Nürnberg
Museum

Germanisches Nationalmuseum

Kartäusergasse 1, 90402 Nürnberg

Im Zentrum Nürnbergs bietet das Germanische Nationalmuseum eine Zeitreise durch 600.000 Jahre europäische Kunst, Kultur und Geschichte. Hoch- und Alltagskultur bilden im größten kulturgeschichtlichen Museum des deutschen Sprachraums eine Einheit und geben einen faszinierenden Einblick in das kulturelle Erbe Europas.

 

Europäische Kultur lebte schon immer von Austausch. Sie ist wie ein Spiegel antiker, byzantinischer, arabischer und asiatischer Kultur. Das GNM will Einflüsse erkennen, Zusammenhänge verstehen, um Geschichte zu erzählen. Als Leibniz Forschungsmuseum begegnen es diesem Erbe mit Respekt und allen Möglichkeiten der wissenschaftlichen Forschung.

 

Ein Goldhut der Bronzezeit und der älteste Globus der Welt, die Adlerfibel aus Ravenna oder das Astrolab aus Syrien zeigen die wechselhafte Geschichte des Menschen. Dies genauso eindrücklich wie die meisterhaften Bildwerke Albrecht Dürers oder die Kniende von Wilhelm Lehmbruck.

 

Der Gang durchs Museum ist auch eine Zeitreise durch die Geschichte der Architektur: Die postmoderne Eingangshalle führt zum gotischen Kartäuserkloster, die grünen Gärten der Innenhöfe spiegeln sich in den Glas-Bauten der Moderne von Sep Ruf – zusammen bilden sie das GNM.

Veranstaltungen und Ausstellungen

01.07.26 - 31.01.27

Farbenfrohe Buchseiten: Illuminierte Fragmente aus mittelalterlichen Handschriften

Das GNM zählt mit rund 400 Fragmenten mittelalterlicher Handschriften zu den bedeutendsten Sammlungen im deutschen Sprachraum. Es sind teilweise ganze Seiten oder ausgeschnittene, kunstvolle und farbenfrohe Initialen. Sie entstanden zwischen dem 9. und 15. Jahrhundert und stammen aus Gradualen, Antiphonarien, Missalien, Bibeln, religiösen Texten und Heiligenlegenden. Damit eröffnen sie einen faszinierenden Einblick in die Vielfalt und Schönheit der mittelalterlichen Buchkunst.

 

Nach der Revolution von 1789 in Frankreich wurde es zunehmend üblich, alte Kodizes zu zerlegen – eine Art kultureller »Vandalismus«. Zwar wurden die einzelnen Blätter aus ihrem ursprünglichen Zusammenhang gerissen. Trotzdem zeigen sie weiterhin ihre chronologische, regionale und thematische Vielfalt. Durch umfangreiche Forschungsarbeiten in den letzten Jahren konnte eine Rekonstruktion ursprünglicher Zusammenhänge erreicht und somit bislang Aspekte aufgedeckt werden.

 

Die intensive Farbigkeit, die präzise Naturbeobachtung sowie die fantasievollen Randverzierungen und Initialen verleihen den Blättern eine außergewöhnliche erzählerische Lebendigkeit. Obwohl die meisten dieser Blätter bereits 1903 veröffentlicht wurden, gab es bislang keine umfassende Präsentation, die einen vollständigen Überblick bot.

 

Bitte beachten: Um die empfindlichen Originale zu schützen, werden sie Anfang November 2026 durch andere Exemplare ersetzt.

01.07.26 - 01.11.26

HERBERT LEUPIN: PLAKATE 1938–1974

Herbert Leupin (1916–1999) gilt nicht nur als Miterfinder der lila Milka-Kuh. Mit einem imposanten Gesamtwerk von rund 1000 Plakaten gehört er zu den produktivsten und bedeutendsten Grafikern der Schweiz.

Leupin konzentrierte sich insbesondere auf die Produktwerbung. Seine Entwürfe, in denen zumeist nur wenig Text Platz findet, spiegeln eine eigene, äußerst kreative Bildsprache. Während die Plakate der 1940er-Jahre häufig das Produkt monumentalisieren und durch die ungeheure Stofflichkeit der Motive überzeugen, zeichnen sich die Arbeiten der folgenden Jahrzehnte durch einen eher skizzenhaften Stil aus.

 

Für einige Kunden – etwa für die Reemtsma GmbH oder die Eptinger Mineralquelle AG – schuf er über lange Zeiträume hinweg ganze Plakatserien. Populär wurden Leupins Plakate aber auch aufgrund ihres Humors und Bildwitzes, der beim Publikum ein »Gute-Laune-Gefühl« hervorruft.

Das Spotlight gibt mit der Präsentation von 16 Plakaten einen guten Einblick in Leupins internationale Karriere als Entwerfer.

 

15.10.26 - 11.04.27

Body – Aspekte des Körperlichen. Werke aus der Stiftung Spengler

Ausgewählte Werke aus der Stiftung Spengler rücken über sieben Jahrzehnte – von 1950 bis 2020 – den menschlichen Körper ins Zentrum künstlerischer Auseinandersetzung. Die Ausstellung entfaltet diesen Fokus in zwei Perspektiven: Kunst für den Körper zeigt Werke, die unmittelbar auf die Sinne der Betrachtenden wirken und eigene Körpererfahrungen bewusst machen. Bilder vom Körper versammelt Objekte, die den menschlichen Körper in multiplen Facetten darstellen und zur Reflexion über gesellschaftliche und persönliche Wahrnehmungsmuster anregen.

 

Diese beiden Zugänge strukturieren die Ausstellung und eröffnen zugleich vielfältige Verbindungen zwischen den Werken. Ergänzend setzen zeitgenössische Interventionen in der Dauerausstellung des GNM das Thema »Körper« in einen erweiterten Dialog mit den Sammlungsbeständen des Hauses.

 

Im Mittelpunkt steht die Erkenntnis, dass der menschliche Körper nicht nur Gegenstand, sondern Voraussetzung der Kunstrezeption ist. Die Ausstellung lädt dazu ein, Nähe zwischen Kunstwerk und Betrachtenden herzustellen – sei es durch eigene sinnliche Erfahrung oder durch die Auseinandersetzung mit Körperbildern, die gesellschaftliche Konventionen sichtbar machen.

Standort
Standort
Kartäusergasse 1, 90402 Nürnberg
Öffnungszeiten
Montaggeschlossen
Dienstag10:00–18:00
Mittwoch10:00–20:30
Donnerstag10:00–18:00
Freitag10:00–18:00
Samstag10:00–18:00
Sonntag10:00–18:00
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