Bonn
Museum

Frauenmuseum Bonn

Im Krausfeld 10, 53111 Bonn

Das Frauenmuseum Bonn ist ein Haus der aktiven Teilhabe, der Frauenkultur und zeitgenössischen Kunst. 

 

In umfassenden Projekt-Ausstellungen werden die Themen unserer Zeit und der Geschichte aus dem Blickwinkel der Frau erörtertet, wissenschaftlich fundiert und künstlerisch interpretiert. Ein umfangreiches Archiv bietet einen Überblick über die Geschichte der Frauenbewegung, Künstler:innen und Politiker:innen der Gegenwart.

 

 

KinderAtelier im Frauenmuseum

 

Seit 2004 gibt es im Frauenmuseum eine eigene Werkstatt für Kinder und Jugendliche. Sie wird von Lene Pampolha und Ulrike Tscherner-Bertoldi geleitet. Das Kinderatelier bietet Führungen, Workshops, Ferienprogramme, Lesungen, Kinderausstellungen und diverse Projekte an.

 

Die Museumsklasse ist ein Kooperationsprojekt mit der Karlschule, das seit 2011 im Frauenmuseum besteht.

Veranstaltungen und Ausstellungen

24.05.26 - Auf unbestimmte Zeit

Frauenbewegungen 1865 _ 1971 _ 2006

Die Dauerausstellung des Frauenmuseums Bonn erzählt die Geschichte der Frauenbewegung von ihren Anfängen bis in die Gegenwart. Ausgehend von den Kämpfen um Bildung, politische Teilhabe und das Frauenwahlrecht beleuchtet sie die vielfältigen Wege, auf denen Frauen gesellschaftliche Veränderungen angestoßen und erkämpft haben.

 

Es werden Themen wie Arbeit, Selbstbestimmung, Gleichberechtigung, Gewalt gegen Frauen sowie feministische Protestbewegungen aufgegriffen. Ergänzt wird die Ausstellung durch Positionen zeitgenössischer Kunst.  

 

Anna Auster | Tremezza von Brentano | Irmtraud Büttner-Hachmeister | Leihgaben von Curt Delander | Herbert Döring-Spengler | MAMU | Lucia Meurer | Maria Pudelko | Eugen Schramm | Antje Siebrecht | Ellen Sinzig | Inge Stahl | Tina Tahir | Thesa Terheyden

 

Historische Aufarbeitung: Bettina Bab

31.05.26 - 17.01.27

Damals, Heute, Morgen. – 45 Jahre Frauenmuseum Bonn.

“Museum ist für uns also nichts verstaubtes, sondern eher eine Umkehrung des Begriffes. Es steckt trotzdem so viel patriachalische Weihe noch drin, daß wir uns richtig ermahnen mußten, daß wir schließlich mit dem Hort der Musen machen können, was wir wollen.”
Marianne Pitzen Gründerin, 1981, über das Projekt Frauen Sommer Museum

 

Das Frauenmuseum Bonn feiert 2026 sein 45-jähriges Jubiläum: 45 Jahre Kunst, Kultur und Geschichte aus weiblicher Perspektive. Dieses Jubiläum ist Anlass, zurückzuschauen, das Heute sichtbar zu machen und gemeinsam nach vorn zu blicken. Das Jahresprojekt 2026 gliedert sich in drei miteinander verbundene Teile: Es erinnert an die Geschichte des Hauses und seine wegweisenden Ausstellungen, es zeigt die Vielfalt und Relevanz der aktuellen Arbeit, und es öffnet einen partizipativen Raum für Visionen einer feministischen Museumspraxis der Zukunft.

 

 

DAMALS

 

Wie wird aus einer Idee ein Ort, der Geschichte schreibt? Die Jubiläums-ausstellung zum 45 jährigen bestehen des weltweit ersten Museums seiner Art, erzählt die eigene Geschichte, läd ein das Haus besser kennenzulernen und öffnet einen Raum zur gemeinsamen Gestaltung der Zukunft des Hauses. Gestartet wird mit einem Blick auf die Gründung des Museums und auf 45 Jahre kontinuierlicher, engagierter Museumsarbeit. Ausgehend von dem ersten Projekt 1981 zeigt sich eine Entwicklung, die von Durchhalte-vermögen, künstlerischer Vision und feministischer Praxis geprägt ist. Werke aus der Sammlung und Leihgaben, Künstlerinnen aus dem Netzwerk sowie Material aus dem eigenen Archiv zeigen auf, womit sich dieses Haus und alle Beteiligten beschäftigt haben.

 

 

HEUTE

 

Nach 45 Jahren hat sich viel getan, einiges ist aber auch geblieben. Was passiert eigentlich heute im Frauenmuseum Bonn? Wir wollen nicht nur unsere Geschichte zeigen sondern Besucherinnen und Besuchern näherbringen was die Arbeit des Frauenmuseums heute ausmacht. Dabei gibt es z.B. Einblicke in aktuelle Netzwerke, Forschung, unser Archiv, die Sammlung sowie die Arbeit des KinderAteliers. Das Museum zeigt auch heute noch eine breite Auswahl an Themen, von Geschichte bis aktuelle politische Debatten, regional und international. Und immer mit dem Blick nach vorne. Daher zeigen wir in der Ausstellung auch ausgewählte Positionen von 15 jungen FLINTA* Künstlerinnen aus NRW, die sich mit Ihren Werken für wichtige Themen stark machen. Sie zeigen als Vertreter:innen einer jungen, wiederständigen Künstler:innen-generation, worauf wir uns auch in Zukunft hoffen können.

 

 

ZUKUNFT

 

Wie sieht das Frauenmuseum in 45 Jahren aus? Was wünschen sich Besucher und Besucherinnen von einem solchen Museum? Wie kann sich feministische Museumsarbeit in den nächsten Jahren entwickeln?

 

Die Zukunftswerkstatt öffnet einen experimentellen Raum für genau diese Fragen. Hier sind Besucherinnen und Besucher eingeladen, mitzudenken, zu diskutieren und eigene Perspektiven einzubringen. Ausgehend von aktuellen Debatten in den Museums-wissenschaften entstehen Visionen für zukünftige Formen des Ausstellens und Vermittelns. Die Zukunftswerkstatt versteht das Museum als gemeinsamen Ort im Werden, als Raum für Utopien, Kritik und konkrete Ideen. Gemeinsam soll das Verhältnis von Kunst, Publikum und Institution neu hinterfrag werden und Impulse für die strategische Weiterentwicklung des Hauses gesammelt werden.

 

 

Junge Kunst Aus NRW

 

Auriane Bail | Ciara May Börnicke | Farida Finesse | Anna Caroline Haase | Katharina Janz | Joséphine Kowalewsky | Luisa Maria Kraft | Luise Liebe | Emmélie Lempert | Sophia Martus | Anna Nguyen | Jacks Matteo Noel Richtering | Mersedeh Sharifi | Simone Wall | Maira Wissing

 

 

Werke aus der Sammlung & Leihgaben

 

Mary Bauermeister | Renate Bertlmann | Homa Emami | Parastou Forouhar | Natalie LL | Rune Mields | Yoko Ono | Tina Schwichtenberg | Annegret Soltau

 

 

Künstler:innen aus dem Netzwerk des FM

 

Pari Azami | Anne Kieschnick | Silke Dombrowsky & Ellen Junger | Khadijeh | Nasrin Mahmoud | Cheryl McIntosh | Consuelo Mendez | Lucilene Pampolha | Biggi Slongo | Firouzeh Görgen-Ossouli | Rojyar Rayani | Chris Werner | Annelie Runge

18.10.26 - 29.11.26

Silke Aurora – Family Affairs

Aus einer persönlichen Auseinandersetzung mit dem Alkoholismus ihres Vaters entwickelt Silke Aurora ein interdisziplinäres Kunstprojekt über die Auswirkungen von Sucht im familiären Kontext. Zwischen liebevoller Erinnerung, Schmerz und Verdrängung untersucht sie, wie sich Abhängigkeit in Beziehungen einschreibt und welche Spuren sie bei den Menschen hinterlässt, die mit ihr leben.

 

In einem bebilderten Begleitbuch, Installationen und Lesungen verbindet Aurora Text und Bild zu einem Erfahrungsraum, der persönliche Erinnerung mit einer gesellschaftlichen Realität verknüpft. Dabei geht es nicht um die bloße Rekonstruktion einer Familiengeschichte, sondern um die Frage, was geschieht, wenn Scham, Schweigen und Verdrängung über Jahre hinweg bestimmen, was sichtbar werden darf.

 

Die Arbeit bewegt sich zwischen Intimität und Öffentlichkeit, zwischen biografischer Erfahrung und gesellschaftlicher Auseinandersetzung. Indem Aurora ihre eigene Geschichte öffnet, schafft sie Raum für Ambivalenzen und Brüche und lädt dazu ein, über die oft unsichtbaren Folgen von Alkoholismus nachzudenken. Das Projekt versteht sich als Versuch, dort Sprache und Wahrnehmung zu schaffen, wo häufig geschwiegen wird.

Standort
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Im Krausfeld 10, 53111 Bonn
Öffnungszeiten
Montaggeschlossen
Dienstag14:00–18:00
Mittwoch14:00–18:00
Donnerstag14:00–18:00
Freitag14:00–18:00
Samstag14:00–18:00
Sonntag11:00–18:00
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