Berlin
Museum

Museum Charlottenburg-Wilmersdorf in der Villa Oppenheim

Schloßstraße 55/Otto-Grüneberg-Weg, 14059 Berlin

Im Fokus des Museums Charlottenburg-Wilmersdorf steht das Zusammenleben im Bezirk in Vergangenheit und Gegenwart. Das Museum erforscht, sammelt und vermittelt die Stadtgeschichte des Bezirks und Berliner Kulturgeschichte. Seit 2012 wird in der gründerzeitlichen Villa Oppenheim mit einem abwechslungsreichen Museumsprogramm ein Ort des gesellschaftlichen Austauschs geschaffen.

 

Das Museum Charlottenburg-Wilmersdorf schafft einen Raum für Begegnungen mit Stadtgeschichte. Unsere Sammlungen, Ausstellungen sowie Bildungs- und Vermittlungsangebote erzählen vom Zusammenleben im Bezirk. Das Archiv bewahrt als Gedächtnis des Bezirks Alltagsgeschichte und steht Nutzer:innen zur Recherche und Beratung offen. Unser Veranstaltungsprogramm mit Führungen und Stadtrundgängen, Gesprächen, Lesungen und Filmabenden lädt zur aktiven Auseinandersetzung mit unseren Themen und zum Erfahrungsaustausch ein. Digitale Angebote erweitern das Profil des Museums.

 

Vielstimmigkeit und kulturelle Teilhabe, Partizipation und Kooperationen prägen das Museumsprogramm. Ein wichtiger Impuls unserer Arbeit ist dabei der Austausch mit der diversen Stadtgesellschaft, um Wissen miteinander zu teilen und gemeinsam Inhalte zu entwickeln. Auch der Frage, wie wir Zusammenleben in der Zukunft gestalten wollen, bietet das Museum eine Plattform.

Veranstaltungen und Ausstellungen

24.01.12 - Auf unbestimmte Zeit

SammlerStücke – Die Kunstsammlung der Stadt Charlottenburg

In der Villa Oppenheim sind die Werke der Kunstsammlung Charlottenburg erstmalig an einem Ort öffentlich ausgestellt. Die Sammlung resultiert vorrangig aus den Ankäufen der Charlottenburger Deputation für Kunstzwecke und der Stiftung der privaten Kunstsammlung Raussendorff.

 

In der Sammlung vertreten sind die Künstler der neugegründeten Berliner Sezession, die ab 1899 in spektakulären Ausstellungen in Charlottenburg erstmals ihre Werke präsentierten, darunter Walter Leistikow, Franz Skarbina und Max Liebermann. Ausgewählte Werke dieser modernen Sezessionisten und ihrer Nachfolger wurden von den gewählten Deputierten der Stadtverordnetenversammlung in den Ateliers und Werkstätten sowie auf den großen Kunstausstellungen für das neue Rathaus angekauft und dort in den repräsentativen Räumen gehängt und aufgestellt.

 

Die umfangreiche Kunstsammlung des Berliner Fabrikanten und Mäzens Hugo Raussendorff (1832–1908) gelangte 1912 als Stiftung in den Besitz der Stadt Charlottenburg. Ein facettenreicher Bestand von Gemälden, Grafiken und Plastiken, den das Stifterpaar Antonie und Hugo Raussendorff zuvor in ihrer repräsentativen Stadtvilla am Kurfürstendamm ausgestellt hatte, darunter Werke von Eduard Schleich, Franz von Defregger und Constantin Meunier, sind ebenfalls in den Ausstellungsräumen im Obergeschoss zu sehen. Diese zusammenhängende Präsentation einer privaten Kunstsammlung des 19. Jahrhunderts ist die einzige ihrer Art in Berlin.

Die junge Stadt Charlottenburg stand an der Schwelle des 20. Jahrhunderts: Eine Stadt im Aufschwung – 1904 avancierte sie zur reichsten Stadt Preußens – leere Wände im neu erbauten Rathaus und leere Plätze in einer expandierenden Stadt. Unzählige Künstler, die neuerdings in Charlottenburg lebten und in der Verwaltung kunstsinnige Männer, die nicht nur das wirtschaftliche Interesse, sondern auch das geistige Leben der Stadt im Blick hatten.

02.12.14 - Auf unbestimmte Zeit

WESTEN!

Seit 2012 präsentiert das Museum Charlottenburg-Wilmersdorf seine kunsthistorischen Forschungen sowie stadt- und alltagsgeschichtliche Sammlung in der Villa Oppenheim nahe dem Schloss Charlottenburg. Mit der Schau »WESTEN!« zeigt es erstmals eine Dauerausstellung zur Geschichte des 2001 vereinigten Bezirks. Im Fokus steht die besondere Rolle der beiden »schönen Schwestern« Charlottenburg und Wilmersdorf als zweites Stadtzentrum neben der historischen Mitte Berlins, als City-West.

 

Multimedial und objektnah erzählt die Ausstellung von Ereignissen und Personen, die den Bezirk über gut drei Jahrhunderte geprägt haben. Die Ausstellung gliedert sich in vier Teile:

 

Boulevard: Exponate der museumseigenen Sammlung und eine Vielzahl an Leihgaben aus anderen Berliner Museen laden zu einem chronologischen Rundgang durch die Stadtgeschichte ein. Präsentiert werden sie in sechs Nachbauten der bekannten Ku’damm-Vitrine.

 

Kino: Teilweise noch nie gezeigte Filmsequenzen und seltene Fotoaufnahmen wurden zu Filmen arrangiert, die die wechselvolle Geschichte Charlottenburgs und Wilmersdorfs Revue passieren lassen.  Gezeigt werden vier Filme: »Charlottenburg & Wilmersdorf. Eine Chronologie«, »Zerstörung und Wiederaufbau nach 1945«, »Hinrichtungen, politische Morde und mörderische Politik« sowie »Musenhöfe und Industriegebiete der Intelligenz«.  

 

Medienstation: Auf der Grundlage historischer Karten, welche die Entwicklung des Bezirksgebietes in den letzten 300 Jahren anschaulich machen, bietet eine interaktive Medienstation umfangreiche Texte, Biografien und Bildmaterial zu hunderten von Orten, Ereignissen und Personen in Charlottenburg-Wilmersdorf.

 

Bezirkspantheon: Elf den Bezirk prägende Persönlichkeiten aus den Bereichen Politik, Kultur, Theater, Fotografie, Bildungs-, Sozial- und Fürsorgewesen werden im Foyer der Villa Oppenheim im Porträt vorgestellt.

27.06.26 - 11.10.26

Wir kommen wieder. Über Tourismus und die Destination West-Berlin

Wie wurde aus West-Berlin ein touristisches Ziel? Vom Wiederaufbau des touristischen Angebots nach dem Zweiten Weltkrieg an prägten die historischen Brüche die Vermarktung der Metropole. Nach dem Mauerbau machte Berlins Insellage Reisen hierher komplizierter als in andere Großstädte. Einmal angekommen hatten viele Besucher:innen jedoch das Gefühl, den Kalten Krieg aus nächster Nähe zu erleben. Zugleich rückte der Erlebnistourismus zunehmend in den Mittelpunkt und teilte sich Freiräume mit der Alternativkultur, die gleichzeitig das touristische Bild durchkreuzte. 

 

Diese Tourismusgeschichte ist ein Zugang, den die Ausstellung »Wir kommen wieder« eröffnet. Die Ausstellung macht Spannungsfelder des Phänomens Tourismus sichtbar. Zu den Widersprüchen dieses Phänomens zählt es, dass es unsichtbar bleiben möchte, während es eine dominante Zahl an Bildern produziert. Zugleich ist die Beschäftigung mit Tourismus eine Auseinandersetzung mit den eigenen Widersprüchen, denn das Versprechen auf Erholung ist ambivalent, wenn wir um die sozialen und ökologischen Verwerfungen wissen, die Tourismus begleiten.

 

Als eine gemeinsame Ausstellung des Museums Charlottenburg-Wilmersdorf mit dem Kunstraum Basement Berlin verbindet sie künstlerische und historische Zugänge. Die Ausstellung im Basement konzentriert sich auf zeitgenössische künstlerische Arbeiten, einige werden auch in der Villa Oppenheim gezeigt. 

 

Gefördert aus City Tax- Mitteln für besondere touristische Projekte im Bezirk der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe

Standort
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Schloßstraße 55/Otto-Grüneberg-Weg, 14059 Berlin
Öffnungszeiten
Montaggeschlossen
Dienstag10:00–17:00
Mittwoch10:00–17:00
Donnerstag10:00–17:00
Freitag10:00–17:00
Samstag11:00–17:00
Sonntag11:00–17:00
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