Das Museum Ulm ist ein einzigartiges kunst- und kulturgeschichtliches Universalmuseum mit herausragenden Sammlungsbeständen von nationaler, internationaler und weltkultureller Bedeutung.
Im Herzen der Stadt Ulm, in einem denkmalgeschützten Gebäudeensemble des 16.–20. Jahrhunderts gelegen, vermittelt das Museum Ulm 40.000 Jahre Kunst-, Kultur- und Designgeschichte und bietet zusammen mit den originalen Räumen der ehemaligen Hochschule für Gestaltung (HfG) ein besonderes Kunsterlebnis an authentischen Orten.
Das Museum Ulm versteht sich als ein lebendiger Ort kultureller Identifikation, der begeistert und bereichert: als interdisziplinäres Forum kultureller Teilhabe, als öffentlicher Raum der Begegnung, als Erlebnisraum für Kunst, Kultur und Bildung.
Seit dem 17. April 2023 ist das Museum wegen bevorstehenden Umbau- und Sanierungsmaßnahmen voraussichtlich bis Herbst 2025 geschlossen.
Der geplante Umbau verspricht neue Räume für Sonderausstellungen und Veranstaltungen, als auch für den Eingangsbereich sowie der Archäologischen Sammlung, einschließlich der Neu-Präsentation des »Löwenmenschen«.
Mit dem Beginn der Triennale Ulmer Kunst am 1. Juli 2023 ist das Museum Ulm mit verschiedenen Ausstellungs- und Veranstaltungsformaten zu Gast in der benachbarten kunsthalle weishaupt.
Veranstaltungen und Ausstellungen
Aufbruch in die Realität: Filme von Günther Hörmann – 60 Jahre Institut für Filmgestaltung der HfG Ulm
Das HfG-Archiv / Museum präsentiert mit der Ausstellung »Aufbruch in die Realität: Filme von Günther Hörmann – 60 Jahre Institut für Filmgestaltung der HfG Ulm« eine Auswahl an Filmen, die am Institut für Filmgestaltung der Hochschule für Gestaltung Ulm entstanden. Der Anlass ist die Übergabe des Arbeitsarchivs des HfG-Absolventen Günther Hörmann (geb. 1940). Er studierte von 1961 bis 1967 »Visuelle Kommunikation« an der HfG Ulm. Von 1968 Mitarbeit im Leitungskollegium des Instituts für Filmgestaltung Ulm. Die Ausstellung konzentriert sich auf sechs Filme sowie begleitendes Material und gibt erste Einblicke in die Arbeit dieser Abteilung der legendären Hochschule.
Die Abteilung Film
1962 richtete die Hochschule für Gestaltung Ulm die Abteilung Film als fünfte der bislang vier Abteilungen ein. Alexander Kluge (geb. 1932) und Edgar Reitz (geb. 1932) leiteten diese Abteilung gemeinsam mit Detten Schleiermacher (1927–2004). In der filmischen Ästhetik und der inhaltlichen Aussage orientierten sich die Initiatoren am »Oberhausener Manifest«, das sie 1962 mitunterzeichnet hatten. Als wichtigste filmästhetische Neuerungen dieser Abteilung galten die Parameterlehre der Kamera (Edgar Reitz) und das Miniaturenprinzip.
Das Institut für Filmgestaltung
1965 macht sich die Abteilung Film als Institut für Filmgestaltung Ulm e.V. unabhängig von der HfG Ulm und überlebte deshalb auch die Selbstauflösung der HfG im Jahre 1968. Die Vereinssatzung wies als Aufgabe die »Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet des Films« aus. Das Institut wurde 2016 geschlossen.
Die Ausstellung präsentiert eine Auswahl von Dokumentarfilmen von Günther Hörmann und weiteren Mitarbeitern. Darunter der Film über die politischen Ereignisse im Juni 1967 in Berlin mit dem Titel »Ruhestörung – Ereignisse in Berlin 1967« (1968), gemeinsam mit Hans Dieter Müller. Wiederholt beschäftigte sich Hörmann mit der Arbeiterbewegung, so in »Die Vulkanwerft im Metallerstreik« (1974) und erneut in »Der Untergang der AG Weser (1984), zusammen mit Thomas Mitscherlich und Detlef Saurien.
Ohne Publikation
Eröffnung: 4. Dezember 2025, 19:00 Uhr in der Mensa der ehemaligen Hochschule für Gestaltung
Fabelhafte Mischwesen. Der Löwenmensch und seine Nachfahren
Am 13.12.2025 eröffnet das Museum Ulm im 1. OG der benachbarten kunsthalle weishaupt rund um den Löwenmenschen eine kleine Präsentation zum Thema Mischwesen. Dort wird das Kunstwerk aus der Eiszeit bis 04.10.2026 ausgestellt und bezieht zu Ende 2026 dann sein neues Zuhause in der neuen Dauerausstellung Archäologie im Museum Ulm.

