Die im Mai 2008 eröffnete Galerie Stihl Waiblingen ist ein städtisches Ausstellungshaus, das auf die Präsentation von Arbeiten auf und aus Papier spezialisiert ist. Das qualitätsvolle und abwechslungsreiche Programm der Galerie führte seit Eröffnung über 300.000 Besucherinnen und Besucher nach Waiblingen. Der Name der Galerie würdigt eine großzügige Spende der Eva Mayr-Stihl Stiftung, die den Bau der Galerie ermöglichte, und verweist gleichzeitig auf die Trägerin der Institution, die Stadt Waiblingen. Zusammen mit der in unmittelbarer Nachbarschaft gelegenen Kunstschule Unteres Remstal und dem im Jahr 2014 eröffneten Haus der Stadtgeschichte bildet die Galerie ein kulturelles Zentrum zwischen der historischen Stadtmauer und dem Ufer der Rems. Damit positioniert sich die Stadt Waiblingen überregional und auch bundesweit im Bereich der Präsentation und Vermittlung von Kunst und Kultur.
Veranstaltungen und Ausstellungen
Die lieben Nachbarn! Deutschland und Österreich
»Küss' die Hand...«, »Dös geht sich aus« oder »Habe die Ehre« sind uns geläufige Redewendungen, doch sind es nicht die Deutschen, die sie verwenden, sondern unsere Nachbarn - die Österreicher. Deren Charme wird aus deutscher Sicht häufig unter dem Begriff »Wiener Schmäh« verallgemeinert. Die deutschen »Piefkes« gelten aus österreichischer Perspektive oft als überkorrekt, manchmal auch rechthaberisch. Die Sticheleien tun der gegenseitigen Sympathie keinen Abbruch, ist Österreich für die Deutschen doch ein beliebtes kulturelles, sportliches wie kulinarisches Reiseziel und Deutschland für die Österreicher ebenfalls eines der wichtigsten Nachbarländer. Auch die politischen Entwicklungen werden über die Grenzen hinweg aufmerksam verfolgt.
In Zusammenarbeit mit dem Museum Wilhelm Busch – Deutsches Museum für Karikatur & Zeichenkunst, Hannover, zeigt die Galerie Stihl Waiblingen die Ausstellung »Die lieben Nachbarn! Deutschland und Österreich«, die den grundlegenden Fragen nachgeht, was die beiden Länder voneinander unterscheidet, vor allem aber, worin sie Gemeinsamkeiten haben, was sie eint, welche Werte sie teilen. Kein Medium könnte für diese Betrachtung besser geeignet sein als die Karikatur, die einen genauen Blick auf Gesellschaft und Politik wirft. Eigentlich für die heimischen Zeitungen und die heimische Leserschaft produziert, sind die Karikaturen von deutschen und österreichischen Künstlerinnen und Künstlern besonders spannend gegenüberzustellen. Unter ihnen befinden sich unter anderem so bekannte Namen wie Gerhard Haderer, Manfred Deix, Erich Sokol, Petar Pismestrović, Miriam Wurster, Ruth Hebler, Detlef Beck oder Peter Gaymann die uns tagtäglich den Spiegel vorhalten und zum Lachen, aber auch zum Nachdenken bringen.

