Wien
Museum

mumok – Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien

Museumsplatz 1, 1070 Wien

Das mumok ist eines der größten Museen im Zentrum Europas für die Kunst seit der Moderne. Es macht die internationale und österreichische Avantgarde in ihren unterschiedlichen Facetten für alle Kunstinteressierten zugänglich.

 

Der markante dunkelgraue Basaltquader inmitten des MuseumsQuartiers Wien beherbergt eine außergewöhnliche Sammlung mit Hauptwerken der Klassischen Moderne, der Pop Art, des Fluxus und des Wiener Aktionismus bis hin zu aktueller Film- und Medienkunst.

 

Von Pablo Picasso über Andy Warhol bis zu Albert Oehlen und Cosima von Bonin stellen die Sammlungs- und Sonderausstellungen eine Melange aus Tradition und Experiment, Vergangenheit und Gegenwart dar.

 

Im mumok kino steht die Auseinandersetzung der bildenden Kunst mit dem Film auf dem Programm.

 

Das weit gefächerte Vermittlungsangebot für alle ab vier, die Bibliothek, das Café und der mumok Shop runden das umfangreiche Angebot für alle Besucher:innen ab.

Veranstaltungen und Ausstellungen

20.06.26 - 01.11.26

Tolia Astakhishvili – Figure of the Child

Einem wiederkehrenden Motiv in Tolia Astakhishvilis Werk folgend, nimmt die erste museale Einzelausstellung der Künstlerin die »Figur des Kindes« als Ausgangspunkt. In diesem Kontext steht das Kind für ein Wesen von großer geistiger und gestalterischer Autonomie, das zugleich stark auf andere Menschen angewiesen ist. Dieses Konzept fungiert als Übung in Vorstellungskraft, die das Potenzial und die Grenzen von Empathie auslotet – ausgehend von der gemeinsamen Erfahrung, dass wir alle einst selbst Kinder waren. In Bezug auf räumliche Umgebung, Maßstab und Prekarität verkörpert die Figur des Kindes einen Seinszustand, in dem Unsichtbarkeit oft mit voller Härte erfahren wird. Entsprechend richtet Tolia Astakhishvili in der Ausstellung ihr Augenmerk auf das Erlebnis von Kunst selbst, das sich über Bewegung und Berührung entfaltet und sich bewusst von den Konventionen musealer Präsentation löst. Der Gedanke der »ersten Begegnung«, wie Kinder ihn in der erstmaligen Erfahrung eines Phänomens erleben, bildet dabei den Schlüssel zu einer neuen Art des Erlebens.

 

Tolia Astakhishvili (* 1974, Tiflis, Georgien) lebt und arbeitet in Berlin und Tiflis. Zu ihren jüngsten Einzelausstellungen zählen to love and devour in der Nicoletta Fiorucci Foundation Venedig (2025), between father and mother im SculptureCenter, New York (2024), The First Finger (chapter II) im Haus am Waldsee, Berlin (2023) sowie The First Finger im Bonner Kunstverein, Bonn (2023). Ihre Arbeiten waren in zahlreichen Gruppenausstellungen zu sehen, zuletzt im MoMA PS1, New York (2025), in der Fondation Pernod Ricard, Paris (2025) und im Museo de Arte Contemporáneo de Roma, Rom (2024).

 

mit Vito Acconci, Zurab Astakhishvili, Aurel, Ştefan Bertalan, Karl Blossfeldt, Kaucyila Brooke, Veronica Brovall, Günter Brus, Elene Chantladze, James Ensor, Nan Goldin, Yaryna Fedoriv, Irma Gubeladze, Ull Hohn, Joe Jones, Paul Joostens, Louise Lawler, Charlotte Moorman & Nam June Paik, Dylan Peirce, Pablo Picasso, Charlotte Posenenske, Alexandra Ranner, James Richards, Irena Rosc, Medardo Rosso, Dieter Roth, Maka Sanadze, Stefan Wewerka, Heimo Zobernig

 

Kuratiert von Fatima Hellberg und Manuela Ammer

20.06.26 - 07.02.27

Terminal Piece

Terminal Piece ist eine Ausstellung in fünf Akten, in deren Mittelpunkt die gleichnamige Installation der Künstlerin, Aktivistin und Autorin Kate Millett aus dem Jahr 1972 steht. Als erste Neuerwerbung der Sammlung unter der neuen Leitung des mumok rückt sie den Akt des Betrachtens selbst in den Vordergrund – und fragt nicht nur danach, was zu sehen ist, sondern auch, aus welcher Perspektive wir es betrachten und auf welcher Seite des Werks wir uns befinden. Millett, eine der prägenden feministischen Stimmen ihrer Generation, glaubte an die Fähigkeit von Kunst, Momente intensiver, unmittelbarer Erfahrung zu erschaffen. Die Ausstellung stellt die Frage, was diese Vorstellung heute noch bedeutet.

 

Wer beobachtet? Wer wird beobachtet? Wo positionieren wir uns? Diese Reflexionen werden zur Linse, durch die rund 400 Kunstwerke aus der Sammlung des mumok betrachtet werden, welche in Dialog mit Leihgaben und neuen Auftragsarbeiten treten. Die Ausstellung ist eine Einladung zur körperlichen Wahrnehmung und zur Entdeckung neuer Sichtweisen: Die Begegnung mit Kunst ist niemals passiv. Sehen bedeutet Teilnehmen.

 

Jede Ausstellungsebene entfaltet sich als eigenständiger Akt, der die sich wandelnden Beziehungen zwischen Kunst, Leben und Wahrnehmung aufzeigt. Den Anfang macht ein von Anna Viebrock konzipierter Prolog, der das Erdgeschoss transformiert und zu einer neuen Begegnung mit der Museumssammlung anregt. Akt 2 wendet sich nach innen, um die Widersprüche zwischen politischen Idealen und gelebter Erfahrung nachzuzeichnen. Akt 3 greift auf Dokumentation und Zeugenschaft zurück, um sich Realitäten zu nähern, die möglicherweise über die Sprache hinausgehen. Akt 4 erforscht den Apparat des Sehens anhand von Arbeiten Nina Porters und aus der Sammlung. Zusammen zeigen die Akte vielfältige Wege, mit der Welt in Beziehung zu treten.

 

Das Wort »terminal« signalisiert typischerweise ein Ende, markiert jedoch auch den Beginn von etwas Neuem: einen Aufbruch, der mit dem Vorangegangenen verbunden ist. Mit einem einzelnen Kunstwerk als Filter behandelt Terminal Piece das Museum und seine Sammlung als einen Ort, der durch die Menschen, die ihn durchwandern, immer wieder neu gestaltet wird – offen, lebendig und durch jede Begegnung verwandelt.

 

 Magdalena Abakanowicz, Kobby Adi, Art & Language, Lutz Bacher, Heimrad Bäcker, Peter Baum, Herbert Baumann, Joseph Beuys, Anna & Bernhard Blume, Boyle Family, Marcel Broodthaers, Michael Buthe, Alexander Calder, Sophie Calle, Nina Canell, Prunella Clough, Bruce Conner, Melanie Counsell, Moyra Davey, Carla Degenhardt, Sara Deraedt, Erik Dietman, Annie Ernaux & Marc Marie, Jean Fautrier, Robert Filliou, Lucio Fontana, Adolf Frohner, Bruno Gironcoli, Christine Gironcoli, Hermann Glöckner, Louis Goodman, Robert Graham, Hans Haacke, Raymond Hains, Richard Hamilton, Hans Hollein, Rebecca Horn, Joe Jones, Birgit Jürgenssen, Allan Kaprow, Wilfried Klanjsek-Bratke, Jürgen Klauke, Marc Kokopeli, Kurt Kren, Oliver Laric, Louise Lawler, Zoe Leonard, Bettye Lane, Sol LeWitt, Friederike Mayröcker, Kate Millett, Yukio Nakagawa, Bruce Nauman, Chie Nishio, Anna Oppermann, Verena Paravel & Lucien Castaing-Taylor, Michelangelo Pistoletto, Megan Plunkett, Sigmar Polke, Cora Pongracz, Nina Porter, Arnulf Rainer, Robert Rauschenberg, Rudolf Richly, Dieter Roth, Susan Rothenberg, Paul Rotterdam, Thomas Ruff, Gerhard Rühm, Constanze Ruhm, Peter Sandbichler, Kurt Schlögl, Leander Schönweger, Rudolf Schwarzkogler, Daniel Spoerri, Haim Steinbach, Takako Saito, Elisabeth Subrin, Paul Thek, Miroslav Tichý, Octavian Trauttmansdorff, Rosemarie Trockel, Richard Tuttle, Cy Twombly, Anna Viebrock, Wolf Vostell, Yoshi Wada, Franz West, Stefan Wewerka, Karl Anton Wolf, Heimo Zobernig

Standort
Standort
Museumsplatz 1, 1070 Wien
Öffnungszeiten
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Dienstag10:00–18:00
Mittwoch10:00–18:00
Donnerstag10:00–18:00
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