Schleswig
Museum

Landesmuseen Schleswig-Holstein

Schlossinsel 1, 24837 Schleswig

Die 1999 gegründete Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen ist der bedeutendste Museumsverbund des Landes Schleswig-Holstein. In die Stiftung ist das Zentrum für Baltische und Skandinavische Archäologie (ZBSA) als außeruniversitäre Forschungseinrichtung integriert.

 

Mit ihren Schwerpunkten Archäologie, Kunst und Kulturgeschichte sowie Volkskunde erzählen die Museen der Stiftung die Geschichte Schleswig-Holsteins und seiner Menschen von der Steinzeit bis in die Gegenwart.

 

Die Vielfalt ihrer Häuser und Abteilungen ist ein lebendiges Abbild des Landes, dessen reiches Erbe hier gesammelt, erforscht, bewahrt, vermittelt, ausgestellt und verwaltet wird.

 

Hierzu gehören:

 

– das Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte auf Schloss Gottorf

– das Archäologische Landesmuseum in Schleswig auf Schloss Gottorf,

– das Zentrum für Baltische und Skandinavische Archäologie (ZBSA),

– das Wikinger Museum Haithabu bei Schleswig,

– das Eisenkunstguss-Museum Büdelsdorf,

– das Freilichtmuseum Molfsee – Landesmuseum für Volkskunde,

– das Jüdische Museum Rendsburg,

– das Kloster Cismar

Veranstaltungen und Ausstellungen

27.02.26 - 01.11.26

Rebecca Louise Law – State of Nature

Mit State of Nature präsentieren die Landesmuseen Schleswig-Holstein eine umfassende Ausstellung der britischen Künstlerin Rebecca Louise Law, die international für ihre raumgreifenden Installationen aus natürlichen Materialien bekannt ist. Law verwandelt ihre Umgebung in dichte, atmosphärische Erfahrungsräume, in denen wir der Natur unmittelbar begegnen – sinnlich, poetisch und oft überwältigend. Wer sich durch ihre Installationen bewegt, nimmt den Duft getrockneter Blüten wahr, erlebt vergängliche Schönheit und erkennt: Jeder Halm, jede Blüte erzählt von Wachstum, Wandel und Vergänglichkeit der Natur – und von unserer Verantwortung für den Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen.

 

Der Ausstellungstitel State of Nature ist bewusst vielschichtig gewählt. Er verweist einerseits auf den philosophischen Begriff des Naturzustands – ein Gedankenmodell, das danach fragt, wie der Mensch der Welt begegnet, bevor sie durch Regeln, Besitzansprüche und gesellschaftliche Ordnung überformt ist. Gemeint ist kein historischer Urzustand, sondern eine Haltung der Unmittelbarkeit: ein Verhältnis zur Natur, das von Aufmerksamkeit, Abhängigkeit und Verantwortung geprägt ist.

 

State of Nature versteht sich vor diesem Hintergrund als Einladung, innezuhalten und neu hinzusehen. Die Werke von Rebecca Louise Law schaffen Räume der Konzentration und des Staunens. Sie sensibilisieren für ökologische Zusammenhänge, ohne zu belehren, und eröffnen Erfahrungsräume, die die enge Verbundenheit von Mensch und Natur sinnlich erfahrbar machen.

 

 

Freilichtmuseum Molfsee – Jahr100Haus (ab 27.02.2026)

 

Mit The Field entsteht eine monumentale Installation aus Hafer und Blumen, die sich durch das Foyer und die Sonderausstellungsräume des Jahr100Haus zieht. Die Pflanzen wurden eigens für die Ausstellung auf den Feldern des Museums angebaut, gemeinsam mit der Community geerntet und anschließend verarbeitet.

 

 

Jüdisches Museum Rendsburg (ab 27.02.2026)

 

Im Betsaal entsteht mit Grain ein stilles Werk aus Weizen- und Getreideähren – ein kraftvolles Bild für Dankbarkeit und Verbundenheit, das an die symbolische und kulturelle Bedeutung von Ernte, Nahrung und Fürsorge erinnert.

 

 

Museumsinsel Schloss Gottorf – Reithalle (ab 02.04.2026)

 

Unter dem Titel Florilegia zeigt Rebecca Louise Law circa eine Million getrocknete Blumen aus ihrer persönlichen Sammlung. Die raumgreifende Installation wird durch Bilder und Keramikarbeiten ergänzt. Diese umfassende Werkschau der Künstlerin eröffnet einen faszinierenden Gang durch zwei Jahrzehnte ihres Schaffens.

 

 

Gottorfer Globushaus (ab 02.04.2026)

 

Honesty besteht aus tausenden schimmernden Silberblättern (Lunaria annua). Die Installation entfaltet barocken Glanz und schließt auf beeindruckende Weise an den botanischen Reichtum des historischen Neuwerkgartens an.

 

 

Gemeinschaft als künstlerisches Prinzip

 

Charakteristisch für das Ausstellungsprojekt und die Arbeitsweise der Künstlerin ist die enge Einbindung der Menschen vor Ort. Pflanzen werden angebaut, geerntet, getrocknet und in gemeinsamer Handarbeit verarbeitet.

 

Im Freilichtmuseum Molfsee, im Jüdischen Museum Rendsburg und auf der Museumsinsel Schloss Gottorf kommen Menschen in den eigens dafür gegründeten Blomentüddel-Clubs zusammen. In gemeinsamen Treffen und Workshops werden Getreide und Blumen zu Ausstellungselementen verarbeitet. Rebecca Louise Law bindet an jedem neuen Standort und mit zahlreichen helfenden Händen ortstypische Pflanzen in ihre Werke ein. 

 

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog in deutscher und englischer Sprache.

22.05.26 - 01.11.26

César Orrico – Numen

Mit der Ausstellung Numen präsentiert das Eisenkunstguss Museum erstmals in Deutschland Arbeiten des international aufstrebenden spanischen Künstlers César Orrico. 20 Bronzeskulpturen verschiedenster Formate treten in einen Dialog mit den Objekten der Dauerausstellung und machen erlebbar, wie mythische Symbolik bis heute in unser Denken einfließt. 

 

César Orrico, geboren 1984 in Logroño, schafft Skulpturen, die klassisches Können mit moderner Bildsprache verbinden, Körperlichkeit und Bewegung in sensueller Spannung zeigen und dabei eine symbolisch-mystische Atmosphäre entfalten. 

 

Zentrales Thema des Künstlers ist der menschliche Körper, den er mit großer anatomischer Präzision wiedergibt und durch kraftvolle Dynamik und sinnliche Intensität in der Bewegung scheinbar einfriert. Gleichzeitig strahlen die Arbeiten, besonders durch ihren Gesichtsausdruck, eine Ruhe und meditative Kraft aus, die eine emotionale und beinahe mystische Wirkung entfaltet. Dieses Spannungsfeld überträgt Orrico auch in die Auswahl und Kombination von Materialien: Bronze, Holz und Marmor unterstützen unterschiedliche Ansprüche an Körperlichkeit, Ausdruck und Bewegung.

 

Die Ausstellung zeigt eine Auswahl an Arbeiten aus Bronze, in denen sich Orrico mit Mythos, Archetypen und Ritus auseinandersetzt. Mythologie versteht er nicht als Archiv der Vergangenheit, sondern als aktive Komponente unserer heutigen Denkstrukturen und- muster. »Ich bin jemand, der sich schon immer für Kunst in all ihren Formen interessiert hat: Musik, Literatur, Tanz, Theater, Fotografie usw. Außerdem begeistere ich mich für Archäologie und Geschichte. Die Riten und Bräuche alter Kulturen und die Verbindungen zwischen Gesellschaften aus verschiedenen Epochen finde ich faszinierend«, sagt der Künstler. 

01.07.26 - 25.10.26

Kurt ARD – Titelbilder der HÖRZU und weitere Cover

Die diesjährige Ausstellung des Ostholstein Museums im Kloster Cismar widmet sich einem ganz besonderen Aspekt der künstlerisch-grafischen Illustration. Gezeigt werden rund 100 humorvolle Original-Gouachen des 1925 in Kopenhagen geborenen Künstlers Kurt Ard.

 

Der Illustrator, Maler und Grafiker, der heute in Spanien lebt, wurde vor allem in den 1950er bis 1970er Jahren durch eine Vielzahl an Titelbildern für verschiedene populäre Zeitschriften jener Zeit international bekannt, darunter die skandinavischen Blätter Allers und Familie Journalen sowie die deutsche HÖRZU, für die allein an die 260 Zeitschriften-Cover von seiner Hand entstanden. Aber auch für Journale in Holland, Frankreich und den USA entwarf Kurt Ard in seinem unverkennbaren Stil zahlreiche Titelblätter.

 

Seine Modelle hatte der Künstler tagtäglich vor Augen, waren doch seine Frau und seine Kinder ein beliebtes Motiv und in vielerlei Hinsicht Inspiration für die dargestellten Alltagsszenen. Weitere Modelle fand er aber auch im täglichen Umgang mit anderen Menschen: Begegnete er einem für seine Illustrationen geeigneten Passanten, bat er ihn, für ein Arbeitsfoto Kontakt zu ihm aufzunehmen. Zahlreiche Frauen und Männer fanden auf diese Weise Einzug in sein grafisches Werk.

 

Die Ausstellung zeigt eine große, repräsentative Auswahl der Gouache-Illustrationen von Kurt Ard, die durch ihre aus dem Leben gegriffenen Alltagsszenen und ihre humoristische Darstellung, aber auch durch die fotorealistische Wirkung und das herausragende handwerkliche Können des Künstlers bestechen.

Standort
Standort
Schlossinsel 1, 24837 Schleswig
Öffnungszeiten
Montaggeschlossen
Dienstag11:00–17:00
Mittwoch11:00–17:00
Donnerstag11:00–17:00
Freitag11:00–17:00
Samstag11:00–17:00
Sonntag11:00–17:00
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