In Nordrhein-Westfalen bietet es als einziges seiner Art das gesamte Spektrum des europäischen Kunsthandwerks vom Mittelalter bis zum 20. Jahrhundert mit den Schwerpunkten Möbel, Keramik, Glas, Textilien und Mode, Schmuck und Metallkunst, Grafik, Gemälde und Skulptur. Die im August 2019 wiedereröffnete und neuaufgestellte Designausstellung genießt sogar europaweit Alleinstellung – nur hier wird »Kunst + Design im Dialog« innerhalb einer Dauerausstellung präsentiert. Der Schwerpunkt der Designsammlung liegt auf nordamerikanischen und westeuropäischen Erzeugnissen aus der freien und angewandten Kunst.
Die umfangreichen Sammlungen des zweitältesten Museums in Köln können auf rund 5.000 m² Ausstellungsfläche besucht werden. Der herausragende und zentral in der City von Köln gelegene Museumsbau des Kölner Architekten Rudolf Schwarz aus den 1950er Jahren ist ein attraktiver Veranstaltungsort mit einem beeindruckenden Treppenhaus, dem repräsentativen Overstolzensaal und dem bezaubernden Innenhof.
Die Vielfalt der Exponate, Stile, Materialien und Themen spiegelt sich auch in den Ausstellungs- und Veranstaltungskonzepten wider. Ob Fotografie, Architektur, Mode, Porzellan oder zeitgenössischem Design. – Hier ist das lebendige Forum zur Diskussion. Das spannende Ausstellungs- und Veranstaltungsprogramm entwickelt das Museumsteam eigenständig und in Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern für unterschiedliche Ziel- und Altersgruppen. Als Museum für Gestaltung und Kunst versteht sich das Haus als wichtige Schnittstelle zur Kreativwirtschaft, zur Hochschullandschaft und zur Kölnmesse.
Das Museum für Angewandte Kunst Köln strebt einen Ausbau des Bereichs Design an: Es präsentiert Sonderausstellungen zu aktuellen Designthemen und ist jährlicher Ausstellungsort der Preisträger des Köln Design Preises. Mit unterschiedlichen Partnern und Veranstaltungen bringt das MAKK Forschung, Kultur und Wirtschaft zusammen und richtet sich an die Akteure der Designszene und an alle Designinteressierte. Das MAKK ist Designbotschafter!
Veranstaltungen und Ausstellungen
Von Louise Bourgeois bis Yoko Ono – Schmuck von Künstlerinnen
Mit »Von Louise Bourgeois bis Yoko Ono. Schmuck von Künstlerinnen« zeigt das Museum für Angewandte Kunst Köln (MAKK) erstmals in Deutschland eine Sonderausstellung speziell zu Schmuckentwürfen von Bildenden Künstlerinnen des 20. und 21. Jahrhunderts. Präsentiert werden rund 90 Schmuckarbeiten von 45 international bedeutenden Künstlerinnen.
Die Werke geben einen Einblick in die Kunstströmungen von den 1920er Jahren bis heute – von Meret Oppenheim und Aube Elléouet, den Ikonen der surrealistischen Bewegung, bis hin zur gefeierten Konzeptkunst von Alicja Kwade. Sie spiegeln künstlerische Zeitströmungen und eröffnen gleichzeitig überraschende Perspektiven auf das Œuvre der einzelnen Künstlerinnen. Jede der ausgestellten Arbeiten verdichtet eine künstlerische Vision zu einem tragbaren Statement. Formal bestechen manche Stücke durch ihre reduzierte Ästhetik, andere durch expressive, skulpturale Präsenz oder spielerischen Humor.
Die exklusiv für das MAKK konzipierte Ausstellung richtet den Fokus bewusst auf weibliche Positionen und bricht mit der männlich dominierten Wahrnehmung des avantgardistischen Künstler:innenschmucks des 20. und 21. Jahrhunderts. In der Ausstellung vertreten sind: Lynda Benglis, Pierrette Bloch, Barbara Bloom, Katinka Bock, Louise Bourgeois, Helen Britton, Claudia Comte, Sheila Concari, Barbara Chase-Riboud, Sonia Delaunay, Nathalia Edenmont, Aube Elléouët, Claire von Falkenstein, Ruth Francken, Marcia Grostein, Jenny Holzer, Rebecca Horn, Annabelle D’Huart, Leiko Ikemura, Jacqueline de Jong, Alicja Kwade, Claude Lalanne, Liliane Lijn, Rita McBride, Blanca Muños, Brigitte Nahon, Eva Renée Nele, Louise Nevelson, Michele Oka Doner, Yoko Ono, Meret Oppenheim, Françoise Pétrovitch, Armelle de Sainte Marie, Niki de Saint Phalle, Elodie Seguin, Maïlys Seydoux-Dumas, Kiki Smith, Sophie Taeuber-Arp, Dorothea Tanning, Rosemarie Trockel, Paloma Varga Weisz, Sophia Vari, Joana Vasconcelos und Zhou Yiyan.
Mit der Ausstellung »Von Louise Bourgeois bis Yoko Ono« knüpft das MAKK an den großen Besucher:innen- und internationalen Presseerfolg der Sammlungspräsentation »Faszination Schmuck. 7000 Jahre Schmuckkunst im MAKK« an. Sie versteht sich als Satellit und inhaltliche Vertiefung dieser Sammlungspräsentation, die erstmals seit Bestehen des Museums rund 370 Objekte aus der herausragenden Schmucksammlung des MAKK von der Antike bis heute präsentiert.
Zur Ausstellung erscheint im November 2025 die gleichnamige Publikation »Von Louise Bourgeois bis Yoko Ono. Schmuck von Künstlerinnen« (deutsch/englisch) im Verlag arnoldsche Art Publishers, herausgegeben von Petra Hesse und Lena Hoppe mit einem Beitrag von Louisa Guinness.

