Zürich
Museum

Museum Rietberg

Gablerstraße 15, 8002 Zürich

Das Museum Rietberg ist das einzige Museum für außereuropäische Kunst in der Schweiz. Die international renommierten Sammlungen beherbergen bedeutende Werke aus Asien, Afrika, Amerika und Ozeanien.

 

Die Sammlungen des Museums Rietberg umfassen 23.000 Objekte sowie 44.000 Fotografien und ist, was die Objekte betrifft, weitgehend öffentlich in den Museumsräumen sowie im Schaudepot zugänglich.

 

Den Kern bilden die Werke aus der Sammlung von der Heydt. Durch langjährige Kontakte mit namhaften Sammlerinnen und Sammlern, mithilfe von Stiftungen und Gönnern wie auch durch Ankäufe, Schenkungen und Legate werden die Sammlungen laufend erweitert. Die chinesische Keramik aus der Meiyintang Collection, die indische Miniaturmalerei der Sammlung Alice Boner oder die buddhistische Kunst aus dem Himalaya-Gebiet der Sammlung Berti Aschmann zählen dabei zu den Höhepunkten.

Veranstaltungen und Ausstellungen

28.08.26 - 31.01.27

Rot – Meisterwerke der chinesischen Lackkunst

Lack fasziniert. Er schützt, bewahrt und veredelt und entfaltet dabei eine unverwechselbare ästhetische Kraft. Seine weich schimmernde, seidige Oberfläche wirkt zugleich ruhig und intensiv. In China wurde dieses Material früh zur Kunstform erhoben. Über Jahrtausende hinweg entstanden Werke von ausserordentlicher Raffinesse, in denen handwerkliche Perfektion und kulturelle Bedeutung untrennbar miteinander verbunden sind.

 

Die Ausstellung Rot – Meisterwerke der chinesischen Lackkunst im Museum Rietberg lädt dazu ein, in diese Welt einzutauchen. Sie versammelt herausragende Objekte, die nicht nur durch ihre technische Meisterschaft beeindrucken, sondern auch durch ihre vielschichtige Symbolik. Blumen und Vögel stehen für Harmonie und Schönheit, Drachen und Phönix für Macht und Glück. Auch Fledermäuse und Insekten tragen Wünsche und Glücksbotschaften. In diesen Bildern entfaltet sich die reiche Vorstellungswelt der chinesischen Kultur.

 

In Zusammenarbeit mit dem LWL-Museum für Kunst und Kultur, Münster

02.10.26 - 30.05.27

Nikka – Der indische Maler

Wer war Nikka von Guler? Obwohl er zu den herausragenden Malern der Pahari-Region Nordindiens zählt, ist über sein Leben nur wenig bekannt. Als Sohn des berühmten Künstlers Nainsukh schuf er in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts fürstliche Porträts sowie eindrucksvolle Bildserien zu religiösen und literarischen Themen. Neue Forschungen ermöglichen nun erstmals, sein Werk genauer zu fassen und sein künstlerisches Profil als bedeutender Porträtist seiner Zeit nachzuzeichnen.

 

Die Ausstellung Nikka – Der indische Maler präsentiert bedeutende Werke aus der international renommierten Pahari-Sammlung des Museum Rietberg, die in den vergangenen 50 Jahren dank privater Unterstützerinnen und Unterstützer aufgebaut wurde. Kuratiert von Eberhard Fischer und entstanden in Zusammenarbeit mit der GBF Foundation for Cooperative Research on South Asian Art and Artists, macht die Ausstellung aktuelle Forschungsergebnisse sichtbar und eröffnet neue Perspektiven auf einen der großen, lange übersehenen Meister der indischen Malerei.

 

 

Der Maler Nikka von Guler

 

Nikka von Guler (1745–1833) war der dritte Sohn des berühmten Malers Nainsukh und wirkte als Hofmaler am Fürstenhof von Chamba. Über sein Leben ist nur wenig bekannt, doch einige seltene Darstellungen zeigen sein Aussehen und seine Stellung am Hof. Ab etwa 1780 arbeitete er für Raja Raj Singh von Chamba und schuf Porträts sowie Auftragswerke für wichtige höfische Anlässe. Nikka stammte aus einer Künstlerfamilie, zu der auch seine Söhne Harkhu, Gokal und Chhajju gehörten. Die wenigen bekannten Bildnisse des Malers geben Einblick in seine Persönlichkeit und verdeutlichen seine Bedeutung als Künstler in der Pahari-Malerei des späten 18. und frühen 19. Jahrhunderts.

 

 

Ein anstößiges Bild

 

Mit dem Gemälde Ein verrufener Ort schuf Nikka um 1780 eines der ungewöhnlichsten Werke der indischen Malerei seiner Zeit. Das Bild zeigt Menschen an einem gesellschaftlich geächteten Ort und erzählt in mehreren Szenen von Neugier, Verlockung und moralischen Grenzüberschreitungen. Die schonungslose Darstellung menschlichen Verhaltens, die außergewöhnliche Komposition und die bis heute ungeklärte Entstehungsgeschichte machen das Werk zu einem der faszinierendsten Bilder in Nikkas Schaffen.

 

 

Meister- und Familienwerkstatt

 

Nikka entstammte einer traditionsreichen Malerfamilie aus Guler, die über mehrere Generationen hinweg die Pahari-Malerei entscheidend prägte. In den Familienwerkstätten arbeiteten Meister, Söhne und Verwandte eng zusammen: Sie entwickelten Bildideen, fertigten Vorzeichnungen an und vollendeten die Gemälde gemeinsam. Zu den bedeutendsten Vertretern dieser Künstlerdynastie gehörten Seu sowie dessen Söhne Manaku und Nainsukh, die als Meister ihrer Zeit berühmt wurden. Nikka setzte diese Tradition fort und profilierte sich neben seinen Verwandten als herausragender Porträtmaler. Gemeinsam schufen sie ein künstlerisches Erbe, das die Malerei Nordindiens nachhaltig beeinflusste.

Standort
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Gablerstraße 15, 8002 Zürich
Öffnungszeiten
Montaggeschlossen
Dienstag10:00–17:00
Mittwoch10:00–17:00
Donnerstag10:00–20:00
Freitag10:00–17:00
Samstag10:00–17:00
Sonntag10:00–17:00
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