Seit 2016 zeigt das KINDL – Zentrum für zeitgenössische Kunst wechselnde Ausstellungen internationaler Gegenwartskunst. Neben Malerei, Skulptur, Installation und Performance bilden Film- und Videopräsentationen einen weiteren Schwerpunkt in der Programmatik des Hauses. Das KINDL versteht sich als Produktions- und Diskussionsort zeitgenössischer Kunst und reagiert dabei auch auf jüngere künstlerische Entwicklungen. Die Ausstellungsprojekte werden von einem umfangreichen Diskurs- und Vermittlungsprogramm begleitet, das zur aktuellen Debatte beitragen möchte. Im Februar 2020 übernahm Kathrin Becker die künstlerische Leitung von Gründungsdirektor Andreas Fiedler. Der inhaltliche Fokus ihrer Arbeit liegt auf dem Zusammenspiel von gesellschaftlichen Fragestellungen und Kunst als kommunikativer Raum, der einen kritischen Blick auf die Phänomene einer globalisierten Gegenwart ermöglicht.
Der Gebäudekomplex des KINDL – ein ehemaliges Brauereigebäude – verfügt über mehr als 1.600 qm Ausstellungsfläche, die für thematische Ausstellungen und Soloprojekte genutzt werden. Für das imposante Kesselhaus mit seinen rund 20 Metern Höhe und Seitenlänge und den an den Wänden erhaltenen Spuren vorheriger Nutzung haben internationale Künstler:innen ortsspezifische Arbeiten realisiert. Die drei Etagen des ehemaligen Maschinenhauses bieten auf jeweils rund 400 qm Ausstellungsflächen für Einzel- und Gruppenausstellungen sowie den 2020 neu eingerichteten M1 VideoSpace.
Veranstaltungen und Ausstellungen
Cornelia Parker – Stolen Thunder (A Storm Gathering)
Cornelia Parker (* 1956 in Cheshire, lebt in London) begreift Gewalt und Zerstörung als zentrale Momente bildhauerischer Praxis. In ihrem skulpturalen und installativen Werk verbindet sie Dekonstruktion und Neugestaltung. Alltägliche Gegenstände setzt sie Kräften aus, die deren Form verändern und neue Sinnzusammenhänge schaffen. Für das monumentale Kesselhaus realisiert sie eine ortsspezifische, immersive Installation – ein gewaltiges fiktives Ereignis von unmittelbarer physischer Präsenz.
Kuratorin: Kathrin Becker
Eröffnung: 13. September 2025, 18–21 Uhr

