte und Kuriositäten aus Natur und Kunst
Im südlichen Dombogen, dem Ort der ehemaligen fürsterzbischöflichen Kunstkammer, wurde 1974 die Kunst- und Wunderkammer neu eingerichtet. Die originalen Schaukästen des 17. Jahrhunderts bergen eine Fülle staunenswerter Artefakte aus den Sammlungen des Dommuseums und der Erzabtei St. Peter.

 

 

Museum St. Peter

 

Lange Galerie – Eindrucksvolle 70 Meter mit herausragenden Stuckarbeiten
Die Lange Galerie wurde 1657–1661 errichtet. Bis zum Ende des Erzstifts 1803 diente sie als Gemäldegalerie der Fürsterzbischöfe. In dieser Tradition sind heute großformatige, religiöse Gemälde aus der Kunstsammlung der Erzabtei St. Peter zu sehen. Im DomQuartier Rundgang erleben Sie die Galerie als Verbindung zwischen der Kunst- und Wunderkammer und dem Museum St. Peter.

 

 

Kunstschätze aus dem ältesten Kloster im deutschen Sprachraum

Die überaus reiche Kunstsammlung des Benediktinerklosters St. Peter umfasst geschätzte 40.000 Exponate. Das Museum gliedert sich in drei thematische Schwerpunkte: St. Peter und die Kunst, St. Peter und die Musik, St. Peter in Geschichte und Verfassung.

Veranstaltungen und Ausstellungen

24.05.26 - 02.11.26

LebensKunst. 800 Jahre Franz von Assisi

Seit 800 Jahren wird Franz von Assisi wie kein anderer Ordensgründer verehrt, bis heute ist seine Popularität über Konfessionsgrenzen hinaus ungebrochen. Dazu trug auch der verstorbene Papst Franziskus bei, der sein Pontifikat programmatisch auf die Ideale des hl. Franz ausgerichtet hatte.   

 

Franz von Assisi bezog durch seine kompromisslose Orientierung an der Lehre Christi eine radikale Gegenposition zu den herrschenden Bedingungen in Kirche und Gesellschaft. Indem er für eine Erneuerung nach dem Wortlaut des Evangeliums eintrat, erhoben ihn spätere kirchliche Reformbewegungen zur Leitfigur. So berief sich die katholische Reform nach dem Konzil von Trient in erster Linie auf das Vorbild des hl. Franziskus und nicht von ungefähr nimmt er gerade im Salzburger Dom so viel Raum ein wie die Muttergottes – mehr als jeder andere Heilige. Jede Zeit fand ihren eigenen Zugang zum Heiligen aus Assisi und deutete sein Erbe immer wieder neu.

 

Anlässlich des 800. Todestags Franz von Assisis plant das Dommuseum in Kooperation mit dem Verein Franziskanische Forschung in Münster eine Ausstellung, die sein Leben, aber auch sein Nachwirken beleuchten soll. Ausgehend von den wichtigen Stationen und Themen des Franziskus ist zu fragen, wie sein Vermächtnis – wie Gottesbeziehung, Glaubensverkündigung, der Einsatz für Arme und Kranke und für den Frieden sowie die Verbundenheit mit der Schöpfung – über die Jahrhunderte gelebt und interpretiert wurden.

 

Die Person des Ordensgründers und franziskanisches Leben in seiner Nachfolge sollen anhand von Zeugnissen aus allen Kunstgattungen, durch Schrifttum und Gebrauchsgegenstände vom Mittelalter bis zur Gegenwart nahegebracht werden.

 

Der Ausstellungstitel bezieht sich einerseits auf die franziskanische »Lebenskunst«, andererseits gehört die Kunst selbstverständlich zum Leben der Franziskanerinnen und Franziskaner. Von Anfang an überlieferte die bildende Kunst die Lebensereignisse des hl. Franz, der zu den am häufigsten dargestellten Heiligen der Kunstgeschichte gehört. Franziskaner waren Künstler, Musiker und Wissenschaftler. Die Ausstellung wird dazu Beispiele bringen.

 

Vorgesehen sind Exponate aus Österreich, Südtirol, Deutschland und Schweiz. Ergänzend zur Ausstellung wird ein umfangreicher Katalog mit Aufsätzen und Exponatbeschreibungen erscheinen.

 

Franz von Assisi hat eine Bewegung initiiert, die 800 Jahre nach seinem Tod immer noch lebendig ist. Um dies zu verdeutlichen, werden in den Ausstellungsräumen Angehörige franziskanischer Ordensgemeinschaften Besucherinnen und Besuchern für Fragen nach ihrem Leben als Franziskanerin/Franziskaner zur Verfügung stehen.

27.07.26 - 05.10.26

Stephan Balkenhol: Là ci darem la mano

Installation des international renommierten Künstlers Stephan Balkenhol

 

Unter dem Titel »Là ci darem la mano …« werden Operngestalten aus Mozarts, Verdis und Puccinis Meisterwerken auf dem Residenzplatz und im DomQuartier zu neuem Leben erweckt.

 

 

Zeitgenössische Kunst in den Prunkräumen – Brückenschlag zum Residenzplatz

 

Mit Skulpturen von Stephan Balkenhol aus dem Themenkreis der Opernwelt wird zeitgenössische Kunst ins DomQuartier einziehen. Die Werke Stephan Balkenhols im historischen Kontext der Prunkräume funktioniert besonders gut, zumal im Carabinierisaal die erste Oper nördlich der Alpen aufgeführt wurde und Mozart hier seinen Arbeitsplatz hatte. Der Brückenschlag zu Balkenhols Figurenreigen auf dem Residenzplatz ist dabei besonders reizvoll, da der Platz zur Zeit der Fürsterzbischöfe Ort großer künstlerischer Inszenierungen war, in denen auch die breite Öffentlichkeit ihren Platz gefunden hat.

 

 

Residenzplatz (bis 5. September)

 

Auf dem Residenzplatz, auf Traversen stehend, werden sechs farbig gefasste Bronzefiguren das musikalische Geschehen im Festspielhaus in den öffentlichen Raum tragen: Figaro, Elektra, Don Giovanni, Turandot, Othello und Carmen. Der Geist der Oper bekommt durch Balkenhols Skulpturen ein ganz neues Gesicht. Seine lakonische Darstellungsweise verwandelt die Opernheldinnen und -helden in nahbare, alltägliche Figuren, sie werden auf Zeit zu Mitbürgern der Stadt.

 

 

Prunkräume der Residenz (bis 5. Oktober)

 

Parallel zur Installation im öffentlichen Raum werden die gleichen Opernfiguren, aus Holz gefertigt und für die Prunkräume dimensioniert, im DomQuartier präsentiert. Der historische Rahmen der Residenz setzt die Werke in einen spannenden Dialog und verstärkt den Brückenschlag zwischen Musik-, Stadt- und Kunstgeschichte.

 

 

Stephan Balkenhol

 

Die große internationale Anerkennung des Werkes von Stephan Balkenhol ist nicht zuletzt auf diese Fähigkeit zurückzuführen, eigentlich unnahbare, ehrfurchtgebietende mythologische oder literarische Gestalten in zugängliche Identifikationsfiguren zu verwandeln. Balkenhol macht Archetypen zu vertrauten Personen. Mit diesem Projekt stärkt Salzburg sein Profil als Stadt, in der sich Musiktheater, Kunst und urbaner Alltag gegenseitig ergänzen und bereichern.

 

Der Titel »Là ci darem la mano …« – zu Deutsch in etwa »dort werden wir uns die Hände reichen« – stammt aus dem berühmten Duett aus Wolfgang Amadé Mozarts Oper Don Giovanni (KV 527).

Standort
Standort
Residenzplatz 1/Domplatz 1a, 5020 Salzburg
Öffnungszeiten
Montag10:00–17:00; Juli / August: 10:00–18:00
Dienstaggeschlossen
Mittwoch10:00–17:00; Juli / August: 10:00–18:00
Donnerstag10:00–17:00; Juli / August:10:00–18:00
Freitag10:00–17:00; Juli / August:10:00–18:00
Samstag10:00–17:00; Juli / August: 10:00–18:00
Sonntag10:00–17:00; Juli / August: 10:00–18:00
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