Berlin
Museum

Georg Kolbe Museum

Sensburger Allee 25, 14055 Berlin

Das Georg Kolbe Museum im Berliner Westend befindet sich im denkmalgeschützten Künstlerhaus des Bildhauers Georg Kolbe (1877–1947), einem sachlichen, bauhausgeprägten Ensemble von 1928 mit innenliegendem Skulpturengarten. 1950 als Stiftung zur Erschließung, Bewahrung und Vermittlung von Kolbes künstlerischem Nachlass gegründet, versteht sich das Haus heute als Ort der Begegnung, des Austauschs und der Forschung. Das Museum fördert mit Ausstellungen, Veranstaltungen und Vermittlungsangeboten zur Klassischen Moderne und der zeitgenössischen Kunst einen lebendigen Dialog, der historische Fragen mit dem Heute verbindet.

 

Das Museum beherbergt eine bedeutende Sammlung moderner Kunst aus dem Umfeld von Georg Kolbe. Kernthemen des Museums sind die Klassische Moderne im Medium der Bildhauerei mit einem besonderen Augenmerk auf die Bildhauerinnen dieser Zeit. Tanz und die Fotografie, die Architektur des Neuen Bauens und insbesondere die Erforschung von Georg Kolbes Wirken während des Nationalsozialismus haben zudem einen hohen Stellwert in der Museumsarbeit.

Veranstaltungen und Ausstellungen

02.04.26 - 26.07.26

Räume schaffen. Die Konstruktivistin Marlow Moss

Im Jahr 2026 wird das Georg Kolbe Museum eine bedeutende Ausstellung mit Skulpturen der Konstruktivistin Marlow Moss (1889–1958) präsentieren. Es ist die erste große Schau dieser wegweisenden Künstlerin in Deutschland – eine Schlüsselfigur der abstrakten Kunst wird in den Fokus gerückt.

 

Als eine der wenigen in den avantgardistischen Kreisen aktiven und anerkannten Frauen sowie als Mitglied der Pariser Künstler:innenvereinigung Abstraction-Création entwickelte Moss eine unverwechselbare Formensprache zwischen Malerei und Skulptur. Mit ihren streng rhythmischen Kompositionen, geometrischen Reliefs und ihrer innovativen Verwendung der Doppellinie in der konstruktivistischen Malerei suchte sie nach einer universellen Ordnung von Farbe, Linie und Raum.

 

Lange Zeit blieb ihr Werk im Schatten der Kunstgeschichte – nicht zuletzt aufgrund von Verfolgung, Exil, dem Verlust vieler Arbeiten und ihrem queeren Selbstverständnis. Das Georg Kolbe Museum präsentiert es nun in einer Ausstellung. Erstmals werden dabei die noch erhaltenen Skulpturen von Marlow Moss gemeinsam gezeigt. Malerei, Zeichnungen, Fotografien, Filme und Archivmaterial ergänzen die Ausstellung, die ein eindrucksvolles Bild der künstlerischen Vision und des bewegten Lebens von Moss zeichnen.

 

Die zeitgenössischen Künstler:innen Leonor Antunes (*1972), Tacita Dean (*1965), Florette Dijkstra (*1963) und Ro Robertson (*1984) bereichern die Ausstellung mit ihren eigenen künstlerischen Perspektiven, die verschiedenste Verbindungslinien zu Moss eröffnen. Im lebendigen Dialog der Werke entsteht so eine fesselnde Begegnung zwischen Vergangenheit und Gegenwart.

 

Die Ausstellung führt Leihgaben aus bedeutenden Museen und Archiven in Großbritannien, den Niederlanden, der Schweiz, Frankreich, den USA und Deutschland sowie zahlreichen Privatsammlungen zusammen.

 

Kuratiert wird das Projekt von Dr. Lucy Howarth und Dr. Elisa Tamaschke. Begleitend erscheint ein zweisprachiger Katalog (dt./engl.)  im Hirmer Verlag.

Standort
Standort
Sensburger Allee 25, 14055 Berlin
Öffnungszeiten
Montag11:00–18:00
Dienstaggeschlossen
Mittwoch11:00–18:00
Donnerstag11:00–18:00
Freitag11:00–18:00
Samstag11:00–18:00
Sonntag11:00–18:00
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