Das Oldenburger Schloss ist Sitz des Landesmuseums für Kunst und Kulturgeschichte Oldenburg und Wahrzeichen der Stadt. Als ehemalige Residenz der Großherzöge von Oldenburg hat es eine lange Geschichte. Die mittelalterliche Burganlage wurde im Renaissancestil zur repräsentativen Residenz erweitert. Später wurde die Fassade mit Rokokoelementen ausgestattet und das Ensemble durch klassizistische Anbauten ergänzt. Die vormals großherzoglichen Sammlungen bilden einen wesentlichen Grundstock für das heutige Museum.
Die historischen Prunkräume wie der große Schlosssaal, der Marmorsaal und die verschiedenen Salons sind Glanzpunkte eines jeden Besuchs. Sie dokumentieren die Innenausstattung des Schlosses als Sitz der Oldenburger Großherzöge, deren Residenzgeschichte mit dem Ersten Weltkrieg zu Ende ging. Historisches Mobiliar und zahlreiche Kunstgegenstände verdeutlichen das Selbstverständnis der Großherzöge als Kunstsammler und Mäzene und die Bedeutung ihrer Sammlungen. Der Oldenburger Idyllenzyklus des Hofmalers Johann Heinrich Wilhelm Tischbein (1751–1829) ist im Idyllenzimmer mit über 40 Gemälden vollständig erhalten.
Veranstaltungen und Ausstellungen
Plakat – Kunst
In der Sammlung des Landesmuseums Kunst & Kultur Oldenburg befindet sich ein reichhaltiger Bestand an Kunst nach 1945: Die Spannbreite reicht von expressionistischen Positionen über die Konkrete Kunst und das Informel bis zu typografischer Kunst - vertreten durch Künstler wie Oskar Kokoschka, Emil Schumacher, Anton Stankowski und Josua Reichert.
Im Rahmen der Ausstellung werden selten gezeigte Grafiken, Gemälde und Skulpturen jener Künstler gemeinsam mit von ihnen gestalteten Ausstellungsplakaten präsentiert, die das spannende Kunst- und Ausstellungsgeschehen ihrer Zeit widerspiegeln. Farben, Formen, Typografien und Techniken sind so vielfältig wie die Zeit, in der sie entstanden sind.
World Press Photo 2025
Die Ausstellung der prämierten Aufnahmen des renommiertesten Wettbewerbs im Bildjournalismus gastiert zum elften Mal in Oldenburg.
Auch in diesem Jahr stehen die großen Herausforderungen unserer Zeit im Mittelpunkt der Ausstellung: Konflikte, politische Umbrüche, die Folgen der Klimakrise, die gefährliche Suche von Migrantinnen und Migranten nach sicheren Wegen. Zugleich erzählen viele Arbeiten hoffnungsvolle Geschichten – von Solidarität, Widerstandskraft und Momenten, in denen Menschen trotz widriger Umstände Zusammenhalt und Zuversicht zeigen.
Fast 60.000 Fotografien aus 141 Ländern wurden dafür eingereicht – Aufnahmen von fast 4.000 Fotografierenden, die weltweit das Geschehen dokumentieren. Aus diesem Material wählte eine unabhängige Jury die Gewinnerbilder aus. Sie zeigen die ganze Kraft, die hinter dem visuellen Journalismus steckt.
Eröffnet wird die Ausstellung am 21. Februar 2026 von der iranisch-kanadischen Fotografin Kiana Hayeri, deren Serie »No Woman’s Land« über das Leben afghanischer Frauen in Afghanistan als beste Fotoserie Asiens ausgezeichnet wurde. Kiana Hayeri wird am Eröffnungstag um 11 Uhr der Moderatorin und Journalistin Josepha Zastrow im Schloßsaal Rede und Antwort stehen. Inhaber eines Ausstellungstickets haben freien Eintritt.
Ergänzt wird die Ausstellung auch in diesem Jahr durch die Sonderschau »The Everyday Projects«, in dem sieben Mitglieder des gleichnamigen globalen Fotokollektivs zeigen, wie Communitys in alle Welt sich den Folgen des Klimawandels entgegenstellen. Zudem gibt es erneut ein umfangreiches Rahmenprogramm mit Vorträgen, Fotomatineen, Filmabenden und weiteren Veranstaltungen. Eine Übersicht liefert das Programmheft, das ab Mitte Januar zur Verfügung steht, und die Website www.worldpressphotoausstellung-oldenburg.de.

