Kochel am See
Museum

Franz Marc Museum

Besuchereingang: Mittenwalder Straße, 82431 Kochel am See

Der Dialog zwischen Kunst und Natur bestimmt die Sammlungspräsentation und das Ausstellungsprogramm des Franz Marc Museums. Die Frage nach der Bedeutung der oberbayerischen Voralpenlandschaft als Inspirationsquelle der Künstler des Blauen Reiters war Ausgangspunkt für die Gründung des Museums 1986 in Kochel am See und für seine Erweiterung durch einen Neubau 2008. Der Museumsstandort mit Blick auf den See und die Bergkulisse im Hintergrund lässt die Werke des deutschen Expressionismus in neuem Licht erscheinen.

 

Die Kunst Franz Marcs als Namensgeber des Museums steht im Mittelpunkt, ohne zentrales oder ausschließliches Thema des Museums zu sein. Franz Marc hat die wichtigsten Jahre seiner künstlerischen Entwicklung in Sindelsdorf und Kochel verbracht. Gleichzeitig stand er in regem Austausch mit der internationalen Avantgarde seiner Zeit. Sein Werk und sein Denken waren auf die zukünftige Entwicklung und Wirkung der Kunst gerichtet. Deshalb stellt das Museum Franz Marcs Kunst in den Kontext des 20. Jahrhunderts. Die Ausstellungen suchen neue, ungewohnte Perspektiven, manchmal auch Nebenwege im Blick auf die Epoche.

Veranstaltungen und Ausstellungen

11.10.26 - 17.01.27

Licht wird Farbe. Reisen nach Tunesien

Was geschieht, wenn Künstler:innen aufbrechen – in ein fremdes Licht, in andere Farben, in eine Welt, die sie so noch nie gesehen haben? Die Ausstellung Licht wird Farbe lädt ein, zwei zentrale Reisen der europäischen Kunstgeschichte neu zu entdecken: die Tunesienreise von Gabriele Münter und Wassily Kandinsky (1904/05) sowie die von Paul Klee, August Macke und Louis Moilliet (1914).

 

Das Licht Nordafrikas veränderte alles. Macke aquarellierte mit einer Energie, die ihresgleichen sucht – in wenigen Wochen entstand eine Folge von Aquarellen, die zu den leuchtendsten der europäischen Kunstgeschichte zählen. Klee erlebte in Kairouan einen künstlerischen Wendepunkt und hielt im Tagebuch fest: »Ich und die Farbe sind eins. Ich bin Maler.« Und Gabriele Münter fotografierte mit ihrer Kodak-Kamera Straßenszenen, Gassen und Märkte – ein fotografisches Werk, das eine ungewöhnlich präzise, weibliche Perspektive auf das Tunesien der Jahrhundertwende eröffnet.

 

Die Ausstellung versammelt Gemälde, Aquarelle, Zeichnungen und Fotografien dieser außergewöhnlichen Reisen. Sie zeigt, wie die Begegnung mit dem südlichen Licht, der islamischen Ornamentik und der Architektur der Medinas den Weg in die Abstraktion ebnete. Die Begegnung mit Tunesien war aber auch ein europäischer Blick, geprägt von kolonialen Strukturen, die das Reisen erst ermöglichten und die Wahrnehmung des Landes formten. Die Ausstellung nimmt diese Ambivalenz ernst und lädt dazu ein, die Werke sowohl als Zeugnisse künstlerischer Transformation wie auch als Dokumente ihrer Zeit zu betrachten.

 

Licht wird Farbe ist eine Einladung zur Neugier – auf leuchtende Bilder, auf spannende Hintergründe und auf Fragen, die bis heute aktuell sind: Was sehen wir, wenn wir reisen? Und wessen Welt sehen wir dabei eigentlich?

Standort
Standort
Besuchereingang: Mittenwalder Straße, 82431 Kochel am See
Öffnungszeiten
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Mittwoch10:00–18:00
Donnerstag10:00–18:00
Freitag10:00–18:00
Samstag10:00–18:00
Sonntag10:00–18:00
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