Oldenburg
Museum

Landesmuseum Kunst und Kultur Oldenburg

Damm 1, 26135 Oldenburg

Das Oldenburger Schloss ist Sitz des Landesmuseums für Kunst und Kulturgeschichte Oldenburg und Wahrzeichen der Stadt. Als ehemalige Residenz der Großherzöge von Oldenburg hat es eine lange Geschichte. Die mittelalterliche Burganlage wurde im Renaissancestil zur repräsentativen Residenz erweitert. Später wurde die Fassade mit Rokokoelementen ausgestattet und das Ensemble durch klassizistische Anbauten ergänzt. Die vormals großherzoglichen Sammlungen bilden einen wesentlichen Grundstock für das heutige Museum.

 

Die historischen Prunkräume wie der große Schlosssaal, der Marmorsaal und die verschiedenen Salons sind Glanzpunkte eines jeden Besuchs. Sie dokumentieren die Innenausstattung des Schlosses als Sitz der Oldenburger Großherzöge, deren Residenzgeschichte mit dem Ersten Weltkrieg zu Ende ging. Historisches Mobiliar und zahlreiche Kunstgegenstände verdeutlichen das Selbstverständnis der Großherzöge als Kunstsammler und Mäzene und die Bedeutung ihrer Sammlungen. Der Oldenburger Idyllenzyklus des Hofmalers Johann Heinrich Wilhelm Tischbein (1751–1829) ist im Idyllenzimmer mit über 40 Gemälden vollständig erhalten.

Veranstaltungen und Ausstellungen

18.04.26 - 23.08.26

Leyla Yenirce – Werdegang

Mit ihrer Ausstellung in Oldenburg kehrt Yenirce (*1992 in Qubînê) zurück in die Stadt, in der sie als Kind jesidischer Geflüchteter ihr erstes Zuhause in Deutschland fand. Diese biografische Verankerung bildet einen Resonanzraum für ihr künstlerisches Denken.

 

In den Installationen, Gemälden und Videowelten der Ausstel­lung verbindet Yenirce globale Themen wie Migration, feministi­sche Selbstbehauptung und mediale Machtstrukturen mit per­sönlichen Erinnerungen an konkrete Orte, Stimmen und Begeg­nungen. So inszeniert die Künstlerin ein prägendes Sammlungsstü­ck des Museums und Wandzeichnungen aus ihrer Jugend gleichwertig nebeneinander.

 

Im Zentrum ihrer Malereien steht eine Reihe unterschiedlicher Frauen, die Yenirces Entwicklung maßgeblich geprägt haben. Ob real oder ideell: Die Stimmen der Frauen aus Kunst und Litera­tur, Bildung und Politik verstärkt die Künstlerin in ihren Arbeiten zu einem kämpferischen und lebensfrohen »Chor der Frauen«. In den großflächigen Ölmalereien tauchen sie, mittels Siebdruck dargestellt, am Mikrofon sprechend, singend und applaudierend auf.

 

Schließlich interessiert sich Yenirce für einen gegenwärtigen Blick auf Oldenburg. Für ihre Videoarbeit lässt sie ihren Bruder, einen passionierten Läufer, durch die dunklen Straßen der Stadt rennen. Seine Stirnleuchte wirft nur einen kleinen Lichtpunkt, der keine klare Orientierung bietet, aber im­mer in Bewegung bleibt.

 

Der Ausstellungstitel »Werdegang« wird wörtlich genommen. Das Gehen als Prozess des Werdens am Beispiel der Biografie der Künstlerin oder des Läufers im Video: Ihre Bewe­gungen treiben sie durch die Straßen Oldenburgs oder - im Falle der Künstlerin - aus Oldenburg hinaus in die weite Welt und wie­der zurück.

12.06.26 - 26.07.26

Förderpreis der Kulturstiftung Öffentliche Oldenburg: Juran Landt

Bereits zum 24. Mal wurde in diesem Jahr der Förderpreis der Kulturstiftung Öffentliche Oldenburg vergeben. Der renommierte Nachwuchspreis will Kunstschaffende aus der Region am Beginn ihrer Laufbahn unterstützen und ihre Werke der Öffentlichkeit bekannt machen. 2026 war der Förderpreis in der Sparte Malerei ausgeschrieben. Gewinner ist der in Oldenburg studierende Künstler Juran Landt, der mit der Verbindung von analogen und digitalen Bildwelten die Fachjury überzeugen konnte und bereits internationale Ausstellungserfahrungen gesammelt hat. Vom 12. Juni bis zum 26. Juli 2026 sind die Werke des Preisträgers im Landesmuseum Kunst & Kultur Oldenburg zu sehen.

 

Der Künstler wird hier seine künstlerische Auseinandersetzung mit der Allgegenwart der digitalen Medien präsentieren. Großformatige Gemälde und Zeichnungen nehmen formal Bezug auf Screen-Ansichten, Bildschirmfenster und App-Icons. Sie werden verbunden mit Motiven wie Memes, aber auch mit Alltagsgegenständen oder Referenzen auf die europäische Kunstgeschichte. Inhaltlich verknüpft Landts hochreferenzielles Werk damit digitale und analoge, natürliche und technische sowie gegenständliche und abstrakte Sphären.

 

Juran Landt hat 2022 an der Hochschule für Künste im Sozialen, in Ottersberg seinen Bachelor of Fine Arts absolviert und war von 2023–2024 Gast-Student der Simon Denny Klasse an der HFBK Hamburg. Seit 2024 studiert er Kunst- und Medienwissenschaften (M.A.) an der Carl von Ossietzky Universität in Oldenburg.

 

Die Auseinandersetzung des Künstlers mit hochaktuellen Mediendiskursen, Wahrnehmungsfragen und technischen Entwicklungen hat die Jury ebenso beeindruckt wie die konsistente und eigenständige Bildsprache, die Juran Landts Arbeiten auszeichnet.

Standort
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Damm 1, 26135 Oldenburg
Öffnungszeiten
Montaggeschlossen
Dienstag10:00–18:00
Mittwoch10:00–18:00
Donnerstag10:00–18:00
Freitag10:00–18:00
Samstag10:00–18:00
Sonntag10:00–18:00
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