Bremer Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte
Das Focke-Museum, Bremens Landesmuseum, vermittelt die Geschichte der Stadt und ihrer Menschen im überregionalen Kontext. Hervorgegangen aus stadtgeschichtlichen und kunstgewerblichen Sammlungen bewahrt es das materielle Erbe Bremens und veranschaulicht das kollektive Gedächtnis der Stadt. Die Präsentationen historischer Originale erzählen vom Ringen der Hansestadt um staatliche Eigenständigkeit und von ihrer früh ausgebildeten Bürgerkultur. Die bis in die Gegenwart reichende Entwicklung zu einer von Vielfalt und Widersprüchlichkeit geprägten Stadtgesellschaft wird zukünftig stärker in den Fokus rücken. Neben anderen Querschnittsthemen wird die Migrationsgeschichte epochenübergreifend dargestellt werden.
Inmitten eines großzügigen Parks liegen die vier historischen Gebäude und das moderne Haupthaus und das Schaumagazin. In ihnen bilden die Schausammlungen zur Stadtgeschichte und allgemeinen Kulturgeschichte ein reizvolles Wechselverhältnis. In Sonderausstellungen wird dieses Programm ständig aktualisiert mit Themen zur Stadtgeschichte, zu Kunsthandwerk und Design, zur Fotografie und Kunst.
Veranstaltungen und Ausstellungen
Focke Meets Wagenfeld
Im Wilhelm Wagenfeld Haus und im Haus Riensberg
Die Sammlungen des Focke-Museums und des Wilhelm Wagenfeld Hauses könnten unterschiedlicher nicht sein – und ergänzen sich gerade deshalb. Das gemeinsame Ausstellungsprojekt kombiniert Alltagsobjekte aus verschiedenen Jahrhunderten und erlaubt so einen ganz neuen Blick auf Design-Themen. Das Besondere an der Ausstellung »Focke meets Wagenfeld« ist die Verbindung von universalen Fragestellungen mit außergewöhnlichen Bremen-Bezügen.
Während seiner Lehrzeit bei der Bremer Silberwarenmanufaktur Koch & Bergfeld in Bremen studierte Wilhelm Wagenfeld auch die Vorbildsammlung des Gewerbemuseums – ein Bestand, der heute zum Focke-Museum gehört. Was hätte der junge Wagenfeld wohl dazu gesagt, dass 100 Jahre später auch seine Arbeiten im Focke-Museum sein werden? Erstaunt wäre er wohl auch gewesen, hätte er damals von der Einzelschau zu seinem Werk erfahren, die 1987 im Focke-Museum stattfand. Sie intensivierte den Kontakt zum Designer, so dass er Bremen überhaupt erst als Ort für seinen Nachlass ins Auge fasste.
Es gibt aber vor allem inhaltliche Gründe, denn beide Sammlungen ergänzen sich hervorragend. In 37 Themenvitrinen stellt die Ausstellung grundlegende Designfragen: Ändert sich das Verhältnis zu den Dingen im Lauf der Jahrhunderte? Welche Rolle spielen unterschiedliche Materialien? Wie reagieren Designer:innen auf gesellschaftliche Veränderungen?

