Duisburg
Museum

Museum DKM

Güntherstraße 13–15, 47051 Duisburg

Das Museum DKM liegt im Zentrum der Duisburger Innen­stadt zwischen Kant­park mit dem Lehmbruck Museum und Haupt­bahnhof.
Die Archi­tek­tur des Museum dient in nobler Zurück­haltung der Aus­stellung der Kunst.
Drei Bau­körper er­strecken sich über fünf Ebenen und um­fassen 2.700 m² oder 51 Räume. Aus den Räumen des Neubaus bieten sich inszenierte Aus­blicke in Außen­bereiche. Das Foyer mit Museums­café lädt zum Aus­ruhen und Er­frischen ein.

 

Die Sammlung DKM vereint fünf weit auseinander liegende Bereiche: einerseits zeitgenössische Kunst seit den 60er Jahren des 20. Jh., andererseits bis über 2.000 Jahre alte sowie aktuelle Kunst aus Südostasien, ferner Kunst aus Alt-Ägypten, wovon allerdings nur wenige Stücke gezeigt werden (der größte Teil befindet sich als Dauerleihgabe im Antikenmuseum Basel), zudem Gefäße aus 5.000 Jahren Kulturgeschichte bis in die Gegenwart (W. Wagenfeld) und schließlich klassische sowie zeitgenössische Fotografie.

 

Das Untergeschoß im Altbau beherbergt Statuen, Büsten und Köpfe aus Stein und Marmor, darunter einen einzigartigen monumentalen Buddha-Kopf, ferner einen Begräbniszug mit 53 Figuren, weitere Reiter- und Kriegergruppen, Tiere und Gefäße aus bemalter Terrakotta aus den chinesischen Dynastien Han, Nördliche Wei, Nördliche Qi, Sui, Tang (206 v.u.Z.–907 n.u.Z.). Zudem sind chinesische Ahnenbilder, Gelehrtensteine, Möbel und Porzellan vom 10.–19. Jh. zu sehen. Eine Klanginstallation mit Fotografien auf Rollbildern versetzt den Besucher in Straßenszenen einer chinesischen Stadt. Ein Raum ist japanischer Kunst des 12.–19. Jh. gewidmet.

 

Die sechs Räume im Erdgeschoß des Hoftraktes (Altbau) sind für Wechselausstellungen vorgesehen, während die übrigen Bereiche als Dauerausstellung konzipiert sind.

 

Die acht Räume im Neubau nehmen u.a. Werke von Raimund Kummer (DE), Kyungwoo Chun (KR), Song Dong (CN), Bernd Minich (DE), Ulrich Rückriem (DE), Blinky Palermo (DE) und Ernst Hermanns (DE) auf, darunter dessen saalgroßen »Düsseldorfer Raum«. In einem der Räume werden Torsi und Buddha-Köpfe des 17./18. Jh. aus Thailand (Ayutthaya) präsentiert. Mehrere dieser Räume bieten inszenierte Ausblicke in fernöstlich anmutende Innenhöfe.

 

In den Obergeschossen 1 und 2 (Altbau) sind Werke von nicht weniger als 42 zeitgenössischen Künstlern ausgestellt. Charakteristikum der Präsentation ist es, dass einerseits Künstlerräume geschaffen wurden und dass der Besucher andererseits einigen Künstlern mehrfach im Haus begegnet.

 

Im Obergeschoß 3, erreichbar über das hintere Treppenhaus, finden sich Statuen und Reliefs des
1.–4. Jh. aus Gandhāra (Afghanistan, Pakistan), einem Schmelztiegel von hellenistischer und buddhistischer Kultur, an der alten Seidenstraße.

Veranstaltungen und Ausstellungen

03.05.23 - Auf unbestimmte Zeit

WATANABE SADAO. Schenkung Ruth Hetcamp

Ruth Hetcamp, die während des zweiten Weltkriegs in Duisburg-Meiderich aufwuchs, gründete 1960 die Tokyo Inochi-no-Denwa, die japanische Version der Telefonseelsorge, wofür sie 2008 in Tokio mit dem kaiserlichen Orden ausgezeichnet wurde.

 

Im vergangenen Jahr schenkte Ruth Hetcamp der Stiftung DKM Arbeiten des japanischen Künstlers Watanabe Sadao (JP, 1913–1996), dessen Werk sie bei Ihrem Japaneinsatz kennenlernte. Bekannt wurde der japanische Künstler für seine Bibeldrucke im Stile der Mingei-Tradition, einer Bewegung, die die Wiederbelebung des historischen Handwerks und der technischen Kenntnisse des traditionellen japanischen Kunstgewerbes anstrebte. Die christliche Ikonographie verschmilzt in Watanabe Sadaos Arbeiten mit einer ausdrucksstarken buddhistischen Sprache, die sich lokaler Materialien wie Kozo-Papier und Momigami (geknetetes Papier) sowie der Katazome-Technik des Schablonierens bedient.

 

Eine Auswahl der Schenkung Ruth Hetcamp, die in ihrer Gesamtheit 34 Werke von Watanabe Sadao umfasst, wird in der sonst nicht öffentlich zugänglichen Bibliothek des Museum DKM ausgestellt.

01.03.26 - 21.02.27

Im goldenen Schein – Japanische Tradition trifft westliche Moderne

Die Ausstellung »Im goldenen Schein« beleuchtet die faszinierende Begegnung zwischen der japanischen Tradition und der westlichen Moderne, die in der Kunstgeschichte immer wieder neue Formen des Dialogs und der Transformation hervorgebracht hat. Im Zentrum stehen die Kunstwerke, die diese beiden Welten miteinander vereinen – in einer spannungsgeladenen und zugleich harmonischen Wechselwirkung.

 

Der »goldene Schein«, der der Ausstellung ihren Titel verleiht, symbolisiert sowohl den Glanz der traditionellen japanischen Kunstformen, die durch die Verwendung von Gold und intensiven Symbolismen tief in spirituellen und kulturellen Bedeutungen verwurzelt sind, als auch das moderne Streben nach Innovation, Freiheit und individueller Ausdruckskraft im westlichen Kontext. Diese Kunstwerke verweben das Erbe der Vergangenheit mit der Dynamik der Gegenwart, indem sie die tief verwurzelte Ästhetik der japanischen Paravents, Kalligraphie und Ikonographie in den Dialog mit der westlichen Konzeptkunst, Abstraktion und Skulptur treten lassen.

 

Die Verschmelzung von Tradition und Moderne, die in dieser Ausstellung zum Leben erweckt wird, spiegelt nicht nur den künstlerischen Austausch zwischen Ost und West wider, sondern auch eine philosophische Auseinandersetzung mit der Zeit, dem Licht und der materiellen Präsenz von Gold als kulturelles Symbol. Hier wird Gold nicht nur als Material, sondern als Konzept verstanden, das die unterschiedlichen Welten miteinander verbindet und die Brücke zwischen Vergangenheit und Zukunft schlägt.

 

»Im goldenen Schein« ist somit eine meditative Reflexion über die universelle Sprache der Kunst, die Grenzen überschreitet, um zu einem Dialog zu werden, der uns die Möglichkeiten einer kulturellen Synthese und eines wechselseitigen Lernens aufzeigt.

14.03.26 - 31.10.26

Flüstern der Landschaft – ANDRÉ SCHWEERS

Im Verweben von Vergangenheit und Gegenwart entwickelt André Schweers das charakteristisch Neue, eine unverkennbare visuelle Ausdrucksform, seine Bildsprache. Sie eröffnet vielfältige Assoziationsräume und ermöglicht, innerhalb unserer kontemplativen Museumssammlung neue, zeit- und kulturübergreifende Verbindungslinien zu ziehen.

 

Jedes Anhäufen, jedes Ablagern von Material trägt die Spuren menschlichen Handelns in sich. Der einzelne Gegenstand wird aus seiner ursprünglichen Funktion herausgelöst und in einen neuen formalen Zusammenhang überführt. In diesem Prozess wird Gegenwart verdichtet und zum Sediment von Geschichte. Die äußere Struktur der Werke ist dabei nicht nur Form, sondern zugleich Zeugnis dieser Umwandlung und ihr stilles Archiv.

 

Seit über einem Jahrzehnt bilden Höhlen- und Wabenstrukturen einen zentralen Bezugspunkt im Werk von André Schweers. Prägende Impulse erhielt der Künstler unter anderem auf einer Reise nach Kappadokien (Zentralanatolien in der Türkei), bei der er die Höhlen von Göreme besuchte. Die Begegnung mit diesen archaischen Räumen – Ausdruck eines frühen menschlichen Gestaltungswillens – wirkt bis heute nach. Schweers entdeckt diese Urformen immer wieder neu: auf den Ausgrabungsstätten kretisch-minoischer Kulturen, im historischen Mauerwerk mittelalterlicher Burgen oder in den französischen Taubentürmen, den Pigeonniers oder Colombiers, die sich seit dem Mittelalter als eigenständige architektonische Typologie etabliert haben. Charakteristisch ist ein streng geordnetes Raumsystem, in das die Spuren von Zeit und Vergänglichkeit eingeschrieben sind.

Standort
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Güntherstraße 13–15, 47051 Duisburg
Öffnungszeiten
Montagnach Vereinbarung
Dienstagnach Vereinbarung
Mittwoch10:00–16:00 nach Voranmeldung
Donnerstagnach Vereinbarung
Freitagnach Vereinbarung
Samstagnach Vereinbarung
Sonntagnach Vereinbarung
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