Was 1997 als lockere Runde in einer Marburger Kneipe begann, wurde zu einer der prägendsten Künstlergemeinschaften der Region: die WERKSTATT RADENHAUSEN. Über 25 Jahre lang war das Rittergut Radenhausen ihr kreatives Zuhause – ein Ort des Austauschs, der Ausstellungen und Sommerfeste, die das kulturelle Leben im Landkreis Marburg-Biedenkopf bereicherten. Mit dem Otto-Ubbelohde-Preis 2006 wurde ihr Engagement gewürdigt.
Ein Spiegel der Gesellschaft
Die Künstler:innen – Manfred Drechsel (†2009), Liesel Haber (†2025), Lies Kruschwitz, Antonia Mösko, Burgi Scheiblechner, Klaus Schlosser, Hans Schohl, Margarete Trümner, Gerda Waha und seit 2012 Ursula Eske – zeigen in der Retrospektive, wie Dialog trotz aller Unterschiede gelingt. Ihre Werke, von Bildhauerei bis Installation, von Holz bis Stahl, spiegeln eine sich wandelnde Gesellschaft wider. Wie Dr. Christoph Otterbeck, Direktor des Kunstmuseums, betont: »Ihre eigenständigen Werke ergeben zusammen den Spiegel einer Generation.«
Parallel präsentiert der Kunstverein Marburg bis zum 27. August 2026 aktuelle Arbeiten der Gruppe. Beide Präsentationen sind ein Beweis, dass der kreative Dialog auch nach der Auflösung der Ateliers auf dem Rittergut Radenhausen 2025 weitergeht.