Auf regionalen Wurzeln fußend, hat das Museum für Franken nationale und internationale Ausstrahlung. Anhand seiner Sammlung will das Haus fränkische Kultur und Geschichte sichtbar machen und aktuelle gesellschaftliche Fragen diskutieren. Besucherorientierung ist dabei Grundsatz seiner Arbeit. Deshalb spielt neben dem Sammeln, Bewahren und Forschen die Vermittlung eine besondere Rolle. Klassische Präsentationen werden durch interaktive Familienausstellungen, Veranstaltungen und digitale Angebote ergänzt. Dem Museum für Franken ist es wichtig, das Museum fortzuentwickeln, zu öffnet und in den digitalen Raum zu erweitern. Es will einen wichtigen Beitrag zur Identifikation der Menschen in Stadt und Region mit Franken und Würzburg leisten und Gästen aus nah und fern die Kulturgeschichte Frankens näherbringen.
Die Objekte der Sammlung sind Zeitdokumente und Informationsquellen der Kunst- und Kulturgeschichte Frankens. Das Museum bewahrt sie mit Verantwortung. In seinem Netzwerk mit anderen Wissenschaftler:innen und Institutionen betreibt es Forschung. Es dokumentiert und speichert seine Erkenntnisse und teilt seine Expertise. Das Museum für Franken entwickelt sich zu einem Kompetenzzentrum für das kulturelle Erbe der gesamten Region. Es sieht sich auch als Anlaufstelle und Plattform für den Austausch mit Fachkolleg:innen und Interessierten.
Die Festung Marienberg wird ab 2022 in mehreren Bauabschnitten saniert.
Dabei wird in den kommenden Jahren die Kernburg, der innere Bereich der Festung, für das Museum für Franken baulich umgestaltet und neu eingerichtet.
Entstehen soll ein zeitgemäßes, besucherfreundliches und erlebnisorientiertes Landesmuseum.
Das Gesamterlebnis Festung und Museum für Franken steht dabei im Mittelpunkt – modern, offen und partizipativ.
Die Dauerausstellung soll künftig die Kunst- und Kulturgeschichte ganz Frankens von der Vorgeschichte bis in die Gegenwart zeigen.
Barrierefreiheit soll in allen Bereichen des Museums – Ausstellungen, Gastronomie- und Servicebereich – eine wichtige Voraussetzung sein.
Veranstaltungen und Ausstellungen
1525 – Franken fordert Freiheit*en
Das Museum für Franken lädt im Rahmen von 500 Jahre Bauernkrieg mit der Sonderausstellung 1525 – Franken fordert Freiheit*en zu einer einzigartigen Reise in die Vergangenheit ein.
Die Ausstellung macht die Ereignisse des Jahres 1525 anschaulich und legt dabei den Fokus auf die Beweggründe und Motive der Beteiligten. Sie bietet Einblicke in die Lebenswelt um 1525 und nimmt die Aufständischen in den Fokus, ihre Forderungen, ihren Erfolg und ihr Scheitern. Dem gegenüber stehen die Interessen der Obrigkeiten und deren Reaktionen auf die Unruhen. Dazwischen befinden sich die fränkischen Städte, die mal passiv und mal aktiv die Dynamik der Aufstände beeinflussen. Nicht zuletzt wird die Frage gestellt Wie bewertet man den Bauernkrieg im Laufe der Zeit und was denken wir heute?
Durch eine innovative Präsentation mit Highlight-Objekten aus der eigenen Sammlung, bisher nicht gezeigten Quellentexten und Abbildungen der Zeit sowie interaktiven Stationen wird das vielschichtige Thema spannend und verständlich vermittelt. Museumsgäste ab 12 Jahren erwartet eine informative und lebendige Reise durch die Geschichte des Bauernkriegs in Franken. Alle sind eingeladen, die Ausstellung zu erkunden und an den Mitmachstationen ihre eigenen Vorstellungen und Meinungen zur Diskussion zu stellen.
Das Computerrollenspiel zum Bauernkrieg in Würzburg
Ein speziell für die Ausstellung konzipiertes Computerrollenspiel lässt nicht nur junge Besucherinnen und Besucher einen spielerischen und emotionalen Zugang zu den Hintergründen des Sturms auf die Festung Marienberg finden. Die Spielenden schlüpfen in die Rolle der Wäscherin Johanna und beeinflussen Würzburgs Geschichte im Bauernkrieg: In einer auf historischen Quellen basierenden Welt erleben sie faszinierende Abenteuer, entdecken liebevoll rekonstruierte Originalschauplätze und treffen bedeutende Persönlichkeiten.

