Düsseldorf
Museum

Kunstpalast

Ehrenhof 4–5, 40479 Düsseldorf

Als Kunstmuseum der Stadt blickt der Kunstpalast auf eine vielseitige, über 300-jährige Tradition zurück. Schon Mitte des 19. Jahrhunderts wird in Düsseldorf der Verein zur Errichtung einer Gemäldegalerie gegründet. Seine Mitglieder – Bürger, Unternehmer und Künstler – erklären eine städtische Galerie zur »eigentlichen Lebensfrage Düsseldorfs«. Der Erfolg der Initiative zeigt sich 50 Jahre später: 1913 wird das Kunstmuseum Realität. Der erste Direktor Karl Koetschau setzt sich zum Ziel, möglichst vielen Düsseldorfern Kunst näherzubringen. Der Kunstpalast versteht sich aus seiner Geschichte heraus als Bürgermuseum, das alle Menschen seiner Stadt anspricht und sie willkommen heißt.

 

Düsseldorfs lebendige Kunstszene lebt von der Kunstakademie. Die Gründung des Kunstpalasts geht auf die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen der Akademie und den kunstinteressierten Bürgern der Stadt zurück. Seit 1932 befindet sich die Sammlung der Akademie im Ehrenhof. Die Bestände setzen sich aus der Graphischen Sammlung und Teilen der 1710 begründeten Gemäldegalerie des Kurfürsten Jan Wellem zusammen. 

 

Von Rubens über Richter bis zu Rasierapparaten. So weit wie in kaum einem anderen Haus in Deutschland reicht das Spektrum über 100.000 Objekte umfassenden Sammlung. Der Kunstpalast vereint fast alle künstlerischen Gattungen und eine Vielzahl von Epochen. Der Besucher kann sich mitnehmen lassen auf eine Reise durch die internationale Kunstgeschichte, angefangen bei Gemälden, Skulpturen und Graphik aus Mittelalter und Neuzeit über Klassiker der Moderne hin zu Gegenwartskunst. Angewandte Kunst und Design sowie die einzigartige Glassammlung erweitern das Spektrum der Sammlung. Positionen von Künstlern aller Kontinente mit Schwerpunkten in der japanischen und islamischen Kunst bieten eine Vielfalt, die ihrer Gleichen sucht.

Veranstaltungen und Ausstellungen

12.03.26 - 09.08.26

Monet – Cézanne – Matisse. The Scharf Collection

Monet, Cézanne, Matisse – es gibt kaum einen wegweisenden Namen der Moderne, der nicht in der Scharf Collection vertreten ist. Erstmals wird die bedeutendste deutsche Privatsammlung des französischen Impressionismus und Post-Impressionismus der Öffentlichkeit vorgestellt.

 

Mit rund 180 Exponaten zeigt der Kunstpalast die beeindruckende Bandbreite der Sammlung, die vom frühen 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart reicht. Neben Meisterwerken von Claude Monet, Auguste Renoir, Paul Cézanne und Pierre Bonnard werden auch Arbeiten von Henri de Toulouse-Lautrec und Henri Matisse gezeigt – ein weiterer Schwerpunkt der Scharf Collection.

Bislang war die Scharf Collection ausschließlich anonym und nur durch wenige Leihgaben öffentlich zu sehen. Die gemeinsam mit der Alten Nationalgalerie in Berlin konzipierte Ausstellung, die dort ein großer Publikumserfolg war, wird in Düsseldorf um über 60 Werke ergänzt. Darunter sind Arbeiten von Edgar Degas und Henri Matisse sowie japanische Farbholzschnitte aus dem 19. Jahrhundert. Die Ausstellung versammelt Gemälde, Arbeiten auf Papier und Skulpturen aus drei Jahrhunderten.

 

Die Scharf Collection geht auf einen Zweig der renommierten Berliner Sammlung Otto Gerstenbergs (1848–1935) zurück. Um 1900 begann er im großen Stil Kunst zu sammeln. Bald erweiterte er seine Sammlung mit Künstlern wie Francisco de Goya, John Constable und Gustave Courbet um europäische Malerei des 19. Jahrhunderts, bevor er sich der Kunst seiner Zeitgenossen zuwandte. Er trug hochkarätige Werke unter anderem von Edgar Degas, Claude Monet und Auguste Renoir zusammen, welche die Ausrichtung der heutigen Scharf Collection auf den französischen Impressionismus begründeten.

 

Die heutige Scharf Collection geht auf den Familienzweig Walther Scharfs zurück, der gemeinsam mit seiner Frau Eve und ihrem Sohn René an den französischen Schwerpunkt anknüpfte und die Sammlung um Schlüsselwerke ergänzte. Dazu zählt etwa Monets Waterloo Bridge (1903), Teil einer rund vierzig Gemälde umfassenden Serie, welche die berühmte Londoner Brücke im stetig wechselnden Farb- und Lichtspiel zeigt. Hinzu kam auch Pierre Bonnards intimes Gemälde Die große Badewanne (1937/39), das dessen Ehefrau Marthe in einer Badewanne liegend zeigt. Mit dem Künstlerbuch Jazz (1947) von Matisse ist eine Ikone der Moderne vertreten, die zwanzig seiner charakteristischen Papierschnitte vereint.

 

René Scharf erweiterte den Kern der Sammlung um Werke der klassischen Moderne und des Abstrakten Expressionismus wie von Sam Francis. Heute richten René und seine Frau Christiane Scharf ihren Blick auch auf die zeitgenössische Kunst und führen damit die familiäre Sammlungstradition in die Gegenwart fort. Zu den neueren Erwerbungen gehören internationale Positionen wie Robert Longo und Sean Scully, aber auch Künstler:innen der aufstrebenden Berliner Kunstszene. Sie verdeutlichen die Vielfalt der zeitgenössischen Malerei im Umgang mit Farbe und Form.

 

Das Interesse an den Möglichkeiten der Malerei prägt die Erwerbungen über alle vier Generationen an Sammler:innen hinweg. Die Scharf Collection zeigt so auch, wie Künstler:innen immer wieder voneinander lernen, aufeinander Bezug nehmen und künstlerische Ideen weiterentwickeln. Der chronologische Gang durch die elf Ausstellungsräume der Scharf Collection wird so zu einer Entdeckungsreise durch unterschiedliche künstlerische Ansätze – und die Idee, dass Erneuerung selten aus einem Bruch mit dem Alten entsteht, sondern darauf aufbaut.

Eine Ausstellung des Kunstpalastes, Düsseldorf, in Kooperation mit der Alten Nationalgalerie, Staatliche Museen zu Berlin

Kuratorin: Kathrin DuBois, Sammlungsleitung Malerei bis 1900, Kunstpalast

 

08.05.26 - 21.02.27

Spot On: 100 Jahre GeSoLei

In dieser Kabinettschau erinnern rund 20 Künstler:innen an die vor 100 Jahren eröffnete »GeSoLei« – eine Ausstellung für Gesundheitspflege,Soziale Fürsorge undLeibesübungen, mit der Düsseldorf 1926 zum Schauplatz der größten Ausstellung der Weimarer Republik wurde. Wenige Jahre nach dem Ersten Weltkrieg propagierte sie das Ideal eines »neuen leistungsfähigen Menschen« ein Bild, das später im Nationalsozialismus ideologisch vereinnahmt und radikalisiert wurde. Themen wie Medizin, Sport, Sozialwesen, Hygiene, Ernährung und Körperkultur standen im Mittelpunkt, ergänzt durch ein breites Kultur- und Unterhaltungsprogramm. 

 

Zwischen dem 8. Mai und 15. Oktober 1926 besuchten über 7,5 Millionen Menschen das 400.000 Quadratmeter große Gelände. Das Gebäudeensemble am Ehrenhof, bestehend aus Tonhalle, Ausstellungsbauten und Rheinterrasse, wurde zwischen 1925 und 1926 in nur 18 Monaten eigens für diesen Anlass erbaut. Entworfen wurde es von Architekt und Akademie-Professor Wilhelm Kreis, der sich während des Nationalsozialismus in den Dienst des Regimes stellte. 

 

Rund 20 Künstler:innen schufen Skulpturen, Mosaiken, Wandbilder und Glasarbeiten. Zahlreiche Werke sind nach wie vor rund um den Ehrenhof erhalten. Die Ausstellung erinnert an dieses bedeutende Kapitel der Stadtgeschichte vor hundert Jahren.

Kuratiert wurde die Kabinettausstellung von Barbara Til, Leitung Sammlung Skulptur, angewandte Kunst & Glas

05.07.26 - 09.08.26

Die Große – Kunstausstellung ­NRW Düsseldorf

DIE GROSSE ist die älteste und größte Verkaufsausstellung Deutschlands, die komplett von Künstler:innen organisiert wird. Ausgerichtet vom VzVvK e.V., gastiert sie traditionell im Kunstpalast und zusätzlich im NRW-Forum Düsseldorf.

 

An der Ausstellung nehmen ca. 180 Künstler:innen teil, die von einer wechselnden Fachjury ausgewählt werden. Bis heute ist DIE GROSSE ein verlässliches Spiegelbild der Entwicklungen in der Kunst und gilt als Treffpunkt der professionellen Branche.
Auch dieses Jahr wird wieder der Kunstpreis der Künstler vergeben, der an den (Wahl-)Krefelder Bart Koning geht. Der Preis für Positionen der Künstler:innen bis 35 Jahre geht an den (Wahl-)Kölner Max van Dorsten.

Sie ist eine bedeutende Plattform zur Vermittlung und zum Verkauf aktueller Kunst in der Region. In vier Sälen und im Außenbereich werden jeden Sommer Kunstwerke aller Sparten präsentiert.

Organisation: Verein zur Veranstaltung von Kunstausstellungen e.V.

Standort
Standort
Ehrenhof 4–5, 40479 Düsseldorf
Öffnungszeiten
Montaggeschlossen
Dienstag11:00–18:00
Mittwoch11:00–18:00
Donnerstag11:00–21:00
Freitag11:00–18:00
Samstag11:00–18:00
Sonntag11:00–18:00
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