Das Museum DKM liegt im Zentrum der Duisburger Innenstadt zwischen Kantpark mit dem Lehmbruck Museum und Hauptbahnhof.
Die Architektur des Museum dient in nobler Zurückhaltung der Ausstellung der Kunst.
Drei Baukörper erstrecken sich über fünf Ebenen und umfassen 2.700 m² oder 51 Räume. Aus den Räumen des Neubaus bieten sich inszenierte Ausblicke in Außenbereiche. Das Foyer mit Museumscafé lädt zum Ausruhen und Erfrischen ein.
Die Sammlung DKM vereint fünf weit auseinander liegende Bereiche: einerseits zeitgenössische Kunst seit den 60er Jahren des 20. Jh., andererseits bis über 2.000 Jahre alte sowie aktuelle Kunst aus Südostasien, ferner Kunst aus Alt-Ägypten, wovon allerdings nur wenige Stücke gezeigt werden (der größte Teil befindet sich als Dauerleihgabe im Antikenmuseum Basel), zudem Gefäße aus 5.000 Jahren Kulturgeschichte bis in die Gegenwart (W. Wagenfeld) und schließlich klassische sowie zeitgenössische Fotografie.
Das Untergeschoß im Altbau beherbergt Statuen, Büsten und Köpfe aus Stein und Marmor, darunter einen einzigartigen monumentalen Buddha-Kopf, ferner einen Begräbniszug mit 53 Figuren, weitere Reiter- und Kriegergruppen, Tiere und Gefäße aus bemalter Terrakotta aus den chinesischen Dynastien Han, Nördliche Wei, Nördliche Qi, Sui, Tang (206 v.u.Z.–907 n.u.Z.). Zudem sind chinesische Ahnenbilder, Gelehrtensteine, Möbel und Porzellan vom 10.–19. Jh. zu sehen. Eine Klanginstallation mit Fotografien auf Rollbildern versetzt den Besucher in Straßenszenen einer chinesischen Stadt. Ein Raum ist japanischer Kunst des 12.–19. Jh. gewidmet.
Die sechs Räume im Erdgeschoß des Hoftraktes (Altbau) sind für Wechselausstellungen vorgesehen, während die übrigen Bereiche als Dauerausstellung konzipiert sind.
Die acht Räume im Neubau nehmen u.a. Werke von Raimund Kummer (DE), Kyungwoo Chun (KR), Song Dong (CN), Bernd Minich (DE), Ulrich Rückriem (DE), Blinky Palermo (DE) und Ernst Hermanns (DE) auf, darunter dessen saalgroßen »Düsseldorfer Raum«. In einem der Räume werden Torsi und Buddha-Köpfe des 17./18. Jh. aus Thailand (Ayutthaya) präsentiert. Mehrere dieser Räume bieten inszenierte Ausblicke in fernöstlich anmutende Innenhöfe.
In den Obergeschossen 1 und 2 (Altbau) sind Werke von nicht weniger als 42 zeitgenössischen Künstlern ausgestellt. Charakteristikum der Präsentation ist es, dass einerseits Künstlerräume geschaffen wurden und dass der Besucher andererseits einigen Künstlern mehrfach im Haus begegnet.
Im Obergeschoß 3, erreichbar über das hintere Treppenhaus, finden sich Statuen und Reliefs des
1.–4. Jh. aus Gandhāra (Afghanistan, Pakistan), einem Schmelztiegel von hellenistischer und buddhistischer Kultur, an der alten Seidenstraße.
Mittwoch:
10–18 Uhr
Nur nach Voranmeldung. Buchen Sie hier Ihre Tickets!
Montag, Dienstag, Donnerstag–Sonntag
Sonderöffnungen können für Gruppen oder Einzelpersonen zeitlich flexibel nach Vereinbarung gebucht werden.
Terminanfrage: www.museum-dkm.de/booking.
Veranstaltungen und Ausstellungen
WATANABE SADAO. Schenkung Ruth Hetcamp
Ruth Hetcamp, die während des zweiten Weltkriegs in Duisburg-Meiderich aufwuchs, gründete 1960 die Tokyo Inochi-no-Denwa, die japanische Version der Telefonseelsorge, wofür sie 2008 in Tokio mit dem kaiserlichen Orden ausgezeichnet wurde.
Im vergangenen Jahr schenkte Ruth Hetcamp der Stiftung DKM Arbeiten des japanischen Künstlers Watanabe Sadao (JP, 1913–1996), dessen Werk sie bei Ihrem Japaneinsatz kennenlernte. Bekannt wurde der japanische Künstler für seine Bibeldrucke im Stile der Mingei-Tradition, einer Bewegung, die die Wiederbelebung des historischen Handwerks und der technischen Kenntnisse des traditionellen japanischen Kunstgewerbes anstrebte. Die christliche Ikonographie verschmilzt in Watanabe Sadaos Arbeiten mit einer ausdrucksstarken buddhistischen Sprache, die sich lokaler Materialien wie Kozo-Papier und Momigami (geknetetes Papier) sowie der Katazome-Technik des Schablonierens bedient.
Eine Auswahl der Schenkung Ruth Hetcamp, die in ihrer Gesamtheit 34 Werke von Watanabe Sadao umfasst, wird in der sonst nicht öffentlich zugänglichen Bibliothek des Museum DKM ausgestellt.
Diamonds and Pearls – Claudia Terstappen
In der Ausstellung Diamonds and Pearls zeigt das Museum DKM Keramikskulpturen und Fotografien von Claudia Terstappen.
Was verbindet Schmuck und Skulptur miteinander? Diese Frage stellt sich Terstappen: Körper, Lebensräume, Häuser und Städte schmückt und verschönert der Mensch. Diese Assoziation inspirierte Claudia Terstappen und veranlasste sie, sich diesem Thema zu widmen. Das Wort »schmücken« geht auf das mittelhochdeutsche Wort »smücken, smucken« zurück und bedeutet unter anderem »in etwas hineindrücken; dagegen zu drängen«; Das Pressen ist wiederum die Methode, die Terstappen anwendet, um Ton in eine Form zu bringen. Eine ungeformte, rohe Masse bewusst geplant, mit Absicht, diese in eine Skulptur zu verwandeln; als Maßnahme der Verschönerung und Bereicherung für uns.
»Oft sind es bestimmte Formen, Farbkombinationen oder Anordnungen von Dingen, die ich später in meine Werke übersetze, als würde ich einer Erinnerung ein konkretes Bild zuschreiben. Mich interessiert nicht die Quelle selbst, sondern die physikalischen Eigenschaften, ihre Erscheinung und ihre Kraft. Durch die spielerische Umsetzung in die Abstraktion versuche ich, den Werken eine eigenständige Existenz zu geben. Sie sollten in ihrer Aussage offenbleiben und ein breites Spektrum an Assoziationen zulassen. Farben spielen für mich eine wichtige Rolle – sie können emotional sein, aber auch dazu dienen, die Herkunft der Form zu verschleiern. Vor allem aber fetischisieren sie das Werk als kostbares Objekt.«

