Das Museum August Macke Haus widmet sich der Pflege des Andenkens und des Werkes von August Macke und den rheinischen Expressionisten, der würdigen Instandhaltung des ehemaligen Wohn- und Atelierhauses von August Macke sowie der Erforschung und zeitgemäßen Vermittlung von Themen und Aspekten zu August Macke und seinem künstlerischen Umfeld bzw. dem Epoche-Phänomen des Expressionismus bis hin zu Verbindungen zur Gegenwartskunst durch Sonderausstellungen und Veranstaltungen. Dazu sammelt das Museum Werke und Dokumente von August Macke und den Rheinischen Expressionisten, unterhält ein Archiv sowie eine Bibliothek.
Herzstück des Museums ist das ehemalige Wohn- und Atelierhaus von August Macke, in dem der Künstler von Anfang 1911 bis zum Ausbruch des Ersten Weltkrieges im August 1914 mit seiner Familie lebte und seine wichtigsten Schaffensjahre verbrachte. Seit 1991 ist es der Öffentlichkeit zugänglich.
2017 wurde das Künstlerhaus um einen großzügigen modernen Anbau erweitert. Seither ist in allen 14 Räumen des Hauses eine umfassende Ausstellung zu Leben und Werk des international renommierten Künstlers eingerichtet. Der daran anschließende funktionale Anbau ermöglicht den barrierefreien Zugang zum ehemaligen Wohn- und Atelierhaus von August Macke und umfasst neben den Räumen für Sonderausstellungen und Veranstaltungen, eine Dachterrasse, ein museumspädagogisches Atelier, eine Bibliothek, den Museumsshop und ein Museumscafé mit Terrasse im idyllischen Garten zwischen Künstlerhaus und Anbau, der durch eine hohe freistehende Glasfassade gegen die Straße abgeschottet ist.
Das Museum August Macke Haus wird ohne staatliche oder städtische Subventionen von der Museum August Macke Haus gemeinnützigen Gesellschaft mit beschränkter Haftung betrieben. Gesellschafter sind der Verein August Macke Haus e. V. und die Stiftung August Macke Haus der Sparkasse in Bonn.
Veranstaltungen und Ausstellungen
August Macke & Friends – Stimmen zur Sammlung
Ab Herbst 2025 widmet sich das Museum August Macke Haus der eigenen Sammlung, die über 4.000 Arbeiten von 65 Künstlerinnen und Künstlern umfasst. Neben August Macke liegt der Fokus auf seinem künstlerischen Umfeld des (Rheinischen) Expressionismus sowie auf Vertreter:innen der Rheinischen Kunstszene.
August Macke gilt nicht nur als einer der wegweisenden Künstler des Expressionismus, sondern auch als bedeutender Netzwerker, der national wie international zahlreiche Künstlerkolleg:innen, Galerist:innen und Sammler:innen zusammenführte und ein gewichtiges Zentrum des Expressionismus im Rheinland aufzubauen suchte. Zentraler Ort seines Wirkens war sein Wohn- und Atelierhaus in Bonn, in dem sich heute das Museum befindet. Hier empfing er namhafte Personen der internationalen Kunstszene wie Robert Delaunay, Gabriele Münter oder Max Ernst, erlebte seine künstlerisch produktivste Zeit und beobachtete zugleich die Stadt und ihre Menschen, die er immer wieder in seinen Werken thematisierte.
Die Ausstellung Macke & Friends – Stimmen zur Sammlung zeigt eine Auswahl von rund 60 Werken aus den Museumsbeständen, darunter Gemälde, Zeichnungen, Druckgrafiken, Skulpturen und Kunsthandwerk, von Künstlerinnen und Künstlern wie Max Beckmann, Fifi Kreutzer, Gabriele Münter, Paul Adolf Seehaus, Hans Thuar oder Marta Worringer. Verbunden werden die Werke mit Stimmen von Bonnerinnen und Bonnern, Persönlichkeiten aus dem öffentlichen Leben, aus Kultur und Gesellschaft sowie von Menschen aus dem Museumsumfeld, die in der Ausstellung zusammen mit dem Werk erscheinen.
Auf diese Weise kann die Sammlung des Museum August Macke Haus aus zahlreichen, ganz unterschiedlichen Perspektiven erfahren und neu entdeckt werden. Schließlich ist auch das Publikum selbst gefragt und kann sich innerhalb der Ausstellung mit eigenen Statements einbringen.

