Im Edwin Scharff Museum finden Sie im Altbau und im sogenannten Neubau des Kunstmuseums Ständige Ausstellungen und mehrmals pro Jahr wechselnde Sonderausstellungen. Im 500 Quadratmeter großen Kindermuseum wechseln die Erlebnis-Ausstellungen jährlich.
Die Ständigen Ausstellungen sind dem in Neu-Ulm geborenen Maler, Grafiker und Bildhauer Edwin Scharff, einem der bedeutendsten deutschen Bildhauer der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, und einem Vorreiter der ungegenständlichen Kunst in Deutschland, Ernst Geitlinger, gewidmet.
Das Kunstmuseum und das Kindermuseum sind durch Medienstationen und Mitmachzonen miteinander verbunden. Das Prinzip des spielerischen Erforschens, das im Kindermuseum wirksam ist, wird so auch in unmittelbarer Nachbarschaft zu den Kunstpräsentationen ermöglicht.
Bedeutende Skulpturen Scharffs finden Sie auch im lauschigen Innenhof des Museums. Dort können Sie im Sommer gemütlich einen Kaffee oder eine Limonade trinken.
Veranstaltungen und Ausstellungen
Was DU alles kannst – Eine Forschungsreise in die Welt der Tätigkeiten
Wo Sägespäne raspeln und du mit Worten jonglierst, wo deine Musik spielt und du Anderen Gutes tust – genau da beginnt deine persönliche Forschungsreise.
Nimm an dir selber Maß, lass flauschige Federn fliegen, finde heraus, wie du dem krächzenden Raben helfen oder einen schwierigen Code knacken kannst.
Erforsche, wo du dich am wohlsten fühlst …
… vielleicht in der Holzwerkstatt, wo mit den Händen gewerkelt wird
… dort, wo du dich um Andere kümmerst oder dich selbst umsorgen lässt
… möglicherweise da, wo sich Wörter verstecken und du deine eigene Sprache (er)findest
… oder im Raum der Kreativität, in dem du deinen Ideen freien Lauf lassen kannst?
Probier aus, was DU alles kannst. Horch in dich hinein, wie sich welche Tätigkeit anfühlt und was die Stimme in dir drin dazu sagt. Die Mitmach-Stationen weisen dir einen Weg durch das weite Land deiner Möglichkeiten.
In vier Themenschwerpunkten steht das intuitive Ausprobieren und spielerische Tätigsein im Mittelpunkt der Ausstellung. Ob etwas leicht von der Hand geht, besonders zufrieden macht oder richtiggehend begeistert, daran lässt sich im Leben anknüpfen.
Vielleicht wird mal ein Ehrenamt aus diesem Handlungsfeld, eine erfüllende Freizeitbeschäftigung oder sogar eine bezahlte Arbeit – eine Aktivität, die spüren lässt: ›hier kann ich etwas bewirken‹. Im gemeinsamen Tun wird erlebbar, dass alle Menschen ihre jeweils eigenen Stärken haben und vieles im Team am Besten klappt. Die multisensorischen Handlungsmöglichkeiten werden von kreativen Reflexionsangeboten begleitet. Sorgfältig und anregend gestaltete Räume bieten Menschen jeden Lebensalters eine spielerische Umgebung für Experimente und neue Erfahrungen.
Eine Mitmach-Ausstellung des Edwin Scharff Museums Neu-Ulm
In Kooperation mit der Universität Ulm, Institut für Psychologie und Pädagogik, Abteilung Entwicklungspsychologie.
Projektpartnerschaft: lahaye tiedemann gestalten
»Tanze dein Leben / Tanze Dich selbst« – Tanz wird Kunst, 1892 bis 1933. Teil 2: Höhepunkte
Um 1900 befreite der neue künstlerische Tanz den Körper nicht nur vom Korsett und aller Konvention. Er wurde subjektiv, emotional, frei und erhob den Anspruch, eine eigenständige Kunstgattung darzustellen. Die 1920er-Jahre avancierten zu einer Hochzeit des Ausdruckstanzes. Bedeutende Tänzerinnen und Tänzer gründeten ein ganzes Netzwerk aus Tanzschulen, experimentierten mit großen Laienformationen und riefen Tänzerkongresse ins Leben.
Der neue Tanz eroberte schließlich auch die Theater- und Opernbühnen. Der Gruppentanz löste zunehmend den anfänglichen Solotanz ab.
Immer mehr Künstlerinnen und Künstler beschäftigen sich mit seinen Bewegungsformen und sahen die modernen Tanzkonzepte als Parallele zu ihren eigenen Reflexionen auf die turbulenten Jahre der Weimarer Republik. Abstraktionstendenzen finden sich ebenso wie Tanz als kinetische Skulptur. Zugleich bildete der Tanz die grundlegenden menschlichen Schicksalsfragen ab, war sozialkritisch und politisch oder religiös-spirituell. Erstmals wird das Edwin Scharff Museum mit dieser Ausstellung diesem spannenden Dialog nachspüren.

