Hagen
Museum

Emil Schumacher Museum Hagen

Museumsplatz 2, 58095 Hagen

Am 28. August 2009 ist das Emil Schumacher Museum in Hagen eröffnet worden. Das Haus ist dem Lebenswerk des Hagener Künstlers Emil Schumacher gewidmet, einem der bedeutendsten Vertreter expressiver Malerei in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Auf drei Stockwerken werden die Gemälde, Arbeiten auf Papier, Keramik und Porzellane Emil Schumachers in wechselnden Präsentationen gezeigt.

 

Die Sammlung des Emil Schumacher Museums geht auf eine Stiftung Dr. Ulrich Schumachers, des Sohnes des Künstlers zurück. Sie umfasst 88 Ölgemälde aus den Jahren 1936 bis 1999, 200 Gouachen, Grafik, 25 Keramiken, 50 Bilder auf Porzellan und 10 Malereien auf Schiefer, insgesamt über 500 Werke. Zur Sammlung gehören zudem 100 Werke aus dem Besitz der Stadt Hagen.  

 

Das ESMH versteht sich als Zentrum der Erforschung expressiver Malerei nach 1945. Mit seinem Ausstellungsprogramm wird es den Künstler Emil Schumacher im Zusammenhang mit parallelen internationalen Entwicklungen der Kunst und seinem zeitlichen Umfeld präsentieren. Darüber hinaus wird es in regelmäßigen Ausstellungen junge zeitgenössische Künstler vorstellen, deren Arbeit in formaler oder inhaltlicher Nähe zum Werk Schumachers steht.     

Veranstaltungen und Ausstellungen

13.09.26 - 17.01.27

Benedikt Hipp – Songs from the Orbs

Mit »Songs from the Orbs« präsentiert das Emil Schumacher Museum eine eigens für Hagen entwickelte Einzelausstellung von Benedikt Hipp (*1977). In Malerei und keramischen Holzbrandarbeiten erforscht der Künstler die schöpferischen Möglichkeiten von Abstraktion und Material. Seine Keramiken entstehen in Prozessen, in denen Ton, Feuer, Asche und Zeit zu aktiven Mitgestaltern werden. Im Ton sucht Hipp zugleich den fernen Ursprung der Materie – ein Gedanke, der seinem Werk eine poetische Dimension verleiht. Die Werkschau bezieht die Architektur des Museums ebenso ein wie die unmittelbare Nachbarschaft der Ausstellungen beider Künstler. So entsteht ein überraschender Dialog zweier Künstlergenerationen, die trotz mehr als sechs Jahrzehnten Abstand verwandte Fragen an Material, Form und Bild sowie nicht zuletzt Abstraktion stellen.

13.09.26 - 20.12.26

Emil Schumacher. Indemini – »Der Erde näher als den Sternen«

Mit »Indemini« ist dem Emil Schumacher Museum eine außergewöhnliche Neuerwerbung gelungen. Das mit drei Metern Höhe geradezu monumentale Werk aus dem Jahr 1974 zählt zu den vier größten Leinwänden Emil Schumachers und gehört zu den bedeutendsten Zeugnissen seines experimentellen Umgangs mit Material. Nur sein Mosaik in der U-Bahn-Station »Colosseo« von Rom oder wenige festverbaute Keramikwände übertreffen diese Bilder in ihren Dimensionen. Jahrzehntelang befand sich dieses wichtige Gemälde als Dauerleihgabe im Saarlandmuseum in Saarbrücken. Im vergangenen Winter konnte die Emil Schumacher Stiftung das Werk aus Privatbesitz erwerben und so nun dauerhaft für die Öffentlichkeit sichern.

 

Die Ausstellung »Emil Schumacher – Indemini. Der Erde näher als den Sternen« rückt diese bedeutende Erwerbung erstmals in den Mittelpunkt einer umfassenden Präsentation. Nach einer Reihe von Ausstellungen zum künstlerischen Umfeld Emil Schumachers widmet das Museum seinem Namensgeber damit erstmals seit fünf Jahren wieder eine große monografische Werkschau. Ausgangspunkt ist Schumachers monumentales Materialbild »Indemini«, in dem Jute, Farbe und Teer zu einer ebenso archaischen wie kraftvollen Bildwelt verschmelzen. Im Zentrum steht die Frage nach der Bedeutung des Materials für Schumachers Schaffen – von den frühen Arbeiten bis zu seinen späten Werkphasen.

Standort
Standort
Museumsplatz 2, 58095 Hagen
Öffnungszeiten
Montaggeschlossen
Dienstag12:00–18:00
Mittwoch12:00–18:00
Donnerstag12:00–18:00
Freitag12:00–18:00
Samstag12:00–18:00
Sonntag12:00–18:00
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