Bregenz
Museum

KUB – Kunsthaus Bregenz

Karl-Tizian-Platz, 6900 Bregenz

Bereits 1992, fünf Jahre vor der KUB Eröffnung 1997, wurde das Projektbüro Kunsthaus Bregenz gegründet. Von diesem Jahr an sammelt das Kunsthaus Bregenz mit den Schwerpunkten Architektur und österreichischer Gegenwartskunst. Ebenso wie das KUB Programm wurde die KUB Sammlung von Jahr zu Jahr internationaler. »Vieles davon sind Schenkungen«, erklärt Ute Denkenberger. Andere Objekte werden eigens für Ausstellungen im Kunsthaus Bregenz entwickelt und werden anschließend Teil der Sammlung. Neben Werken zeitgenössischer junger Künstler:innen wie Maria Anwander, Nilbar Güreş, Benjamin Hirte, Angelika Loderer, finden sich auch Werke von arrivierten international bekannten Künstler:innen wie Maria Lassnig, Valie Export, Ai Wei Wei und Heimo Zobernig in der Sammlung.

 

Das Archiv Kunst Architektur bewegt sich an der Schnittstelle zwischen Kunst, Architektur und Design. Es bewahrt Objekte von Künstler:innen, die sich architektonischen Fragen stellen oder Aufgaben des Designs widmen. Dazu zählt u.a. die archivierten Architekturmodellen von Peter Zumthor, Entwurfszeichnungen von Per Kirkeby sowie Bleistiftzeichnungen von Donald Judd.

Veranstaltungen und Ausstellungen

17.10.26 - 24.01.27

Torkwase Dyson

Torkwase Dyson bezeichnet sich selbst als Malerin, wobei ihr Werk weit über die klassische Malerei hinausgeht. In großformatigen Skulpturen, Zeichnungen, architektonischen Installationen und performativen Arbeiten untersucht sie die Verbindungen von Körper, Raum, Natur und Infrastruktur. Besonders interessiert sie, wie »Schwarze Körper« Raum wahrnehmen, gestalten, durchqueren, indem sie die durch Kolonialismus und Ideologien geprägten Strukturen ablehnen. Grundlage von Dysons Arbeit ist ihr Konzept des »Black Compositional Thought«, das untersucht, wie Kohärenz Improvisation ermöglicht. »Black Compositional Thought« beschreibt eine Praxis, die Welten von Schönheit und räumlicher Freiheit in allen Bereichen des Lebens ohne Garantie auf Beständigkeit gestaltet, ordnet und konstruiert.

 

Ein wichtiges Thema in Dysons Werk ist Wasser. Es ist physisches Element, Träger von Geschichte und Symbol für Bewegung, Widerstand und Veränderung. In ihrer 2023 bei Desert X in Palm Desert, Kalifornien, gezeigten Skulpturenserie Liquid A Place wird Wasser zum Speicher kollektiver Erinnerungen. Flüsse, Seen und Ozeane dienen als Archive von Versklavung, Migration, Bewegung, Verbindung und Heilung. Dyson fragt, wie Wasser nicht nur als physisches, sondern auch als politisches Mittel verstanden werden und wie Flüssiges helfen kann, neue Vorstellungen von Fürsorge, Verbindung und Beweglichkeit zu entwickeln.

 

Für das Kunsthaus Bregenz plant Dyson ein mehrteiliges Projekt. In den unteren Stockwerken entstehen ebenso großformatige wie leichte Skulpturen, gedacht als »multiskalares Gemälde«, in dem kleine Details und große Zusammenhänge zugleich sichtbar werden. In einem anderen Stockwerk verdichtet eine zwölfkanalige Klanginstallation Instrumentalaufnahmen und elektronische Klänge zu einer umfassenden räumlichen Collage.

 

Im obersten Stockwerk präsentiert Dyson immersive Malereien, inspiriert vom Plantagenozän – ein Begriff für die globalen Veränderungen durch große ausbeuterische Agrarbetriebe wie Plantagen. Die Arbeiten lenken den Blick auf historische und aktuelle Formen von Ausbeutung, Rassismus und Umweltzerstörung.

 

Dysons Werke sind zugleich monumental und zerbrechlich, modular und miteinander verbunden. Jedes Werk schafft einen eigenen Raum, in dem Materialien in die Umgebung hinauswachsen und Oberflächen von Zeit und Geschichte erzählen. Die Erfahrung bleibt dabei immer körperlich spürbar. Ihre Arbeit verzichtet auf feste Strukturen und lebt von Improvisation, Flüchtigkeit und Wandel. Besonders bedeutsam ist ihr die Intimität kollektiver Erfindung, in der Veränderung und Vergänglichkeit als Grundlage von Erfahrung spürbar werden.

 

Torkwase Dyson (*1973, Chicago) lebt und arbeitet in Beacon, New York. Ihre Werke waren im Rahmen der Whitney Biennale 2024, New York, der 12. Seoul Mediacity Biennale, der 35. Bienal de São Paulo, jeweils 2023, und bei der Sharjah Biennial 14, 2019, zu sehen. Einzelausstellungen hatte sie unter anderem im ›T‹ Space, Rhinebeck, New York, 2023, in der Pace Gallery, New York, 2022 und 2020, in der Hall Art Foundation, in Schloss Derneburg, Deutschland, 2021, im Serpentine Pavilion, Serpentine Galleries, London, 2021, und im New Orleans Museum of Art, Louisiana, 2020. Im Auftrag des Public Art Fund realisierte Dyson im Mai 2025 mit Akua ihre erste große Klanginstallation im Brooklyn Bridge Park in New York. Zudem entwickelte sie 2025 für das Costume Institute am Metropolitan Museum of Art, New York, das konzeptuelle Design für Superfine: Tailoring Black Style, 2025.

Standort
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Karl-Tizian-Platz, 6900 Bregenz
Öffnungszeiten
Montag10:00–18:00
Dienstag10:00–18:00
Mittwoch10:00–18:00
Donnerstag10:00–20:00
Freitag10:00–18:00
Samstag10:00–18:00
Sonntag10:00–18:00
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