Neuss
Museum

Museum Insel Hombroich

Minkel 2, 41472 Neuss

Kunst parallel zur Natur. Das Motto von Museum Insel Hombroich, entstanden in Anlehnung an eine Äußerung von Paul Cézanne, Kunst sei eine Harmonie parallel zur Natur, kennzeichnet den Entwurf eines musealen und landschaftlichen Idealraums. Zur Präsentation einer bedeutenden Kunstsammlung entwickelte ihn der Sammler Karl-Heinrich Müller gemeinsam mit den Künstlern Gotthard Graubner (Sammlungsinstallation) und Erwin Heerich (begehbare Skulpturen) sowie dem Landschaftsplaner Bernhard Korte (Landschaft).

 

Das 1987 eröffnete Museum Insel Hombroich umfasst ein Landschaftsschutzareal von 21 ha und ist ein reines Tageslichtmuseum mit zehn begehbaren, teils als Ausstellungsgebäude genutzten Skulpturen. Um Kunst und Natur sinnlich erfahrbar zu machen, wird neben künstlicher Beleuchtung auf Beschilderungen, Bildlegenden, Absperrungen etc. sowie jegliche Didaktik verzichtet.

Veranstaltungen und Ausstellungen

06.09.26 - 25.10.26

Wachhaus #22: Niels Fäßle

Niels Fäßle montiert in seiner Installation am Eingang der Raketenstation einen u‑förmigen Blumenkasten am Wachhaus. Dieser zieht sich als Saum um das komplett in weiß gehaltene Gebäude und verschließt die Tür. Die Frage nach dem Zweck des Blumenkastens ist dabei zentral: Ist er eine Dekoration, eine Einfassung, ein architektonisches Detail oder gar eine selbständige Skulptur? Seine Funktion bleibt in jedem Fall bewusst mehrdeutig.

 

Niels Fäßle studierte zunächst bei Prof. Thomas Grünfeld und im Anschluss daran bei Prof.in Alexandra Birken an der Kunstakademie Düsseldorf.

 

Die Wachhaus-Ausstellungsreihe ist eine Kooperation mit der Kunstakademie Düsseldorf, in deren Rahmen Studierende im zweimonatigen Rhythmus jeweils eine neue Installation vor Ort realisieren. Nach einem Zyklus von sechs Präsentationen wird ein Beitrag im Folgejahre im Rahmen einer Preisverleihung ausgezeichnet.

06.09.26 - 07.03.27

if the balloon went up …

Zwischen 1963 und 1989 betrieb die belgische Luftwaffe im Rahmen des NATO-Luftverteidigungsgürtels acht Nike-Raketenstellungen in Westdeutschland, darunter die Stellung in Kapellen-Erft (Hombroich). Neben den belgischen Einheiten waren auch US-Soldaten stationiert, die geheime nukleare Sprengköpfe kontrollierten, um einen möglichen russischen Angriff zu stoppen. Basierend auf einem umfangreichen Bild- und Datenarchiv von Soldaten verschiedener Einheiten erzählt das Video if the balloon went up … des Künstlerduos Korpys/Löffler eine Version der Geschichte aus der Perspektive einer künstlichen Intelligenz, die Zugriff auf die Tagebucheintragungen, Schlafprotokolle und neurologischen Scans der Soldaten hat.

06.09.26 - 07.03.27

Was Jetzt Ist – 30 Jahre Raketenstation Hombroich

Bereits kurz nachdem Karl-Heinrich Müller die ehemalige NATO-Raketenstation Hombroich erwarb, wurden Ende 1994 in den früheren Militärgebäuden die ersten Wohnungen und Ateliers bezogen. Bald entwickelten sich auf dem Gelände vielstimmige Aktivitäten zur Musik, Literatur, bildenden Kunst und Architektur. Die Geste des Einladens zum Dialog und des Gastgebens befördert bis heute einen regen künstlerischen Austausch an diesem Ort. Im Rahmen des Stiftungsjubiläums zeigen die auf der Raketenstation lebenden und arbeitenden Künstlerinnen und Künstler einen Einblick in das eigene Schaffen und laden dazu weitere Gäste ein.

 

Teilnehmende: Frauke Dannert, Jennifer Eckert, Oswald Egger, Annette Elster, Katharina Grosse, Michael Growe, Katharina Hinsberg, Koldobika Jauregi, Tadashi Kawamata, Thomas Kling, Imi Knoebel, Georg Kröll, Oliver Kruse (mit HLRS, University of Stuttgart), Ursula Kruse, Gerhard Lampersberg, Ute Langanky, Evdokia Michailidou, Jaeyun Moon, Katsuhito Nishikawa, Georg Schmidt, Yuko Shiraishi, Christoph Staude, Simone Gisela Weber, Elias Wessel

Standort
Raketenstation
Raketenstation Hombroich 4, 41472 Neuss
Öffnungszeiten
Montag10:00–18:00
Dienstag10:00–18:00
Mittwoch10:00–18:00
Donnerstag10:00–18:00
Freitag10:00–18:00
Samstag10:00–18:00
Sonntag10:00–18:00
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