Am 28. August 2009 ist das Emil Schumacher Museum in Hagen eröffnet worden. Das Haus ist dem Lebenswerk des Hagener Künstlers Emil Schumacher gewidmet, einem der bedeutendsten Vertreter expressiver Malerei in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Auf drei Stockwerken werden die Gemälde, Arbeiten auf Papier, Keramik und Porzellane Emil Schumachers in wechselnden Präsentationen gezeigt.
Die Sammlung des Emil Schumacher Museums geht auf eine Stiftung Dr. Ulrich Schumachers, des Sohnes des Künstlers zurück. Sie umfasst 88 Ölgemälde aus den Jahren 1936 bis 1999, 200 Gouachen, Grafik, 25 Keramiken, 50 Bilder auf Porzellan und 10 Malereien auf Schiefer, insgesamt über 500 Werke. Zur Sammlung gehören zudem 100 Werke aus dem Besitz der Stadt Hagen.
Das ESMH versteht sich als Zentrum der Erforschung expressiver Malerei nach 1945. Mit seinem Ausstellungsprogramm wird es den Künstler Emil Schumacher im Zusammenhang mit parallelen internationalen Entwicklungen der Kunst und seinem zeitlichen Umfeld präsentieren. Darüber hinaus wird es in regelmäßigen Ausstellungen junge zeitgenössische Künstler vorstellen, deren Arbeit in formaler oder inhaltlicher Nähe zum Werk Schumachers steht.
Veranstaltungen und Ausstellungen
EMIL SCHUMACHER – DURCHBRUCH II
Unter dem Titel »Durchbruch II« zeigt das Emil Schumacher Museum die Sammlungspräsentation, in deren Mittelpunkt die späten 1950er Jahre stehen. Zu diesem Zeitpunkt war Emil Schumacher aus dem internationalen Kunstgeschehen nicht mehr wegzudenken. Die Verleihung des Guggenheim Awards 1958, seine Teilnahme an der 29. Biennale von Venedig und im folgenden Jahr die Beteiligung an der II. documenta in Kassel sowie Schumachers erste Einzelausstellung in New York bestätigten das große Interesse von Ausstellungsmachern sowie Publikum und Kritik. Schumacher wurde als einer der bedeutendsten Maler der jungen Bundesrepublik wahrgenommen. Emil Schumacher selbst berichtet rückblickend: »Wann begannen meine Bilder bedeutsam zu werden, so bedeutsam, dass sie gekauft wurden? Grob gesagt […] mit der Ausstellung in der New Yorker Galerie Kootz. Diese Bedeutsamkeit war mir nicht gleichgültig, aber auch nicht das Wichtigste. Wichtig war mir der Galerist Kootz, der ein weltweites Renommee hatte, der mir menschlich nahestand. Von da an ging es bergauf.« Die Ausstellung zeigt wichtige Positionen, die in diesen Jahren auf allen wichtigen Ausstellungen vertreten waren, wie Rupprecht Geiger, Karl Otto Götz, Gerhard Hoehme, Roswitha Lüder, Fred Thieler, Cy Twombly, Jaap Waagemaker und Fritz Winter in der Malerei sowie von Emil Cimiotti, Otto Herbert Hajek, Ernst Hermanns und Norbert Kricke in der Bildhauerei.

