Nürnberg
Museum

Kunstvilla Nürnberg

Blumenstraße 17, 90402 Nürnberg

Die Kunstvilla im KunstKulturQuartier ist ein städtisches Museum, das sich mit seinen Ausstellungen der Präsentation, Vermittlung und Erforschung der regionalen Kunstgeschichte widmet.

 

In einer denkmalgeschützten historischen Villa, die für ihre neue Bestimmung als Ausstellungsgebäude aufwendig renoviert und umgebaut wurde, zeigt das Museum auf rund 600 Quadratmetern thematische wie monografische Ausstellungen zur Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts aus den städtischen Beständen sowie von öffentlichen und privaten Leihgebern.

 

Die Sonderausstellungen erstrecken sich im Bereich des Dachgeschosses, können sich aber auch punktuell durch die Dauerausstellung im Erd- und Obergeschoss ziehen. Die Dauerausstellung wird zusätzlich in regelmäßigen Abständen von Szenenwechseln belebt.

Veranstaltungen und Ausstellungen

28.02.26 - 28.06.26

Constantin von Mitschke-Collande – Ein Künstlerleben zwischen Dresden und Nürnberg

Im Jahr 2026 jährt sich der Todestag des 1884 geborenen Künstlers Constantin von Mitschke-Collande (1884–1956) zum 70. Mal. Die Kunstvilla zeigt aus diesem Anlass eine großangelegte Retrospektive aus dem Schaffen des Künstlers.

 

Der zunächst in München, Paris und Dresden tätige Künstler verbrachte gemeinsam mit seiner ebenfalls als Künstlerin tätigen, zweiten Frau Hilde von Collande seine letzten Lebensjahre in Nürnberg. In Dresden hatte Mitschke-Collande ab 1907 unter anderem bei dem deutschen Impressionisten Robert Sterl und bei dessen Widerpart, dem neusachlichen Maler Oskar Zwintscher studiert. Daneben hinterließen Künstlerreisen nach Rom, Florenz und Paris, wo er Maurice Denis und Fernand Léger kennenlernte, bleibende Eindrücke. Nach dem Ersten Weltkrieg gehörte Mitschke-Collande gemeinsam mit Otto Dix zu den Gründern der gesellschaftskritischen Künstlervereinigung »Dresdner Sezession Gruppe 1919«, woran sich eine expressionistische Werkphase in seinem Schaffen anschloss. Eine weitere Zäsur stellte die folgende Diffamierung durch die Nationalsozialisten dar: 1937 wurde eines seiner Gemälde in der Münchner Femeausstellung »Entartete Kunst« präsentiert, weitere wurden beschlagnahmt oder vernichtet. Die Zerstörung seines Ateliers durch die Bombardierung Dresdens im Zweiten Weltkrieg bedeutete den Verlust eines Großteils seines bis dahin entstandenen Œuvres.

 

Die Ausstellung vereint Werke aus dem Bestand der Kunstvilla, der Sammlung des Kunstforums Ostdeutsche Galerie in Regensburg sowie aus Firmen- und Privatsammlungen – darunter selten gezeigte Arbeiten aus dem Nachlass. Sie würdigt nicht nur den Künstler, sondern auch den Menschen, der nach Krieg und Vertreibung in Nürnberg eine neue Heimat fand und dort bis zu seinem Tod 1956 wirkte.

28.03.26 - 28.06.26

Mit Röntgenblick – Die Bildnisse von Michael Mathias Prechtl

Zum 100. Geburtstag des Künstlers Michael Mathias Prechtl (1926–2003) widmet die Kunstvilla seinem vielschichtigen Porträtschaffen vom 28. März bis 5. Juli 2026 eine Einraumausstellung. Gezeigt werden Werke aus der eigenen Sammlung sowie ausgewählte Leihgaben der Grafischen Sammlung der Stadt Nürnberg.

 

Die Ausstellung spannt einen Bogen über zwei Jahrzehnte seines künstlerischen Wirkens: Von der Auseinandersetzung mit Rembrandt über das Porträt des langjährigen Direktors der Kunstsammlungen Wilhelm Schwemmer bis hin zum Ehrenbürger Hermann Kesten offenbart sich Prechtls Gespür für Charakter und Zeitgeist. 

 

Prechtls 100. Geburtstag wird dabei stadtweit gefeiert: Zeitgleich zeigt das Albrecht-Dürer-Haus Grafiken von Prechtls Reise in die Niederlande, sodass ein facettenreicher Blick auf das Werk eines Künstlers geworfen wird, der Nürnberg wie kaum ein anderer geprägt hat.

Standort
Standort
Blumenstraße 17, 90402 Nürnberg
Öffnungszeiten
Montaggeschlossen
Dienstag11:00–18:00
Mittwoch11:00–20:00
Donnerstag11:00–18:00
Freitag11:00–18:00
Samstag11:00–18:00
Sonntag11:00–18:00
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