Vaduz
Museum

Kunstmuseum Liechtenstein

Städtle 32, 9490 Vaduz

Das Kunstmuseum Liechtenstein ist das staatliche Museum für moderne und zeitgenössische Kunst. Mit seiner ikonischen Architektur und der dunklen reflektierenden Fassade prägt es seit dem Jahr 2000 das Ortsbild von Vaduz und trägt maßgeblich zur internationalen Ausstrahlung Liechtensteins bei.

 

Die Sammlung umfasst internationale Kunst von der frühen Moderne bis zur Gegenwart, mit Fokus auf Skulpturen, Installationen und Objekten. Statt einer permanenten Sammlungspräsentation werden wechselnde Formate gezeigt, die einen stets neuen Dialog mit Werken aus der Sammlung ermöglichen. Mit Ausstellungen zu aktuellen Themen, Artist's Choice-Präsentationen oder Einzelausstellungen möchte das Kunstmuseum sein Publikum für die vielfältigen Geschichten begeistern, die seine Sammlung bereithält.

 

Das Museum verfolgt das Ziel, neue Perspektiven und befruchtende Kontaminationen aufzuzeigen; performative und prozessuale Elemente spielen dabei eine wichtige Rolle. Es versteht sich als offener Ort der Begegnung und des Austauschs – der »Seitenlichtsaal« bietet Raum für Veranstaltungen, Projekte, Vertiefungen und gemeinsame Erlebnisse. Interdisziplinarität, Diversität, Nachhaltigkeit und Inklusion sind für das Kunstmuseum Liechtenstein wichtige Werte, die sich auch in der Programmatik, einschließlich der Angebote der Kunstvermittlung, widerspiegeln.

 

Seit 2015 ist das Kunstmuseum um das Ausstellungsgebäude der Hilti Art Foundation erweitert. Die bedeutende liechtensteinische Privatsammlung umfasst herausragende Werke der klassischen Moderne und der Gegenwartskunst. Beide Häuser verfolgen ein eigenes Programm, sind jedoch architektonisch miteinander verbunden und teilen sich einen gemeinsamen Eingangs- und Kassabereich. 130 Jahre Kunstgeschichte warten im Kunstmuseum Liechtenstein darauf, erfahren und entdeckt zu werden.

Veranstaltungen und Ausstellungen

08.05.26 - 17.05.27

Abstract – In Focus: Carmen Herrera, Wassily Kandinsky, Mark Rothko

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts entwickelten Künstler:innen eine neue Bildsprache: Sie sollte nicht mehr das Sichtbare abbilden, sondern radikal modern sowie weltweit verständlich sein.

 

Wissenschaft, Technik und Fortschritt, aber auch die Suche nach dem Geistig-Seelischen wurden zu Triebfedern für eine Kunst, die ganz auf Linien, Farben und Formen reduziert war. Bis heute fasziniert uns die Abstraktion in ihren vielfältigen Ausprägungen.

 

Im Zentrum dieser Ausstellung mit rund 60 Werken stehen drei bedeutende Neuerwerbungen von Carmen Herrera, Wassily Kandinsky und Mark Rothko. Umringt von weiteren Gemälden und Skulpturen der eigenen Sammlung veranschaulichen sie drei unterschiedliche Spielarten der Abstraktion – das Lösen vom Gegenstand, die geometrische Konstruktion und die Farbfeldmalerei. Mit ihren transnationalen Biografien belegen diese Künstlerpersönlichkeiten außerdem, dass die Abstraktion von jeher eine globale Bewegung war und noch immer ist.

 

Kuratiert von Karin Schick, Direktorin der Hilti Art Foundation.

 

Werke von:

Josef Albers, Hans Arp, Rudolf Belling, Max Bill, Max Ernst, Alberto Giacometti, Fritz Glarner, Camille Graeser, Katharina Grosse, Erich Heckel, Carmen Herrera, Leiko Ikemura, Alexej Jawlensky, Wassily Kandinsky, Ernst Ludwig Kirchner, Paul Klee, Imi Knoebel, Verena Loewensberg, August Macke, Franz Marc, Joan Miró, Piet Mondrian, Jackson Pollock, Hanna Roeckle, Mark Rothko, Karl Schmidt-Rottluff, Jan Schoonhoven, Sean Scully, Sophie Taeuber-Arp, Yves Tanguy, Liliane Tomasko, Friedrich Vordemberge-Gildewart, Wols

 

04.09.26 - 10.01.27

Evi Kliemand – Übers Wasser gehen

Evi Kliemand (geb. 1946 in Grabs, CH, Vaduzer Bürgerin) ist Malerin, Schriftstellerin, Lyrikerin, Publizistin und Kulturvermittlerin.

 

Ihre Schaffensorte finden Widerhall in ihrem Werk – Lavadina in Triesenberg (LI) mit Blick auf das Rheintal und Intragna im Tessin (CH), am Zusammenfluss der beiden Wildbäche Melezza und Isorno, sowie Vaduz (LI), wo sie lebt. Der Ort, an dem Wasser und Land aufeinandertreffen, ist auch ein Ort der Malerei und der räumlichen Transparenz. Uferwelten und Übergangsbereiche bilden nicht nur zentrale Motive, sondern zeigen sich auch in Kliemands zyklischer und prozessualer Arbeitsweise.

 

Die unmittelbare Nähe zur Landschaft ist Bezugspunkt, Impuls und Anliegen zugleich. Sehend und horchend wahrnehmend deckt die Künstlerin Verborgenes oder Vergessenes auf und macht das Verschwindende sichtbar. Beweggrund ihres bildnerischen und poetischen Werkes ist, Verlusten vorzubeugen, etwas zurückzugeben und für kommende Generationen als Wahrnehmung in Erinnerung zu behalten.

 

Die Ausstellung nimmt Werke aus der Sammlung des Kunstmuseum Liechtenstein, mehrheitlich aus der Schenkung des Kulturwissenschaftlers Ralph Kellenberger, zum Ausgangspunkt und macht ausgewählte Schaffensphasen der Künstlerin sowie ihr literarisches Werk über Hörstationen erfahrbar.

 

Eine Produktion des Kunstmuseum Liechtenstein, kuratiert von Annett Höland in Zusammenarbeit mit der Künstlerin.

 

Zur Ausstellung erscheint ein Sammlungsheft mit Beiträgen von Claudio Guarda, Annett Höland, Evi Kliemand, Christiane Meyer-Stoll und Jürgen Thaler. Mit großzügiger Unterstützung der Stiftung Fürstlicher Kommerzienrat Guido Feger.

Standort
Standort
Städtle 32, 9490 Vaduz
Öffnungszeiten
Montaggeschlossen
Dienstag10:00–17:00
Mittwoch10:00–17:00
Donnerstag10:00–20:00
Freitag10:00–17:00
Samstag10:00–17:00
Sonntag10:00–17:00
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