Die Liebermann-Villa am Wannsee ist das ehemalige Sommerhaus des Malers Max Liebermann (1847–1935). Ein besonderer Ort, der mit dem heutigen Kunstmuseum und denkmalgeschützten Garten an die Geschichte der Familie Liebermann erinnert.
Im Garten seines Sommerhauses am Wannsee fand Max Liebermann entscheidende Bildmotive für sein Spätwerk. Mehr als 200 Gemälde und eine Vielzahl von Pastellen und Grafiken entstanden in dem nach eigenen Ideen gestalteten Garten. Die Dauerausstellung zeigt, im ehemaligen Atelier des Malers, einige der schönsten Gartengemälde Max Liebermanns am Ort ihrer Entstehung sowie Gemälde, Zeichnungen und Pastelle der Familie des Künstlers.
Veranstaltungen und Ausstellungen
Alles für die Kunst! Max Liebermann zwischen Strategie und Kulturpolitik
Wie wurde aus dem Künstler Max Liebermann (1847–1935) eine derart einflussreiche Figur der Kulturpolitik? Welche Strategien und welches Netzwerk führten ihn aus seinem Atelier an die Spitze von Künstlervereinigungen?
Die Ausstellung »Alles für die Kunst! Max Liebermann zwischen Strategie und Kulturpolitik« in der Liebermann-Villa am Wannsee wirft einen neuen Blick auf Max Liebermann: Sie beleuchtet, wie er sich als Wegbereiter der Moderne zum strategischen Kulturpolitiker entwickelte. Die Ausstellung widmet sich einer bisher weniger bekannten Seite seines Wirkens: seinem Aufstieg zu einer zentralen Führungsfigur in der Kunstwelt des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts.
Liebermann dachte international, pflegte intensive Kontakte zu Künstler:innen im In- und Ausland und setzte sich unermüdlich dafür ein, moderne Strömungen sichtbar zu machen. Die Ausstellung rückt in den Fokus, wie er die Strukturen des Kunstbetriebs meisterhaft nutzte, um seine Ziele zu erreichen: die Anerkennung der modernen Malerei und die Freiheit der Kunst.

