Die Kunsthalle Jesuitenkirche ist seit 1990 das Ausstellungshaus der Stadt Aschaffenburg mit Schwerpunkten der Klassischen Moderne und gefestigter Positionen der Gegenwart.
Förderkreis Kunsthalle Jesuitenkirche e.V.
Der Verein unterstützt die Kunsthalle bei der Verwirklichung ihres Ausstellungsprogramms, das vom 19. Jahrhundert über die Klassische Moderne bis zur Gegenwartskunst reicht.
Besonderes Augenmerk richtet der Verein auf die inhaltliche Vermittlung der Ausstellungen durch Führungen, Künstlergespräche etc.
Daneben möchte der Verein, soweit es in seinen Kräften steht, die Durchführung größerer Ausstellungen sowie wichtiger Publikationen und sonstige Veranstaltungen der Kunsthalle durch finanzielle Beiträge, aber auch ideelle Hilfe, fördern.
Die Mitglieder des Förderkreises unterstützen die Arbeit der Kunsthalle, z. B. durch Mitgliederwerbung, Teilnahme an deren Veranstaltungen, Führungen und Künstlergesprächen sowie durch Hilfe bei der Suche nach Sponsoren. Darüber hinaus ist finanzielle Hilfe in Form von Spenden stets willkommen.
Veranstaltungen und Ausstellungen
Johannes Grützke. Der Menschenmaler
Mit »Johannes Grützke. Der Menschenmaler« präsentiert die Kunsthalle Jesuitenkirche erstmals in der Region eine umfassende Ausstellung zum Werk des Berliner Künstlers (1937–2017). Die rund 50 gezeigten Arbeiten bieten einen vielschichtigen Einblick in das Schaffen eines der eigenwilligsten Vertreter der figurativen Malerei in der deutschen Nachkriegskunst.
Grützkes kraftvolle Bildsprache, geprägt von intellektueller Schärfe und subversivem Humor, stellt den Menschen konsequent ins Zentrum. Seine Werke zeigen keine idealisierten Abbilder, sondern tragikomische, komplexe und zutiefst soziale Individuen. Über ein halbes Jahrhundert hinweg entstand ein unverwechselbares Œuvre, das mit scharfem Blick Rollenbilder, Maskeraden und gesellschaftliche Absurditäten seziert. In Porträts, Gruppenbildern und szenischen Kompositionen entfaltet sich ein erzählerisches Panorama menschlicher Verhaltensweisen.
Die Ausstellung ist in vier thematische Bereiche gegliedert, die zentrale Aspekte von Johannes Grützkes Schaffen beleuchten.
Glashaus
Als Bühne für Doppel-Setzungen an beiden Orten – Innenhof und Kornhäuschen – verknüpfen die Institutionen Ausstellung, Prozess und Begegnung. Künstler:innen reagieren in wechselnden Interventionen auf Stadtraum und Publikum; Gespräche und Aktionen begleiten das Programm über die gesamte Laufzeit. Damit entsteht ein offener Raum, in dem künstlerische Impulse, spontane Begegnungen und öffentliche Diskussionen selbstverständlich zusammenfinden.

