Oldenburg
Museum

Horst-Janssen-Museum

Am Stadtmuseum 4–8, 26121 Oldenburg

Das Horst-Janssen-Museum hat sich der Bildenden Kunst auf Papier verschrieben. Namensgeber ist der große, norddeutsche Zeichner, Radierer, Holzschneider, Plakatkünstler, Illustrator, Autor und Grafiker Horst Janssen. Das Museum bietet eine spannende Begegnung mit Werk und Persönlichkeit des eigenwilligen Künstlers.

 

Die Zeichnung als universelles Ausdrucksmittel des Menschen steht im Mittelpunkt. Neben der Kunst von Horst Janssen interessieren uns und unsere Gäste die klassischen und zeitgenössischen Strömungen dieser Gattung. Darüber hinaus untersuchen wir, wie beispielsweise digitale Werkzeuge die Zeichnung verändern können (»Move The Line«, 2016), was Zeichnung alles sein kann (Partituren-Ausstellung »Sound goes Image«, 2017; »Das kann nur Zeichnung«, 2020) oder welches individuelle Verständnis Künstlerinnen und Künstler von ihr haben (»Museum für Zeichnung« von Monika Bartholomé, 2018; »Universal Turn« von Jorinde Voigt, 2019).

 

Das Museum besteht aus drei Ausstellungsebenen. Auf der 1. Ebene finden Sie die Dauerausstellung zum Leben und Werk von Horst Janssen. Auf der 2. und 3. Ebene finden Sonderausstellungen statt.

Veranstaltungen und Ausstellungen

23.11.23 - Auf unbestimmte Zeit

Christoph Niemann: Current Lines

Der international tätige Künstler und Illustrator Christoph Niemann verwandelt die Fassade des Horst-Janssen-Museums in ein leuchtendes Kunstwerk. Die Wandzeichnung mit dem Titel »Current Lines« ist seine bisher größte Arbeit im öffentlichen Raum. Die Installation wurde in den Abendstunden des 23. Novembers 2023 erstmals illuminiert und soll dem Museum auch zu mehr Sichtbarkeit im Stadtraum verhelfen. Im Zuge des Neubaus des angrenzenden Stadtmuseums und der damit einhergehenden Baustelle versteht sich das Kunstprojekt als Gelegenheit für einen ungewöhnlichen Perspektivwechsel. So wird in dieser Umbruchphase das Gebäude des Horst-Janssen-Museums selbst zur Leinwand.

 

 

Über Christoph Niemann

 

»Das Horst-Janssen-Museum ist das Haus eines Zeichners. Und die Faszination für die Linie kann man in jeder einzelnen unserer Sonderausstellungen ablesen«, sagt Museumsleiterin Dr. Jutta Moster-Hoos. »Ein Experte für die Linie, ihren Abstraktionsgrad, ihre Treffsicherheit und Zuspitzung ist Christoph Niemann. Er ist die Idealbesetzung, um an der Fassade des Museums, das sich nicht nur Horst Janssen, sondern der Zeichenkunst widmet, ein Wandbild zu gestalten.« Christoph Niemann » (*1970) ist international als Illustrator und Grafiker beschäftig, hat verschiedene Bücher veröffentlicht und zeichnet regelmäßig Titelbilder für »The New Yorker«, »National Geographic« und »ZEIT Magazin«. 2017 wurde er in einer Episode der Netflix-Serie »Abstract: The Art of Design« porträtiert. Auf seinem Instagram-Kanal @abstractsunday verfolgen 1,1 Millionen Menschen seine wöchentlich erscheinenden Illustrationen und Animationen.

 

 

Zeichnerischer Schaffensprozess auf 50 Metern visualisiert

 

Das 50 Meter lange Wandbild »Current Lines« zeigt einen zeichnenden Menschen, der am Tag ein anderes Bild abgibt als bei Nacht. Die schwarze Zeichnung auf der weißen Fassade wird durch Lichtschnüre ergänzt, die in der Nacht aufleuchten. »Es geht um Inspiration und Arbeit, um Kopf und Hand, Vorhandenes und Erdachtes, um Figuren und Ornamente, letzten Endes um Stift und Papier, die am Anfang von allem kreativen Schaffen stehen«, erläutert Jutta Moster-Hoos. »Das Wandbild von Christoph Niemann thematisiert auf leichte und überraschende Weise den Schaffensprozess und bringt gleichzeitig die geschwungene Fassade des Museums über eine Länge von über 50 Metern zum Tanzen.«

 

 

Förderung und Umsetzung

 

Finanziell gefördert wurde die Umsetzung des Wandbildes von den Freunden und Förderern des Horst-Janssen-Museums e.V. Mit 12.000 Euro beteiligten sie sich an den Kosten des Kunstwerkes. Die Umsetzung von Christoph Niemanns Fassadenbild übernahmen die Firma BunteWände aus Ibbenbühren, die sich auf künstlerische Fassadengestaltung und Graffitis spezialisiert hat, und die Firma Protones aus Lüneburg, die für die Installation der Elektrik und Lichttechnik des Wandbildes verantwortlich ist.

15.11.25 - 26.07.26

Christoph Niemann. Randnotizen – Werkschau

Er zeichnet regelmäßig Titelbilder für The New Yorker, hat 1,1 Millionen Follower auf Instagram und Netflix hat ihm eine eigene Episode der Serie Abstract: The Art of Design gewidmet: Christoph Niemann. Die Außenfassade des Horst-Janssen-Museums ziert seit 2023 sein 50 Meter langes Wandbild Current Lines. Nun ist die Kunst von Christoph Niemann (*1970) endlich auch im Horst-Janssen-Museum zu sehen und zwar in Form einer großen Werkschau vom 15. November 2025 bis zum 17. Mai 2026. 

 

Auf zwei Ebenen (700 qm) präsentiert das Museum Werkreihen des international tätigen Illustrators und Grafikers. Es sind so bekannte Serien wie die Sunday Sketches dabei, in denen Christoph Niemann ausgehend vom Foto eines Alltagsgegenstandes mit Hilfe von Zeichnung eine motivische Verfremdung schafft. Auch die Photo Drawings gehören dazu. Hier werden Fotomotive, die der Künstler auf Reisen festgehalten hat, mit originellen Einfällen umgedeutet oder erweitert. 

 

Die Werkschau zeigt auch Niemanns farbintensive Tuschezeichnungen, in denen der Künstler mit reduzierten Strichen und Flächen die Atmosphäre von quirligen Städten, kargen Landschaften und üppiger Botanik sinnlich erfahrbar macht. Zu sehen sind außerdem seine Siebdrucke, die fast malerisch daherkommen, und die Linolschnitte seiner ZOO-Serie, aber auch ›angewandte‹ Zeichnungen, wie die Covergestaltungen für die großen internationalen Magazine. 

 

Christoph Niemann reflektiert immer wieder auch sein eigenes Schaffen und das kreative Arbeiten überhaupt. Visuell und sprachlich verdichtet er komplexe Fragen und bringt sie auf den Punkt. Dabei ist er heiter, scharfsinnig und gewitzt und verblüfft uns mit minimalistischen Zeichnungen. 

 

Zum Mitmachen und Kreativwerden laden nicht nur die vielfältigen und hochkarätigen Workshops des Rahmenprogramms ein. Auch in der Ausstellung können sich kleine und große Museumsgäste auf interaktive Werke und Spiele wie Christoph Niemanns Kid’s App freuen. Christoph Niemann. Randnotizen ist eine Ausstellung zum Staunen über das, was Zeichnung alles kann.

 

Kuratorin: Jutta Moster-Hoos. Kuratorische Assistenz: Antje Tietken.

Standort
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Am Stadtmuseum 4–8, 26121 Oldenburg
Öffnungszeiten
Montaggeschlossen
Dienstag10:00–18:00
Mittwoch10:00–18:00
Donnerstag10:00–18:00
Freitag10:00–18:00
Samstag10:00–18:00
Sonntag10:00–18:00
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