Der Neue Berliner Kunstverein (n.b.k.) zeigt Ausstellungen zur Gegenwartskunst, die durch vielfältige Veranstaltungen ergänzt werden. Im n.b.k. werden Diskussionen zu Themen der Zeit initiiert und Anregungen zu ästhetischen wie politischen Auseinandersetzungen gegeben – in einer Bildungsinstitution, die zu relevanten Fragestellungen aus Kunst und Gesellschaft arbeitet, wie etwa Urbanität, Globalisierung, Transkulturalität, Feminismus, Digitalität und Technologieentwicklung. Der n.b.k. gibt Besucher:innen die Möglichkeit, aktiv an kulturellen Prozessen teilzuhaben und sowohl lokale Kontexte als auch globale Perspektiven zu reflektieren.
Der n.b.k. mit Artothek und Video-Forum ist ein Ort der ästhetischen Erfahrung, der Auseinandersetzung mit zeitgenössischer Kunst und der offenen Diskussion über gesellschaftliche Themen. Mit seinem Ausstellungs- und Diskursprogramm, seinen Kooperationsprojekten und seinen Publikationsreihen versteht sich der n.b.k. als Werkstatt der Ideen und als lebendiger Ort der Kunstszene Berlins.
Ausstellungsräume im Erdgeschoss und im 1. OG
Der n.b.k. verfügt über Ausstellungs- und Veranstaltungsflächen im Erdgeschoss sowie mit dem Showroom im 1. OG über einen weiteren Ausstellungsraum. Das Team des n.b.k. realisiert an beiden Orten in Zusammenarbeit mit seinen Kooperationspartner:innen und Gastkurator:innen Einzelausstellungen und umfangreiche Neuproduktionen von Einzelkünstler:innen sowie umfassende Themen- und Gruppenausstellungen. Ziel ist die Präsentation von jüngeren künstlerischen Ansätzen und des Produktionsstandorts Berlin ebenso wie von renommierten internationalen Künstler:innen in neuen Kontexten.
n.b.k. Fassade
Die Fassade des n.b.k. dient im jährlichen Wechsel zeitgenössischen Künstler:innen als Interventionsfläche, für die sie spezielle Projekte entwickeln. Die Außenprojekte sollen direkt in den öffentlichen Raum wirken, eine aktive Auseinandersetzung mit der urbanen Umgebung und eine Debatte über zeitgenössische Kunst und ihre ästhetischen und gesellschaftlichen Implikationen anregen.
n.b.k. Billboard
Die Aktivitäten des Neuen Berliner Kunstvereins (n.b.k.) im urbanen Raum werden seit September 2021 durch das Format »n.b.k. Billboard« erweitert. An der Straßenkreuzung Friedrichstraße / Torstraße, nur zwei Gehminuten vom n.b.k. entfernt, befindet sich der Standort der großen Präsentationsfläche – eingebettet in ein zentrales, spannungsvolles und hochfrequentiertes urbanes Umfeld. Hier werden der Berliner Öffentlichkeit eigens konzipierte Werke internationaler zeitgenössischer Künstler:innen präsentiert.
Veranstaltungen und Ausstellungen
Nora Turato. they filled me up with words
Sprache – in gesprochener wie geschriebener Form – dient als zentrales Material in Nora Turatos Werk. Sie erforscht diese in Form von Typografie, Wandarbeiten, Video, Sound, Performances und Künstlerinnenbüchern (etwa in der Serie pool). Dabei arbeitet sie mit vorgefundenem Material aus vielseitigen Quellen wie u. a. dem Internet, Social Media, Presse, Büchern, Filmen, Musik und Gesprächen. Von der Künstlerin gesammelt und akribisch neu geordnet, wird ein Überfluss an Wortmaterial bis auf die Essenz heruntergebrochen. Turatos neue, eigens für die Fassade des n.b.k. konzipierte Arbeit markiert einen Wendepunkt in ihrer Praxis – eine Herangehens-weise, die den eigenen Körper als Ausgangspunkt nimmt – als Quelle der Sprache und der Handschrift. Turato untersucht Konditionierungen, die das menschliche Verhalten prägen – mit einem Fokus darauf, wie diese verinnerlichten Muster physisch sichtbar werden. Hierbei wird die Handschrift als Form des Ausdrucks und zugleich als ein direktes Ergebnis erlernten Verhaltens betrachtet.
Kuratorin: Lidiya Anastasova
Eröffnung: 10. September 2025, 18 Uhr
Stephan Crasneanscki, Patti Smith. Cry of the Lost | Prince of Anarchy
Ein langjähriger künstlerischer Austausch verbindet den Gründer von Soundwalk Collective Stephan Crasneanscki und die Musikerin und Dichterin Patti Smith, der sich unter dem Titel CORRESPONDENCES der Öffentlichkeit offenbart. Hierbei handelt es sich um einen stetig wachsenden Werkkomplex, der aus mehreren Filmen, Archivmaterial, Collagen, Gedichten, Installationen und Performances besteht, die sich jeweils unterschiedlichen Themenbereichen widmen – darunter ökologische Katastrophen und der Klimawandel. Crasneanscki beschreibt den Arbeitsprozess mit Smith als einen fortlaufenden Dialog: Seine Field Recordings – Feldaufnahmen, die er als ein Archiv von „Klangerinnerungen“ (sonic memories) bezeichnet – sind Ausgangspunkt für Smiths Dichtung. In der Reihe n.b.k. Billboard wird erstmalig ein Werk aus CORRESPONDENCES – Cry of the Lost | Prince of Anarchy – im urbanen Raum präsentiert und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Kuratorin: Lidiya Anastasova
Eröffnung: 10. September 2025, 18 Uhr

