Hannover
Museum

Museum August Kestner

Platz der Menschenrechte 3, 30159 Hannover

Das Museum August Kestner ist benannt nach August Kestner (1777–1853), der während seiner Zeit als hannoverscher Gesandter in Rom eine beachtliche Anzahl ägyptischer und griechisch-römischer Kleinkunst sowie andere Kunstgegenstände sammelte.

 

Das älteste städtische Museum in der Landeshauptstadt Hannover wird von einer denkmalgeschützten Glas-Beton-Fassade von 1961 umschlossen. Im Inneren finden sich noch Teile des Treppenhauses und der Seitenflügel und – als bauliches Highlight – fast die gesamte Eingangsfassade des ursprünglichen ersten Museumsgebäudes von 1889. 

 

Das Museum befindet sich im Stadtzentrum neben dem Neuen Rathaus und zeigt als einziges Haus in Hannover und weitem Umkreis 6000 Jahre angewandte Kunst in vier Sammlungsbereichen: Antike und Ägyptische Kulturen, Angewandte Kunst mit einer Designsammlung und eine der größten Sammlungen von Münzen und Medaillen im Norddeutschen Raum.

 

Seit November 2014 bildet das Museum mit dem Historischen Museum Hannover und dem Museum Schloss Herrenhausen den Verbund »Museen für Kulturgeschichte Hannover«.

 

Die Exponate des Museum August Kestner verteilen sich vor allem auf vier Sammlungen: Ägyptische Kunst, Antike Kulturen, Angewandte Kunst / Design und Numismatik.

Veranstaltungen und Ausstellungen

20.08.26 - 31.01.27

DRESSED – Rom. Macht. Mode.

Was würdest Du anziehen, wenn Du im alten Rom leben würdest?
Und was hätte Deine Kleidung über Dich verraten?

 

Die Sonderausstellung DRESSED – Rom Macht Mode nimmt Dich mit in die faszinierende Welt der antiken Mode.

 

Was trugen Menschen vor 2000 Jahren wirklich?
Wie entstanden die feinen Stoffe der römischen Welt?
Und warum galt ausgerechnet Kaiser Augustus als Modemacher seiner Zeit?

 

In der Ausstellung kannst Du römische Mode nicht nur sehen, sondern erleben.

 

Fass Materialien selbst an und schau Dir textile Fasern unter dem Mikroskop ganz genau an. 
Entdecke originale archäologische Textilfunde und sieh, wie Kleidung in der Antike hergestellt wurde.
Erfahre, warum Mode in der Antike besonders nachhaltig war und was wir heute daraus lernen können.
Schlüpfe in römische Gewänder und spüre, wie sich Mode vor 2000 Jahren angefühlt hat.

 

In der Ausstellung triffst Du außerdem Menschen in römischer Gewandung. Sie lassen die Mode der Antike lebendig werden und stehen gern für gemeinsame Fotos bereit.

 

Mode war im antiken Rom alles andere als oberflächlich. Sie zeigte, wer Du bist, wo Du hingehörst und welchen Platz Du in der Gesellschaft einnimmst.

 

Mit viel Witz, überraschenden Aha-Momenten und spannenden Vergleichen zur Gegenwart stellt die Ausstellung eine Frage, die bis heute aktuell ist:
Was bedeutet Mode eigentlich?

 

Komm vorbei und erlebe römische Mode hautnah: Zum Anfassen, Anprobieren und Entdecken.


Entwickelt wurde »DRESSED – Rom Macht Mode« vom Museum und Park Kalkriese in Zusammenarbeit mit Studierenden des Fachbereichs Textiles Gestalten der Universität Osnabrück unter der Leitung von Prof. Dr. Bärbel Schmidt. Die Ausstellung wurde dort 2024 erstmals präsentiert.

 

Die außergewöhnliche Ausstellungsarchitektur und Szenografie, die mit ihren Kleiderinseln, Auslagen und Shop-in-Shop Bereichen bewusst an ein modernes Kaufhaus erinnert, ist vom Kölner Gestalter Ingo Plato von res d – Design und Architektur GmbH entworfen worden.

08.10.26 - Auf unbestimmte Zeit

Mittendrin: Mittelalter

Teils 900 Jahre alte Relikte mittelalterlicher Handwerkskunst: Glänzendes Gold, schimmernde Bronze und buntes Email im Herzen des Museums

 

Besucher:innen des Museum August Kestner können bald neue alte Schätze bestaunen. Teils 900 Jahre alte Relikte mittelalterlicher Handwerkskunst bekommen einen Platz im Herzen des Museums. Im Fokus: Glänzendes Gold, schimmernde Bronze und buntes Email. Hintergrund ist ein Forschungsprojekt zur Neubearbeitung der renommierten Mittelaltersammlung des Museums. 

 

Das historische Treppenhaus inmitten des Museum August Kestner hat sich für die Neuankömmlinge herausgeputzt: Zahlreiche Stücke der mittelalterlichen Sammlung finden hier ein neues zu Hause. Dabei werden nicht nur alte Bekannte wie der berühmte »Fischbecker Kopf« wieder ausgestellt. Hinzu gesellen sich Objekte aus ganz Niedersachsen. Sie stammen aus verschiedenen Kirchen und Privatsammlungen – darunter die der Welfen. Viele davon fallen heute in die Zuständigkeit der Klosterkammer Hannover.
»Mittendrin: Mittealter« spannt den Bogen zu modernen Perspektiven wie Modeschmuck, Alltag und Glamour. Eine zentrale Vitrine stellt die aufeinanderfolgenden Themen mit wechselnden Objekten vor.  Den Auftakt bildet eine Auswahl von hochmittelalterlichen Emailarbeiten aus den Werkstätten des südfranzösischen Limoges.  Eine weitere Besonderheit bilden ausgewählte niedersächsische Brakteaten, eine spezielle, einseitig geprägte Pfennigart.

 

Besucher:innen des Museums dürfen nicht nur sehen, sondern auch aktiv werden: Die Mitmach-Station vermittelt verschiedene Techniken der Metallverarbeitung. Kinder und Erwachsene erhalten durch Bilder und Sounds Eindrücke von Arbeiten in einer Goldschmiedewerkstatt, erraten Geräusche und gestalten Anhänger aus Goldfolie. 

 

Die Präsentation ist Teil eines dreijährigen Forschungsprojektes unter der Leitung der Kunsthistorikerin Dr. Mirjam Brandt. Ziel ist, die umfangreiche Mittelaltersammlung des Museum August Kestner neu aufzuarbeiten. Bisher unbekannten Schätzen der Sammlung soll mehr Sichtbarkeit verliehen werden, darunter Textilien, Elfenbein- und Holzschnitzereien. Derzeit kann nur ein kleiner Teil der teilweise sehr licht- und klimaempfindlichen Sammlung ausgestellt werden. Erst nach der Sanierung des Museumsgebäudes werden sich ideale Möglichkeiten bieten.  
Im Rahmen des Projekts werden die Objekte umfassend neu erforscht. In regelrechter Detektivarbeit wird ihrer Historie nachgespürt: Wo befinden sich ähnliche Objekte? Was ist (k)eine Fälschung? Welche Geschichte steckt hinter den Kunstwerken? Die Ergebnisse und Fotografien werden der Öffentlichkeit auf der Plattform museum-digital zugänglich gemacht. Gefördert wird das Projekt von der Ernst von Siemens Kunststiftung, der VGH Stiftung sowie der Klosterkammer Hannover: »Frauenklöster und Stifte haben Bedeutsames zur Entwicklung Niedersachsens beigetragen, beispielsweise im Schulwesen oder im Gartenbau. Heute trägt die Klosterkammer Hannover Verantwortung für die Bewahrung des kulturellen Erbes der Klöster und Stifte. Beiträge zu deren Erforschung unterstützen wir daher gern.«

Standort
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Platz der Menschenrechte 3, 30159 Hannover
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