Das Museum Abtei Liesborn des Kreises Warendorf befindet sich in der barocken Abtresidenz der ehemaligen Benediktinerabtei in Liesborn. Die umfangreiche Sammlung des Museums umfasst viele Bereiche der Kunst und Kulturgeschichte der Region.
In der Dauerausstellung finden Sie derzeit die folgenden Werke:
Portraitgemälde Karls des Großen als Gründer der Abtei Liesborn, Max Liebermann, Reitknecht am Strand, Sonnenuhr und Bildstöcke, ausgewählte Kreuze und Kruzifixe, Gemälde des 21. Jahrhunderts, Gemälde und Skulpturen sowie ein Modell der ehemaligen Benediktinerabtei Liesborn, Portraitgalerie der Liesborner Äbte, Architektonische Fragmente der ehemaligen Benediktiner Abtei Liesborn, Niederländische und flämische Landschafts- und Architekturgemälde des Barock, Grafikkabinett, Westfälische Wohnkultur der Barockzeit, des Klassizismus und des Biedermeier
Veranstaltungen und Ausstellungen
Antonius Höckelmann – Ein Leben für die Kunst
Antonius Höckelmann (*1937 in Oelde; †2000 in Köln) war ein künstlerischer Grenzgänger und eine wahre Künstlerpersönlichkeit. Er widmete sein Leben der Kunst mit einer bemerkenswerten Selbstverständlichkeit und Intensität. In dieser Unbändigkeit, die sich im Œuvre Höckelmanns widerspiegelt, liegt die Faszination und Aktualität seiner Werke bis heute verborgen. In einem Labyrinth aus Linien und Formen arbeitete er sich an Figuren der griechischen und römischen Mythologie, biblischen Themen und christlichen Volkssagen ab. Gleichzeitig war es das reale Leben abseits des Mainstreams, das ihn inspirierte, sei es das Kneipen- und Rotlichtmilieu oder die Pferde- und Sulkyrennen. Dabei sind es die Verstrickungen, das Verworrene und nicht zuletzt die Dynamik, die den Werken Höckelmanns allesamt innewohnen.
2025 feiert der Kreis Warendorf sein 50-jähriges Bestehen. Als Museum des Kreises Warendorf möchten wir dieses Jubiläum mit einer Ausstellung feiern, die mit Antonius Höckelmann einen der bedeutenden Künstler dieser Region vorstellt und dessen 25. Todestag hierzu gleichsam einen zusätzlichen Anlass bietet.
Die Ausstellung wird unterstützt vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, von der Marianne-und-Rudolf-Haver-Stiftung, der Kulturstiftung der Westfälischen Provinzial Versicherung und der Stiftung der Sparkasse Münsterland Ost.
Eröffnung: 2. November 2025, 15 Uhr
Fast vergessene Kreaturen – Fabeltiere und Sagengestalten (nicht nur) aus Westfalen
Drachen und Einhörner, Kobolde und Wassermänner – über Jahrhunderte waren sie fester Bestandteil der Vorstellungswelt unserer Vorfahren. Ihre Geschichten wurden von Generation zu Generation mündlich weitergegeben, bevor sie im 19. Jahrhundert erstmals schriftlich festgehalten wurden.
Auch im Münsterland gibt es einen besonders reichhaltigen Schatz an Sagen, Märchen und Legenden, der mit den zahlreichen Bau- und Naturdenkmälern der Region eng verknüpft ist. Die ehemalige Heide- und Moorlandschaft, die dichten Wälder und zahlreichen Gewässer mögen hierfür ein Grund sein.
Gemeinsam mit dem Team von Forgotten Creatures begeben wir uns auf Spurensuche nach den Fabeltieren und Sagengestalten Westfalens und treffen nicht nur eine geheimnisvolle Skulptur, den Teufel in der Klosterscheune, ein wundertätiges Kreuz, Hausgeister, Wassernixen, Geisterhunde und eine spukende Eule.
Hintergrund
Die Mission von Forgotten Creatures ist die Vermittlung von lebendiger Geschichte und kultureller Vielfalt. Dafür lässt das Team um Florian Schäfer lebensnahe Modelle von Fabelwesen für sich sprechen. Sie gewähren einen faszinierenden Blick in die Alltagskultur unserer Vorfahren, der nur selten berücksichtigt wird: Die sozialen und kulturellen Hintergründe, die dem Geisterglauben, zahlreichen Bräuchen und sagenhaften Berichten zugrunde liegen. Dabei arbeitet Forgotten Creatures wissenschaftlich und faktenbasiert mit Unterstützung von Fachwissenschaftlern zahlreicher Disziplinen, wie Archäologie, Geschichtswissenschaft oder Psychologie.

