Linz
Museum

Francisco Carolinum Linz

Museumstraße 14, 4020 Linz

Als Haus für Fotografie und Medienkunst weist das Francisco Carolinum im internationalen Kunstdiskurs eine große Relevanz auf und genießt eine hohe Reputation.

 

Sein Schwerpunkt auf internationalen Positionen macht es zu einem bedeutenden Ort für den globalen Diskurs in der zeitgenössischen Fotografie und Medienkunst.

 

Die Ausstellungen des Museums, die von traditioneller Fotografie bis hin zu experimenteller Medienkunst reichen, sind für ihre Grenzüberschreitungen und innovativen Perspektiven bekannt. Das Francisco Carolinum hebt sich durch seine Fähigkeit hervor, aktuelle Entwicklungen in den Kunstformen aufzugreifen und sie in einen breiteren kulturellen und sozialen Kontext zu integrieren.

 

Neben seiner Rolle als Ausstellungsraum fungiert das Francisco Carolinum auch als Plattform für Austausch und Diskussion, was seine internationale Reputation weiter festigt. Es fördert das Verständnis und die Wertschätzung von Medienkunst und Fotografie durch ein vielfältiges Programm, das Führungen, Workshops und Vorträge umfasst. Als Treffpunkt für Künstler, Kritiker und Kunstliebhaber aus aller Welt trägt es wesentlich zur kulturellen Landschaft Österreichs bei und stärkt den internationalen künstlerischen Austausch.

 

Die umfangreichen Sanierungen der vergangenen drei Jahre sind weitgehend abgeschlossen. Im ersten Halbjahr 2024 erfolgt mit der Eröffnung der Hans Frank-Galerie für die klassische Fotografie im Erdgeschoß ein weiterer Meilenstein. Mit Abschuss der umfassenden Sanierung präsentiert sich das Francisco Carolinum, der bedeutendste Historismusbau in Linz, wieder in seinem ursprünglichen Glanz. Diese Restaurierung hat das historische Gebäude nicht nur konserviert, sondern auch seine ursprüngliche architektonische Pracht wiederhergestellt.

 

Mit dem Format des Fotomagazins FRANCISCO CAROLINUM setzt das Museum halbjährig einen weiteren Akzent: Hier werden Ausstellungen und Kunstpositionen im Bereich Foto und Medien präsentiert und zur Diskussion gestellt. 

Veranstaltungen und Ausstellungen

09.09.26 - 07.02.27

No applause, no life, no pain. Claudia Larcher

Aus Spuren entstehen Geschichten: ein ungewöhnlicher Kinosaal, ein Blumenbild, das von einer Maschine erzeugt wurde, ein Vogelei in einer Schublade. Sie erzählen von dem, was verschwindet – und von dem, was bleibt.

 

»No applause. no life. no pain.« entfaltet ein Panorama des Wandels: des Aussterbens von Arten, des Schwindens gemeinsamer Kulturräume und der Veränderung unserer Wahrnehmung im Zeitalter generativer KI. In ihren Filmen, Installationen und KI-basierten Arbeiten verbindet Claudia Larcher ökologische Fragen mit Überlegungen zur Zukunft des Kinos und der Bildproduktion.

 

 

Über das Sammeln

 

Im Zentrum stehen drei Werkgruppen: Extinction Story, Still Life 3000 und The End. Sie arbeiten mit Archiven, Sammlungen und Datensätzen und richten den Blick auf jene (Macht-)Apparate, die unsere Vorstellungen der Welt prägen – von der privaten Sammlung über das Kino hin zur künstlichen Intelligenz.

 

 

Welche Zukunft stellen wir uns vor?

 

Die titelgebende Zeile »No applause. no life. no pain.« stammt aus The End und beschreibt mit trockenem Humor eine sehr menschliche Sehnsucht: den Wunsch nach Aufmerksamkeit, Anerkennung und einem bleibenden Abdruck in der Welt. Zugleich fragt die Ausstellung, was geschieht, wenn wir diese Logik des Immer-mehr und Immer-sichtbar-sein-Wollens loslassen. Zwischen Artensterben, Bildproduktion und den Versprechen neuer Technologien eröffnet sie einen Raum, in dem nicht Optimierung und Kontrolle im Vordergrund stehen, sondern die Möglichkeit, Zukunft, Technologie und Zusammenleben anders zu denken.

 

Kuratiert von Eva Fischer

09.09.26 - 07.02.27

Collection Francisco Carolinum – 3 Blockchains, one Collection

Mit der Collection Francisco Carolinum zeigt das Museum erstmals seine seit 2021 kontinuierlich wachsende Sammlung blockchain­basierter Kunst in einer umfassenden Präsentation. Die Ausstellung vereint Werke auf den Blockchains Ethereum, Tezos und Bitcoin und gibt Einblick in ein künstlerisches Feld, das sich bis heute in stetigem Wandel befindet.

 

Im Mittel­punkt stehen Werk­gruppen internationaler Künstler:innen, Serien sowie Projekte, die in Zusammen­arbeit mit dem Museum entstanden sind. Ergänzt wird die digitale Sammlung durch ausgewählte physische Arbeiten, die mit ihren digitalen Gegen­stücken in Beziehung stehen und unterschiedliche Formen künstlerischer Praxis sichtbar machen.

 

Die Ausstellung versteht die Block­chain nicht ausschließlich als technologische Infrastruktur, sondern auch als künstlerisches Medium. Sie zeigt Positionen, in denen die Block­chain Grundlage der Arbeit ist, ebenso wie Werke, in denen sie selbst Teil des künstlerischen Konzepts wird – von Smart Contracts und codebasierter Kunst bis hin zu vollständig on-chain entstandenen Arbeiten.

 

Parallel zur Präsentation im Francisco Carolinum ist die Sammlung auch im virtuellen Museums­gebäude des Museums in Cryptovoxels zu sehen. Gemeinsam eröffnen beide Ausstellungs­orte unterschiedliche Perspektiven auf eine Sammlung, die kontinuierlich wächst und die Entwicklungen blockchain­basierter Kunst begleitet.

09.09.26 - 07.02.27

Read the Room – Ana María Caballero

Mit Read the Room präsentiert das Francisco Carolinum die erste institutionelle mid-career Retrospektive der Künstlerin und Dichterin Ana María Caballero. Die Ausstellung versammelt zentrale Arbeiten aus den Bereichen Installation, Performance, Skulptur, Choreografie, filmische KI und Literatur. Gemeinsam geben sie Einblick in eine künstlerische Praxis, die von einer grundlegenden Überzeugung ausgeht: Sprache ist kein feststehendes Medium, sondern ein lebendiger Prozess, der sich im Zusammenspiel von Schreiben und Lesen entfaltet.

 

Ausgangspunkt der Ausstellung ist Fifty Ways of Looking at a Poem. Für dieses Projekt lud Caballero 50 Menschen ein, dasselbe Gedicht zu lesen und zu annotieren. Jede Ausgabe dokumentiert einen individuellen Leseprozess und macht sichtbar, wie Bedeutung in der Auseinandersetzung mit einem Text entsteht, sich verändert und vervielfacht. Das Werk veranschaulicht, was Caballero als »analoge Generativität« beschreibt: die wechselseitige Hervorbringung von Lesenden und Schreibenden.

 

Von dort aus entfaltet die Ausstellung ein vielschichtiges Panorama ausgewählter Arbeiten, die das Gedicht über die Seite hinausführen. In digitalen, prozesshaften und räumlichen Formaten wird Sprache als visuelles, performatives und technologisches Medium erfahrbar.

 

Als kolumbianisch-amerikanische Künstlerin der ersten Generation bewegt sich Caballero an der Schnittstelle von Literatur und bildender Kunst. Die Autorin von acht Büchern ist mit ihren Arbeiten unter anderem in den Sammlungen des Reina Sofía, des MACBA Barcelona, der Fundación March und des Ashmolean Museum vertreten; darüber hinaus wurden ihre Werke bei der Biennale von Venedig und der Art Basel präsentiert.

 

Read the Room eröffnet erstmals einen umfassenden Blick auf die Verflechtungen von Analogem und Digitalem, Körperlichkeit und Algorithmus sowie dem einzelnen Gedicht und seinen unzähligen Lesarten. Sichtbar wird ein Werk, das diese scheinbaren Gegensätze nicht trennt, sondern in ihrer wechselseitigen Bedingtheit erfahrbar macht.

Standort
Standort
Museumstraße 14, 4020 Linz
Öffnungszeiten
Montaggeschlossen
Dienstag10:00–18:00
Mittwoch10:00–18:00
Donnerstag10:00–18:00
Freitag10:00–18:00
Samstag10:00–18:00
Sonntag10:00–18:00
Social Media
Teilen