Im Fokus des Museums Charlottenburg-Wilmersdorf steht das Zusammenleben im Bezirk in Vergangenheit und Gegenwart. Das Museum erforscht, sammelt und vermittelt die Stadtgeschichte des Bezirks und Berliner Kulturgeschichte. Seit 2012 wird in der gründerzeitlichen Villa Oppenheim mit einem abwechslungsreichen Museumsprogramm ein Ort des gesellschaftlichen Austauschs geschaffen.
Das Museum Charlottenburg-Wilmersdorf schafft einen Raum für Begegnungen mit Stadtgeschichte. Unsere Sammlungen, Ausstellungen sowie Bildungs- und Vermittlungsangebote erzählen vom Zusammenleben im Bezirk. Das Archiv bewahrt als Gedächtnis des Bezirks Alltagsgeschichte und steht Nutzer:innen zur Recherche und Beratung offen. Unser Veranstaltungsprogramm mit Führungen und Stadtrundgängen, Gesprächen, Lesungen und Filmabenden lädt zur aktiven Auseinandersetzung mit unseren Themen und zum Erfahrungsaustausch ein. Digitale Angebote erweitern das Profil des Museums.
Vielstimmigkeit und kulturelle Teilhabe, Partizipation und Kooperationen prägen das Museumsprogramm. Ein wichtiger Impuls unserer Arbeit ist dabei der Austausch mit der diversen Stadtgesellschaft, um Wissen miteinander zu teilen und gemeinsam Inhalte zu entwickeln. Auch der Frage, wie wir Zusammenleben in der Zukunft gestalten wollen, bietet das Museum eine Plattform.
Veranstaltungen und Ausstellungen
Weibliches Wesen, geistig vielseitig interessiert, sucht – Helga Goetze
1983 schrieb die feministische Zeitschrift COURAGE: »Eine Annäherung an Helga Goetze scheint auf den ersten Blick unmöglich«, und druckte dennoch ein Interview mit ihr, die an der Gedächtniskirche »als ältere Frau auf der Straße steht und jedem/jeder das Wort ›Ficken‹ wohlartikuliert um die Ohren schreit«. Die damals 61-Jährige war dabei, sich mit provokanten Aktionen als »unvermeidlicher Störfaktor« im West-Berlin der 1980er Jahre zu etablieren. Sie hielt fast täglich Mahnwachen am Breitscheidplatz und verbreitete Botschaften ihrer sexuellen Befreiung in Stickarbeiten, Zeichnungen und Gedichten. Bis heute entzieht sich die Künstlerin und Aktivistin einfachen Zuschreibungen. Die Ausstellung nimmt die Irritationen und Verunsicherungen, die Helga Goetze auf den Straßen auslöste, als einen Ausgangspunkt: Welche künstlerischen und politischen Spielräume eröffnet dieses Störgefühl?
Eine Ausstellung des Museums Charlottenburg-Wilmersdorf mit Poligonal in Zusammenarbeit mit der Stiftung Stadtmuseum Berlin und dem FFBIZ – das feministische Archiv, aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds ermöglicht.

